Lori Hersberger 'Mystery Poster'

Lori Hersberger 'Mystery Poster'

rocky by lori hersberger

Lori Hersberger

Rocky, 2013

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back by lori hersberger

Lori Hersberger

Back, 2012

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exhibition view by lori hersberger

Lori Hersberger

Exhibition View, 2013

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signed mp by lori hersberger

Lori Hersberger

Signed MP, 2013

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exhibition view 2 by lori hersberger

Lori Hersberger

Exhibition View 2, 2013

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bag day i by lori hersberger

Lori Hersberger

Bag Day I, 2013

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Saturday, September 7, 2013Friday, January 31, 2014


Basel, Switzerland

Season Opening Reception: Saturday 7, 2-5pm

Nach seiner Einzelausstellung "Instant Karma" im Jahr 2012 zeigt Lori Hersberger nun in seiner zweiten Einzelpräsentation "Mystery Poster" räumlich inszenierte Paravents mit zerstörtem Sicherheitsglas, eine Installation mit weißen Neonröhren, sowie neu enstandene Wandobjekte / Skulpturen aus spiegelpoliertem Edelstahl.

Im Schaufenster hat der Künstler eine Konstruktion aus weißen, parallel angelegten Stahlröhren an die Wand installiert, an deren unterem Ende schwarzes Prigmentpulver verpufft. Die Skulptur erinnert an eine Doppelrohrflinte oder an zwei Kanonenrohre. Das glänzende, harte Metall, kombiniert mit dem matten und weichen Farbpulver, kontrastiert den Zustand zwischen Statik und Auflösung.

Im Vorraum ist eine Abfolge von kleinformatigen Schwarzweißfotografien aufgereiht. Die Fotomontagen, zeigen vor allem Darstellungen von Schaufensterpuppen, die mit anderen Motiven überblendet sind. Das Ausgangsmaterial sind Bilder, die der Künstler selbst fotografiert hat, und teilweise eigene Kunstwerke zeigen, oder aus dem Arbeitsprozess entstanden sind. Gegenüber ist eine Wandskulptur platziert, die aus spiegelpoliertem Edelstahl hergestellt ist. Ähnlich zu den bisherigen Arbeitsmethoden der Vakuumisierung von Hersbergers Stahlskulpturen, ist hier dem Körper die Luft nicht entzogen worden, sondern das geschweißte Objekt ist mit Luft aufgeblasen worden, bis das Material sich durch die Aufblähung, in einer Dialektik zwischen Absicht und Zufall, zu einer Air-bag ähnlichen Skulptur versteift, die in seiner Machart nicht wiederholbar ist.
Ein zweites, ähnliches Wandobjekt in dieser Art, und in der gleichen Grösse, ist auch im großen Raum aufgehängt. Im hinteren Teil des Raum ist zudem eine im gleichen Verfahren entstande, größere Wandskulptur installiert, die in seiner länglichen Form an einen Sack assoziiert.
Dominierend im Raum stehen jedoch zwei Glas-Paravents mit zerschlagenem Sicherheitsglas. Eine ähnliche Glasskulptur mit dem Titel "Dystopia Stalker" hat Lori Hersberger kürzlich auf dem Paradeplatz in Zürich installiert, das Werk wird noch bis zum 7. September im Rahmen des Ausstellungsprojektes "Gasträume - Kunst auf öffentlichen Plätzen Zürichs" gezeigt. „Möge sich erfüllen, was begonnen wurde. Mögen sie daran glauben und ihre Leidenschaften verlachen. Denn das, was sie Leidenschaft nennen, ist in Wahrheit nicht seelische Kraft sondern die Reibung zwischen der Seele und der äußeren Welt“ wird in Andrei Tarkowskis Film Stalker von 1979 verkündet. Catherine Hug, Kuratorin am Kunsthaus Zürich, hat zu diesem Werk von Lori Hersberger Werk folgenende Worte formuliert:

"Die paraventartige Anordnung der Panzerglaswände wurde von Hersberger mit der vitalen Geste eines Malers eingeschlagen, was unsere unterdrückte, latente Faszination für die Schönheit der Zerstörung wecken mag. Durch die Begehbarkeit der Installation wird der Betrachter Bestandteil des sich im steten Wechselspiel von Innen und Außen, Inklusion und Ausgrenzung befindenden Gesamttableaus."

Das gesamte Szenario wird durch eine am Ende des Raumes installierte Lichtskulptur aus weißen Neonröhren illuminiert, das im zerschlagenen Glas der Stellwände gebrochen wird, und teilweise Schattenbilder reproduziert, sowie Reflektionen in den Spiegelflächen der Stahlskupturen erzeugt.