Dóra Maurer, Esther Stocker: Entfernte Nähe

Dóra Maurer, Esther Stocker: Entfernte Nähe

quod libet 61. no. 469 by dóra maurer

Dóra Maurer

Quod libet 61. no. 469, 2010

Friday, November 22, 2013Friday, January 17, 2014


Bonn, Germany

Dóra Maurer Esther Stocker
ENTFERNTE NÄHE

22. November 2013 - 17. Januar 2014

Vernissage Donnerstag, 21. November 2013, 19.00 Uhr

Einführung Christina Végh, Direktorin Bonner Kunstverein

Es war ein lang gehegter Wunsch von Esther Stocker ein gemeinsames Ausstellungsprojekt mit ihrer Kollegin Dóra Maurer zu realisieren. Mit der Ausstellung 'ENTFERNTE NÄHE' visualisiert die kunstgalerie- bonn nun den Diskurs dieser zwei wichtigen Vertreterinnen der internati- onalen konkreten Avantgarde.
Dóra Maurer ist seit den frühen 1970er Jahren eine der Hauptfiguren der ungarischen Kunstszene. Als Professorin der Akademie der Bildenden Künste in Budapest hat sie die junge Kunst Ungarns stark beeinflusst und prägt diese weiterhin auch durch viele kuratorische Projekte.
Sie hat mit ihren sogenannten 'Displacements', Verschiebungen von far- bigen Rastern, und den daraus entwickelten oder mit ihnen kombinierten 'Quasi-Bildern' einen neuen Bildbegriff ohne vergleichbares Vorbild in der Kunstgeschichte entwickelt. Häufig arbeitet Dóra Maurer mit Perspektivkonstruktionen, die ihren Bil- dern eine starke tiefenräumliche Wirkung verleihen. Mitunter erzielt sie perspektivische Verzerrungen durch die Projektion eines Bildes auf eine gewölbte Fläche.
Diesem Ansatz ist Esther Stocker ganz nahe. In ihrem Werk geht sie vom schwarz-weißen Raster aus, das malerisch umgesetzt und verän- dert wird und das sie in großen Rauminstallationen, die zwischen Male- rei und Plastik angesiedelt sind, perspektivisch erforscht. In den letzten Jahren arbeitet sie vermehrt fotografisch und überträgt das Raster inzwi- schen auch auf plastische Objekte.
Esther Stockers Arbeiten werden international häufig gezeigt. Die kunst- galeriebonn freut sich sehr, dieses Werk erstmalig in einer Ausstellung im Rheinland vorstellen zu können.

Finissage: Donnerstag, 16. Januar 2014, 19 – 22 Uhr