Sies + Höke Galerie

Meuser

Meuser

aktenschrank von yamamoto by meuser

Meuser

Aktenschrank von Yamamoto, 2013

Price on Request

Thursday, November 14, 2013Saturday, January 18, 2014

Sies + Höke
Poststraße 2-3

Düsseldorf, Germany

Meuser

14. November – 14. Dezember 2013
Eröffnung: Donnerstag, 14. November 19-21 Uhr

Sies + Höke zeigt erstmalig eine Einzelausstellung des in Düsseldorf und Karlsruhe lebenden Bildhauers Meuser (*1947).

Meuser entwickelt seit den späten 1960-er Jahren Skulpturen aus massivem Material wie Stahl und Eisen voller Leichtigkeit, Humor und Poesie. Gitter, Metallträger und seltsame Gebilde, die meist vom Schrottplatz stammen und deren Funktion nicht mehr zu erkennen ist, werden im Atelier zu neuen Formen verschweißt und lackiert. Seine vorwiegend dreidimensionalen Objekte haben dabei einen eher bildhaften Charakter und sind irgendwo zwischen Skulptur und Malerei anzusiedeln. Dabei versteht er seine Fundstücke nicht als Ready-mades:

Meuser: „Das Ready-made ist etwas industriell zu Ende gefertigtes, ich benutze nie Gegenstände, die noch eine Funktion haben. Ich würde nie einen Kühlschrank nehmen, das wäre mir viel zu wirklich. Mich interessiert Formensprache nur, wenn ich sie wieder in etwas anderes übersetzen kann. Wenn ich Formen entdecke, die mir nicht geläufig sind, aber eine spezifische Eigenartigkeit haben, dann interessieren sie mich. Diese Formen würden mir wohl nie in den Sinn kommen, wenn ich sie mir ausdenken müsste. In Gegenständen steckt immer etwas völlig anderes drin, das sich jemand anders ausgedacht hat.“

Seine Skulpturen erinnern mit ihren relativ einfachen Formen und ihrer abstrakten Formensprache an die Objekthaftigkeit der Minimal Art. Meuser hingegen stellt einen klaren Bezug zur gewöhnlichen Welt mit ihren alltäglichen Dingen und Erfahrungen her, wobei er seine Arbeiten auch für diverse andere Assoziationen und Verbindungen offen hält. So unbeschwert er mit den industriell gefertigten Objekten umgeht, die ihrer Funktion enthoben und in neuem Kontext gezeigt werden, so wichtig ist ihm die exakte Positionierung der Arbeiten im Raum oder an den Wänden. Meuser arrangiert seine Werke bis zur Perfektion im Ausstellungsraum, so wie Maler die Komposition innerhalb ihrer Bilder prüfen.

Die humorvollen, eigenwilligen oder oft auch respektlosen Titel stammen aus Zeitungs-Schlagzeilen, Redewendungen, Liedtiteln oder sind Ausdrücke aus dem Ruhrgebiet. Wie die Gegenstände waren sie bereits vorhanden und wurden aus ihrem eigentlichen Kontext gerissen.

Meuser wurde 1947 in Essen geboren und lebt in Karlsruhe. Seit 1992 ist Meuser Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Zu seinen Einzelausstellungen zählen Kopfkissen ohne Bettdecke, Meyer Riegger, Karlsruhe (2013); Meuser, Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt (2012); und Erich mittendrin, Gallery Weekend Berlin, Galerie Claes Nordenhake, Berlin (2012); KNAUTSCH – Neue Plastiken und Zeichnungen, Städtische Galerie Karlsruhe (2011); Wo ist oben?, Galerie Gisela Capitain, Köln (2009); Die Frau reitet und das Pferd geht zu Fuß, Kunsthalle Düsseldorf (2008); Meuser mit Pinsel ohne Farbe, Meyer Riegger, Karlsruhe (2007); Tout va bien – Alles in Butter, Galerie Nathalie Obadia, Paris (2007); Meuser, Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt (2006). Zu seinen Gruppenausstellungen zählen PRÄSENTation. Geschenke für die Sammlung des ZKM, Museum für Neue Kunst, Karlsruhe (2012); Black Hole, CCA Andratx, Mallorca (2009); Blick nach vorn. Ankäufe der Sammlung Zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland 1998-2008, Marin-Gropius-Bau, Berlin (2008); Ruinöse Abstraktion: „Es gibt Dinge, die kann man nicht erklären“, Kunstverein Bonn (2007).