Kunsthandel Wolfgang Werner KG

Exploring never stops - Caspar Wolf gewidmet - Wasser Eis Natur, catalogue. Berlin,

Exploring never stops - Caspar Wolf gewidmet - Wasser Eis Natur, catalogue. Berlin,

Saturday, February 11, 2012Wednesday, March 21, 2012


Berlin, Germany

Exploring never stops - Caspar Wolf gewidmet

WASSER EIS NATUR
Kuratiert von Sibylle Kaldewey

ELLEN AUERBACH
GOTTHARD GRAUBNER
THILO HEINZMANN
ARTURO HERRERA
FRÉ ILGEN
BARBARA KLEMM
BERNHARD KORTE
ELAINE LUSTIG COHEN
RICHTER POLKE
GERHARD RICHTER
GERD ROHLING
CASPAR WOLF

Das „Panorama“ des Caspar Wolf Meine erste Begegnung mit Caspar Wolf ereignete sich vor zehn Jahren in der Hamburger Kunsthalle. In der erhellenden Ausstellung „Expedition Kunst“ wurden beispielhaft drei Alpenbilder des Künstlers gezeigt. Unvergessen ist das große „Panorama“, das Grindelwaldtal mit Wetterhorn, Mettenberg und Eiger zeigt. Das war mein „coup de foudre“ zu Wolf. Es folgten Reisen in die Schweiz, zuerst nach Aarau, dann nach Muri und schließlich zu den Landschaften selbst. Es entstand die Idee zu dieser Ausstellung.

Wolf ging als erster Künstler in das Schweizer Hochgebirge und dokumentierte dort malerisch die Natur. Sein Wagnis bestand darin, in ein unerforschtes Gebirgsland zu gehen. Das viel größere Experiment lag jedoch in der künstlerischen Aufgabe, das Monumentale, die Großartigkeit der Bergwelt darzustellen. Von den Elementen Wasser und Eis angezogen, galt sein besonderes Interesse Gletschern und Wasserstürzen. Das führte mich zum Thema „Wasser Eis Natur“.

Meine Widmung an den Maler der Vorromantik ist es, ihm Künstler des 20. Jahrhunderts zur Seite zu stellen. Sie sind wie er „Explorer“, mutige Erforscher, die sich durch das Erproben von Unmöglichem auszeichnen. Ihr Werk ist ständig in Bewegung und ist auf der Suche nach Neuem, Unerforschtem.

Das Wagnis des 21. Jahrhunderts stellt sich anders dar. Der zeitgenössische Künstler begegnet dem Phänomen Natur mit veränderter Blickweise. Längst werden die Alpen überflogen und von oben sind die Gipfel zu sehen, zu denen Wolf mühsam aufgestiegen ist. Die Fotografie ermöglicht es, die Augenblicke festzuhalten, die in seiner Zeit nur mit Skizzen und Notizen dokumentiert werden konnten. Zudem steht eine Fülle von neuartigen Materialien zur Verfügung, die in Struktur und Oberfläche Verfremdungen zulassen – scheinbar widersprüchlich zur Natur.

Trotz des zeitlichen Abstandes von zwei Jahrhunderten, dem erweiterten Wissensstand, trotz ausgefeilter Expeditionsausrüstung hat sich der schöpferische Prozess nicht verändert:
in der Umwandlung, der Sichtbarmachung des inneren Bildes und dem Hervorbringen des noch nicht Vorhandenen in die Welt. Exploring never stops.

Die Ausstellung zeigt dies in einer persönlichen Auswahl.