Peter Hujar 'Works 1966 - 1985'

Peter Hujar 'Works 1966 - 1985'

paul thek (ii) by peter hujar

Peter Hujar

Paul Thek (II), 1975

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new york downtown night by peter hujar

Peter Hujar

New York Downtown Night, 1976

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fanny by peter hujar

Peter Hujar

Fanny, 1978

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torso by peter hujar

Peter Hujar

Torso, 1978

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Friday, August 29, 2014Saturday, October 25, 2014

Rämistrasse 35
Zurich, Switzerland

Opening: Thursday, August 28, 6 - 8 p.m.

Das Werk von Peter Hujar (geboren 1934 in Trent on, New Jersey; gestorben 1987) hat seit den Achtziger Jahren immer wieder bedeu tende Ausstellungen erfahren. So erstmals in der Schweiz 1982 in der Kunsthalle Basel , 1994 im Fotomuseum Winterthur und im selben Jah r im Stedelijk Museum Amsterdam und 2007 im ICA London. M ai 36 Galerie zeigte zuletzt 2011 in der Ausstellung Paul Thek – city scapes and other ideas Hujars Fotos Thek’s Studio 1967.

Es freut uns Ihnen die Vertretung des Peter Hujar Estates durch die Mai 36 Galerie bekannt zu geben !

Aus der Modefotografie kommend , wie seine New Yorker Kollegen Irving Penn, Richard Avedon und Robert Mapplethorpe, unterscheidet sich Peter Hujar jedoch stark von diesen. Zeitlebens fällt ihm das I mposante und die Vordergründigkeit der Mode fotografie als Aufgabe schwer, interessiert sich Hujar doch für d as Darstell en von eigentlichem Leben mehr und er zeigt di es pur: in seiner Körperlichkeit, in drastischen Szenerien, oder im Falle der Tierportraits humorvoll die Unschuld der Kreaturen hervorhebend .

S eine Vorbilder sind etwa Wegee oder Diane Arbus. Der eine verfolgt d ie katastrophischen und hysterischen Momente des Stadtlebens, die andere offenbart die psychologischen Randsituationen der Gesellschaft aus analysierender Distanz. Hujar selbst ist Teil di eses Lebens , das er darstellt . Er über ästhetisiert nicht, sondern zeigt in seinen Aufnahmen eine fast intime Beziehung zum Abgebildeten oder den Portraitierten . Seine Bildkomposition ist fein aber nicht aufdringlich, wirkt eher beiläufig . Er liegt mit sein en Aufnahmen immer etwas neben dem Erwarteten, was ihm bei seiner Modefotografi e Schwierigkeiten einbrachte , jedoch in seiner freien Fotografie den besonderen Reiz ausmacht.

Sein Eintauchen in die Welt seiner Freunde und die Darstellung New Yorks von den Sechziger Jahren bis in die Achtziger Jahre zeigt eine Stadt, die es so nicht mehr gibt. Da wo Subkultur blühte, die heute unser kulturelles Gedächtnis der Stadt ausmacht und die er pur und direkt portraitierte, hat sich Gentrifizierung durchgesetzt und profitiert noch von eben dieser Vergangenheit. Dem Le ben ganz nah und Oberflächlichem fern, zeigt sein Werk das unverblümte Antlitz dieser vergangenen Zeit.

Dass im Portraitier en des Lebens gleichzeitig ei n Portraitieren des Todes liegt – so meint Susan Sontag, von der er drei berühmte Aufnahmen machte – ist das Verdienst Hujars und seiner Fotokunst . Seine Aufnahmen sind Fenster in beide Reiche gleichzeitig . Das Reich des Lebens mit der vergänglichen Kreatur, ob Mensch oder Tier, das Reich des Todes dargestellt insbesondere anhand der Fotograf ien aus den Katakomben Palermos: bekleidete Leichnahme, die , recht mitgenommen , wie auf eine andere Zukunft warten.

Unsere Ausstellung im Showroom umfasst Werke aus fast allen Ber eichen seines Schaffens : Akte und Port r a its, Stadtansichten, Interieurs, Nachtaufnahmen sowie auch Tieraufnahmen und Aufnahmen aus den Katakomben Palermos, die 1963 entstanden . (Text: Axel Jablonski)