Hubert Kiecol
Reaktion u.s.w.
Eröffnung: Freitag, 08.06.2012, 18–20 Uhr
Ausstellung: 09.06.2012 – 18.08.2012
Häusler Contemporary Zürich präsentiert in der Ausstellung Hubert
Kiecol «Reaktion u.s.w.» erstmals in der Schweiz die neuesten
Skulpturen und Arbeiten auf Papier des deutschen Künstlers Hubert
Kiecol (geb. 1950 in Bremen-Blumenthal). In Ihnen vertieft Kiecol seinen
künstlerischen Ansatz, indem er sein eigenes Formenvokabular neu
reflektiert.
Seit den 1980er Jahren hat Hubert Kiecol ein skulpturales Vokabular
entwickelt, das gekennzeichnet ist durch Klarheit und
Selbstverständlichkeit. Dies erreicht der Künstler durch Reduktion und die
daraus entstehende Verdichtung einfacher Formen. Alles Malerische
entfernt Kiecol aus seinen Werken. Es bleibt die absolute Form der
vertrauten Gegenstände: Treppen, Bänke, Leitern, Häuser, Fenster etc.
Diesen Dingen, die uns täglich umgeben, widmet der Künstler seine
Aufmerksamkeit und verknüpft in ihnen Architektur und Skulptur, Kunst
und Alltag. Kiecol ist eine solitäre Erscheinung in seiner Generation und
nimmt Innerhalb der zeitgenössischen Skulptur eine besondere Stellung ein.
Indem er vertraute Gegenstände auf eine minimalistische Form reduziert,
eröffnet er dem Betrachter neue Sichtweisen. Seine künstlerischen
Materialien hat er vereinheitlicht zu Beton, Glas, Stahl und in neuesten
Werken auch Holz.
In der neuen Werkgruppe bei Häusler Contemporary Zürich vertieft Kiecol
sein künstlerisches Konzept, indem er sich mit dem von ihm entwickelten
Formenvokabular auseinander setzt. Dabei wohnen den Skulpturen
weiterhin Ruhe und Poesie inne, wie für seine Arbeiten charakteristisch sind.
Kiecol erweitert und verfeinert in den neuen Werken seine künstlerische
Sprache. Eine starke Aufwärts-Bewegung geht von den Arbeiten aus dem
Themen-Komplex der Säulen aus. Die Bewegung wird auch in den Treppen
deutlich, obwohl es sich um grundsätzlich statische Strukturen handelt.
Diesen aktuellen Arbeiten liegt eine neue Leichtigkeit und Loslösung von der
früheren formalen Strenge zugrunde.
Das Werk von Hubert Kiecol wurde international in zahlreichen
Einzelausstellungen gezeigt, u. a. im Stedelijk Museum in Amsterdam
(2000), im Museum Ludwig in Köln (2000) und in der Hamburger
Kunsthalle (2002) oder in Gruppenausstellungen, so 1987 bei den Skulptur-
Projekten in Münster, 1992 in der Serpentine Gallery London, 2006 im
Mamco in Genf, oder 2006 im Museum van Hedendaagse Kunst in
Antwerpen. Seit 1993 unterrichtet Kiecol an der Kunstakademie, Düsseldorf.
2000 wurde dem Künstler vom Kölner Museum Ludwig der Wolfgang-
Hahn-Preis verliehenen.
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Open House Weekend
Samstag, 9. und Sonntag, 10. Juni 2012
11 – 17 Uhr
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