Anna Amadio – Franziska Furter – Edit Oderbolz

Anna Amadio – Franziska Furter – Edit Oderbolz

sit and wait / sitzen und warten by anna amadio

Anna Amadio

Sit and Wait / Sitzen und warten, 2009

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write / schreiben by anna amadio

Anna Amadio

Write / Schreiben, 2009

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big hug / akoni by franziska furter

Franziska Furter

Big Hug / Akoni, 2005

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draft ii by franziska furter

Franziska Furter

Draft II, 2009

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untitled / ohne titel by edit oderbolz

Edit Oderbolz

Untitled / Ohne Titel, 2008

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untitled / ohne titel by edit oderbolz

Edit Oderbolz

Untitled / Ohne Titel, 2009

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Saturday, August 29, 2009Saturday, October 17, 2009


Zurich, Switzerland

Anna Amadio – Franziska Furter – Edit Oderbolz
Spuren und Eindrücke
29. August bis 17. Oktober 2009
Eröffnung: Freitag, 28. August 2009 von 18 bis 20 Uhr

Wir freuen uns sehr, Ihnen neue Arbeiten von Anna Amadio (*1963), Franziska Furter (*1972) und Edit Oderbolz (*1966) in unserer Galerie präsentieren zu können. Die plastischen Arbeiten von Anna Amadio stellten wir im vergangenen Jahr in der Ausstellung Feuer! vor. Franziska Furter zeigte Einzelausstellungen in bedeutenden Galerien im In- und Ausland. Edit Oderbolz richtete sowohl im Kunsthaus Langenthal als auch im Museum für Gegenwartskunst in Basel Einzelausstellungen aus. Der Titel der Ausstellung Spuren und Eindrücke weist auf einen wichtigen Aspekt aller Arbeiten der Künstlerinnen hin: Sie erfordern ein Publikum, das sich auf die Werke behutsam einlässt, sich Zeit nimmt, um die visuellen Spuren und Eindrücke zu entziffern und seine Schlüsse zu ziehen. Alle drei Kunstschaffenden hinterfragen unsere Sehgewohnheiten. Sie rütteln an Vorgefasstem, sei dies mit räumlichen Interventionen, filigranen Zeichnungen oder grossformatigen Papierarbeiten.

Edit Oderbolz zeigt im ersten Raum der Galerie eine installative Arbeit, die gleichzeitig zu ihrer Intervention an der Rückwand der Kunsthalle Basel mit dem Titel Am Haus Lesen entstanden ist. Bei der Arbeit in unserer Galerie handelt es sich um eine Gitterkonstruktion aus Armierungseisen, die sie in kleinem Abstand zur Wand gegenüber den beiden Schaufenster befestigt hat. Die Arbeit verweist auf Gitterkonstruktionen an Gebäuden, deren geometrische Verstrebungen vor Ein- und Ausbrüchen schützen. Das mit Hautfarbe übermalte Linienkonstrukt der gebogenen und miteinander verbundenen Armierungseisen besitzt zeichnerische Qualitäten. Die Innenwand der Galerie, die von aussen sichtbar ist, wird durch die Gitterkonstruktion in einen möglichen Aussenraum übertragen. Edit Oderbolz verwischt die Grenzen zwischen Innen- und Aussenraum zusätzlich, indem sie auf das Gitter verschiedene, farbige Tücher anbringt. Diese Tücher verleihen der Gitterkonstruktion einen malerischen Rhythmus. Um den Eindruck der Zweideutigkeit zwischen Innen- und Aussenraum noch mehr zu steigern, positioniert die Künstlerin vor das Gitter einen kleinen Clubtisch. Im hinteren Raum der Galerie zeigt Edit Oderbolz photographische Arbeiten, die Fötzel (2007-08) heissen. Dabei handelt es sich um Aufnahmen von Details aus Bildern, die die Künstlerin aus Zeitschriften gerissen hat. Diese Fötzel ordnet Edit Oderbolz gemäss dem Ort auf der Originalabbildung in der Zeitschrift auf einem weissen Papier an und photographiert dieses. Dadurch entstehen Einzelwerke mit Leerstellen, die vom Publikum ergänzt werden können. Edit Oderbolz versteht es auf einzigartige Weise, aus vorgefundenen Materialien, seien dies weiss beschichtete Spannplatten, Vorhangschienen, Armierungseisen oder alltägliche Zeitschriftenseiten berückende Kunstwerke zu schaffen.

Franziska Furter präsentiert in der Ausstellung Arbeiten auf Papier aus drei verschiedenen Serien: Vision, Big Hug und Draft. Der Haupttitel einer Serie ist bei Franziska Furter meistens ein mehrdeutiger Begriff, der die Gruppe von Zeichnungen zusammenhält. Die fünf Big Hugs (2003-05) stellen vordergründig feine, von Manga-Comics inspirierte, ungefährliche Explosionen in zartem Aquarell dar. Die Bezeichnung Big Hug spielt aber auf den "Big Bang", den Urknall an. Gleichzeitig wird "Big Hugs" auch als Abschiedsformel in einem Brief verwendet, und schliesslich bezeichnet "Big Hug" einfach eine grosse Umarmung. Die individuellen Titel der Zeichnungen innerhalb einer Serie entnimmt Franziska Furter meistens von Listen. Für die Untertitel der Big Hugs verwendete sie zwei Listen mit Hurrikan-Namen der Region von Papua-Neuguinea. Ihr gefiel, dass die Listen vom anderen Ende der Welt stammen und etwas Zerstörerisches, Vergängliches und Wiederkehrendes bezeichnen. Für die ausschliesslich mit dem Bleistift festgehaltenen Zeichnungen der Vision-Serie (2008) lehnte sich Franziska Furter an Landschaften aus Manga-Comics an, deren inhaltlichen Elemente sie vollkommen entfernte. Die akribischen Graphit-Zeichnungen scheinen wie ein Seismograph Erschütterungen und Schwingungen von Gemütszuständen oder Erdbeben aufzuzeichnen. Die individuellen Titel der Visions sind Namen von Antidepressiva und Tranquilizern, die gegen Halluzinationen und Visionen wirken – ausgerechnet gegen visuelle Eindrücke, die die Visions ausmachen. Die beiden Zeichnungen Draft I und II sind für die Ausstellung in Zürich entstanden. Die Drafts sind eine Weiterentwicklung der Visions. Sie basieren ebenfalls auf vorgefundenen Bildern von Manga-Comics, bei denen es um Visualisierungen von Unsichtbarem geht. Für die Drafts konzentriert sich Franziska Furter auf die Darstellungen von Übergängen von einer Welt in eine Andere, Geschwindigkeiten, Verschiebungen, die sie weiterbearbeitet. Im Unterschied zu den Visions, die auf einer klaren Skizze beruhen, die Franziska Furter am Leuchtpult durchzeichnete, entwickelt sie die Drafts lediglich mittels kleinformatigen Studien direkt auf dem Papier. Die Ablagerungen des Bleistifts verleiht den Drafts eine beinahe skulpturale Qualität: Schwarz und weiss verschieben sich ineinander, mal tritt der weisse Bildträger, das Papier, hervor, mal überwiegt die metallene Qualität des farblich changierenden Graphits, ohne das aber ein Element dominant ist. Der Titel Draft bedeutet Luftzug, Aufwind und Strömung, aber auch Entwurf, Konzept und Riss. Draft birgt die Bedeutungen Bewegung und Idee; Begriffe, die für die Kunstauffassung von Franziska Furter zentral sind.
Anna Amadio schuf für die Ausstellung drei neue grossformatige Arbeiten auf Papier. Die Zeichnungen folgen einem künstlerischen Verfahren, das die Künstlerin im Jahr 2003 entwickelte und in drei früheren Bildserien anwandte. Zunächst hält Anna Amadio mit härtendem Holzleim auf Papier eine reliefartige Vorlage aus ihrem reichen photographischen Bilderfundus fest. Diese Matrize überdeckt sie, nachdem der Leim getrocknet ist, mit einem zweiten Blatt Papier. Darauf beginnt sie mit Farbstiften zu zeichnen. Durch die Erhebungen des Leims zeichnet sich als Frottage die mit dem Leim realisierte Unterzeichnung auf dem Papier ab. Mit Spuren von Farbstiftbündel bringt Anna Amadio die Unterzeichnung zum Vorschein. Die eigentliche Darstellung verschwindet beinahe im kräftigen Zeichengestus und scheint lediglich als Spur auf dem Papier auf. Diese Methode ermöglicht Anna Amadio, eine Vielzahl von Informationen und Überlagerungen auf dem Papier festzuhalten. Die parallele Linienführung erzielt Anna Amadio durch einen Rechen mit mehreren Farbstiften. Die vibrierende Farbigkeit und der Rhythmus fangen die Energie der Künstlerin ein: Das Publikum vermag im Verlauf der Linienbündel ihre Bewegungen im Arbeitsprozess nachzuverfolgen. Schemenhaft lassen sich auf den Zeichnungen Inhalte erkennen. Auf allen drei Zeichnungen tritt eine maskierte Figur in Clownunterwäsche auf, die gleichzeitig sowohl als Alter Ego der Künstlerin, aber auch als ihre Gegenspielerin bezeichnet werden kann. In Sitzen und Warten sitzt die Gestalt in einem Tempel und schaut in die Höhe, verrenkt in ihrem gestreiften Ganzkörperkleid ihre Beine. In Sprechen türmt sich die Maskierte vor einer Venusskulptur auf und scheint ihr Paroli bieten zu wollen. In Schreiben kauert das Wesen an einem Tischchen und beobachtet eine schreibende Frau. Diese Motive lassen sich nur bruchstückhaft erkennen, denn Anna Amadio hat die unterlegten Darstellungen so lange abgerieben, bis sie nahtlos und gleichwertig in die Struktur der Zeichnung eingegangen sind. Die Ornament-Strukturen der Leimmatrizen treten in den Zeichnungen durch die Frottage stark hervor und unterlaufen das Identifizieren und Dechiffrieren der Motive. Das konzeptuelle künstlerische Verfahren von Anna Amadio besitzt Momente des Zufalls, die sie bewusst anstrebt.

Die Eröffnung findet in Anwesenheit der Künstlerinnen am Freitag, 28. August 2009 von 18 bis 20 Uhr statt. Anschliessend findet ein Sommerfest im Löwenbräuareal statt.

Anna Amadio: 1963 geboren in Belp, CH, lebt und arbeitet in Basel

1989-1992 Hochschule für Bildende Kunst HGK Basel; 2004/05 Atelierstipendium New York (ehem. P.S.1), Bundesamt für Kultur BAK; 2002 BAZ Kunstpreis Basel und Basler Künstlerstipendium/Werkbeitrag; 1996, 1998, 2000 Eidgenössischer Preis für freie Kunst; 1997/98 Cité Internationale des Arts Paris, Bildhaueratelier Basel-Stadt; 1995 Basler Künstlerstipendium; 1994/95 Atelierstipendium Montréal, CAN, CMS Stiftung, Basel

Seit 1996 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, u.a. Kunsthalle Basel; Kunsthalle Baselland; Centre d'Art Contemporain, Genève; Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen; Kunstmuseum Thun, Helmhaus, Zürich; Kunstverein Freiburg i.Br.

Franziska Furter: 1972 geboren in Zürich, CH, lebt und arbeitet in Berlin

1994-1997 Hochschule für Bildende Kunst HGK Basel; 2008 Cahiers d’Artistes, Pro Helvetia und Förderpreis, Alexander Clavel-Stiftung, Riehen; 2007 Förderpreis, Neue Aargauer Bank; 2006 Werkbeitrag, Kuratorium des Kantons Aargau; 2003 Atelierstipendium London, Kuratorium des Kantons Aargau; 2001 Prix Ehinger, Basel; 1999 Atelierstipendium Berlin, Kuratorium des Kantons Aargau und Atelierstipendium Edinburgh, CMS Stiftung, Basel; 1998 Kunststipendium des Kantons Basel-Stadt; 1997 Förderbeitrag, Stiftung Vordemberge-Gildewart; 1996/97 Förderbeitrag, Kuratorium des Kantons Aargau

Seit 2000 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, u.a. Kunsthaus Aarau; Kunsthalle Basel; Kunsthalle Baselland; Kunsthaus Langenthal; Kunstmuseum Solothurn; Kunstmuseum Thun; Kunstverein Freiburg i.Br.; Museum Wiesbaden; Volpinum, Wien

Edit Oderbolz: 1966 geboren in Stein am Rhein, CH, lebt und arbeitet in Basel

1996-1999 Hochschule für Bildende Kunst HGK Basel; 2008 Atelierstipendium Rotterdam, NL, CMS Stiftung, Basel; 2007 Förderpreis des Kantons Schaffhausen; 2004 Manor Kunstpreis, Basel; 2003 Atelierstipendium Berlin, Stadt Basel; 2002 Credit Suisse Preis, Schaffhausen; 2000 Atelierstipendium Freemantle (Perth), Australien, CMS Stiftung, Basel

Seit 1999 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, u.a. Museum für Gegenwartskunst, Basel; Kunsthalle Basel; Kunsthalle Baselland; Centre PasquArt, Biel; Kunsthaus Langenthal; Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen; Kunstmuseum Thun, Helmhaus, Zürich; Crédac, Ivry-sur-Seine, Paris

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Anna Amadio – Franziska Furter – Edit Oderbolz
Traces and Impressions
29 August – 17 October 2009
Opening reception: Friday, 28 August 2009, 6 – 8 pm

Lullin + Ferrari are delighted to present new works by Anna Amadio (b. 1963), Franziska Furter (b. 1972), and Edit Oderbolz (b. 1966). Anna Amadio's recent sculptural work may be remembered from her 2008 solo show at Lullin + Ferrari entitled Fire!. Franziska Furter has had several solo shows in important galleries throughout Europe and Edit Oderbolz has been awarded solo shows at Kunsthaus Langenthal and the Museum für Gegenwartskunst in Basel. The title of our show, Traces and Impressions points to a unifying praxis shared by all three artists: a fine unraveling and reworking of the habits of perception, manifest through spatial interventions, filigree drawings and multilayered works on paper.

Edit Oderbolz shows an installation of two grid constructions in the entrance room of the gallery. These works were created at the same time as her present intervention at the back wall of the Kunsthalle Basel called Am Haus lesen. The works in our gallery are manufactured from connected and bent armoring iron and are painted a pale flesh-like colour. Oderbolz manipulates these unwieldy metal forms in such a way as to produce sculptural forms with the delicacy of line drawing. The structural form of these works refer to geometrical struts of 'security windows' that are placed on buildings to prevent break-ins or break-outs. The artist underlines this emphasis by mounting one of the grids very closely to the opposite wall of the gallery display window, and in doing so, transforms the interior wall of the gallery, (when seen directly from the street through the grid), into a hypothetical exterior space. Edit Oderbolz blurs the boundaries between inside and ouside space even more by hanging different, coloured textile pieces onto the grid, lending the construction a painterly rhythm. In the back room of the gallery Edit Oderbolz shows works from a photographical series, called Fötzel (Torn Papers, 2007-08). They consist of details of images torn out by the artist from magazines. Edit Oderbolz places these torn-out-papers on a white sheet, exactly where they have been positioned on the original in the magazine and takes a photograph of the configuration. This procedure produces unique works with blank spaces provoking the imagination of the viewer. Edit Oderbolz's mastery of form creates inimitable and captivating art works, spanning a number of sculptural oeuvres, ranging from daunting constructions to ready-made forms and gently altered material.

Franziska Furter presents drawings from three different series: Vision, Big Hug and Draft. The main title for a series of her drawings is usually an ambivalent expression, holding the group together. The five Big Hug (2003-05) drawings suggest Manga comics on first impression, harmless explosions in delicate watercolour. But their name Big Hug alludes to the "big bang". At the same time the idiomatic expression "big hugs" is a warm but casual way to say goodbye in letters or correspondence, signifying simply a strong embrace. Franziska Furter culls the indiviual titles of the drawings in a series mostly from lists. The subtitles of the Big Hugs derive from two lists of names from hurricanes from the region of Papua New Guinea. In this case, Franziska Furter liked that the lists originated from the other side of the world and that the names mean something destructive, ephemeral and recurrent. Drafted exclusively with pencil, drawings from the Vision series (2008) are again derived from landscapes in Manga comics. In these works Franziska Furter erases all narrative and content of the source material. The meticulous graphite drawings seem to register, like a seismograph, trepidations and vibrations from an emotional state or earthquake. The individual titles of the Visions are names of antidepressants and tranquilisers, effective against hallucinations and visions – visual impressions which are formative for the Vision drawings. The two drawings Draft I and II have been created for the exhibition in Zurich. The Drafts are further developments of the Visions. They are also based on found images from Manga comics, this time dealing with the depiction of the unseen. For the Drafts Franziska Furter is focusing on the depiction from the passage from one world into another. She describes speed and displacement. Unlike the Visions, based on a precise study further developed on a light box, Franziska Furter draws the Drafts directly on paper just helped by small sketchy studies. The graphit deposits of the pencil notations give Drafts a metallic, almost sculptural nature, producing exciting variations of form, where at times the paper appears to be more prominent; alternating from white to black on the shifting white ground, before the metallic quality of graphite becomes more accentuated. The title Draft means air draft, current and ascent, but also outline and concept. "Draft" contains the meanings of movement and idea, expressions pivotal to Franziska Furter's conception of art.

Anna Amadio has created three large works on paper for the exhibition. Anna Amadio uses a signature technique developed in 2003, and applied thereafter in three subsequent series of drawings. Initially, the artist constructs a template on paper using master images from her rich photographic archive, and a textural base of hardened wood glue. She covers this matrix, after the glue has hardened, with a second sheet of paper. Drawing on this top sheet of paper with coloured crayons, the elevated areas and lines of glue emerge as a frottage. The depiction of the original master image in these constructions nearly vanishes through the strong gestures of drawing marks, and is only seen as a trace. This approach allows Anna Amadio to depict various and multilayered information on the paper. The artist achieves parallel lines through a rake holding many coloured crayons. The vibrant colours and the rthythm of these images capture the energy of Anna Amadio at work: through the energy of these lines, the viewer can not only distinguish the schematic subject matter of the drawing, but also trace the artist's physical movements in her work process. In all three drawings a masked figure appears in striped clown underwear. This figure can be seen simultaneously as alter ego of the artist but also as her antagonist. In Sit and Wait a figure sits in a temple and looks towards the ceiling, cricking her legs in her striped costume. In Speak the masked figure pulls herself up in front of a sculpture of Venus and seems to defy her. In Write the creature squats at a little desk and observes a woman writing. These narratives can only be identified in fractions, as Anna Amadio has drawn over the underlying subject matter so extensively that they become integrated seamlessly and equally in the structure of the drawing. The ornamental structures of the glue matrices are reinforced through the frottage technique and undermine the identification and decoding of the artist's motives, a conceptual approach designed by Anna Amadio to illuminate moments of chance.

The opening takes place Friday, 28 November from 6 to 8 pm. The artists will be present.

Anna Amadio: 1963 born in Belp, CH, lives and works in Basel

1989-1992 Hochschule für Bildende Kunst HGK Basel; 2004/05 studio Grant New York (formerly P.S.1), Bundesamt für Kultur BAK; 2002 BAZ Kunstpreis Basel und Basler artist's grant / work grant; 1996, 1998, 2000 Eidgenössischer Preis für freie Kunst; 1997/98 Cité Internationale des Arts Paris, sculpture studio of the town of Basel; 1995 artist's grant from the town of Basel; 1994/95 studio grant Montréal, CAN, CMS Stiftung, Basel

Since 1996 numerous solo and group exhibitions in Switzerland and abroad, amongst others Kunsthalle Basel; Kunsthalle Baselland; Centre d'Art Contemporain, Geneva; Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen; Kunstmuseum Thun, Helmhaus, Zürich; Kunstverein Freiburg i.Br.

Franziska Furter: 1972 born in Zürich, CH, lives and works in Berlin

1994-1997 Hochschule für Bildende Kunst HGK Basel; 2008 Cahiers d’Artistes, Pro Helvetia and grant, Alexander Clavel-Stiftung, Riehen; 2007 grant, Neue Aargauer Bank; 2006 work contribution, Kuratorium des Kantons Aargau; 2003 studio grant London, Kuratorium des Kantons Aargau; 2001 Prix Ehinger, Basel; 1999 studio grant Berlin, Kuratorium des Kantons Aargau and studio grant Edinburgh, CMS Stiftung, Basel; 1998 grant for the arts des Kantons Basel-Stadt; 1997 grant, Stiftung Vordemberge-Gildewart; 1996/97 grant, Kuratorium des Kantons Aargau

Since 2000 numerous solo and group exhibitions in Switzerland and abroad, amongst others Kunsthaus Aarau; Kunsthalle Basel; Kunsthalle Baselland; Kunsthaus Langenthal; Kunstmuseum Solothurn; Kunstmuseum Thun; Kunstverein Freiburg i.Br.; Museum Wiesbaden; Volpinum, Vienna

Edit Oderbolz: 1966 born in Stein am Rhein, CH, lives and works in Basel

1996-1999 Hochschule für Bildende Kunst HGK Basel; 2008 studio grant Rotterdam, NL, CMS Stiftung, Basel; 2007 grant of the Kanton Schaffhausen; 2004 Manor art price, Basel; 2003 studio grant Berlin, Stadt Basel; 2002 Credit Suisse price, Schaffhausen

Since 2002 numerous solo and group exhibitions in Switzerland and abroad, amongst others Museum für Gegenwartskunst, Basel; Kunsthalle Basel; Kunsthalle Baselland; Centre PasquArt, Biel; Kunsthaus Langenthal; Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen; Kunstmuseum Thun, Helmhaus, Zürich; Crédac, Ivry-sur-Seine, Paris