Häusler Contemporary

Hubert Kiecol und Reinhold Krüger 'Nachdem Jetzt Hier Zusammen – Skulpturen und Bilder' (Munich)

Hubert Kiecol und Reinhold Krüger 'Nachdem Jetzt Hier Zusammen – Skulpturen und Bilder' (Munich)

reinhold krüger & hubert kiecol erstpräsentation art cologne 2010

Reinhold Krüger & Hubert Kiecol Erstpräsentation Art Cologne 2010

Friday, June 11, 2010Saturday, July 31, 2010


Munich, Germany

Hubert Kiecol und Reinhold Krüger

Eröffnung: Donnerstag, 10. Juni 2010 von 18 bis 21 Uhr
Einführung in die Ausstellung um 19:30 Uhr
11. Juni –31. Juli 2010
Sommerdrinks am Samstag 31. Juli 2010, von 11 bis 14 Uhr
Die Ausstellung ist noch bis zum 15. August zu sehen

In der Ausstellung »Nachdem Jetzt Hier Zusammen – Skulpturen und Bilder« zeigt Häusler Contemporary nach der Erstpräsentation auf der Art Cologne erstmals das überraschende und provokative Schaffen des deutschen Malers Reinhold Krüger (*1949 – 1989, Bremen). Sein vielschichtiges Werk gilt es neu zu entdecken: aus seinem Nachlass wird eine Auswahl bislang unveröffentlichter Werke aus 3 Jahrzehnten seines Schaffens zu sehen sein.
Die konzeptuelle Malerei von Reinhold Krüger tritt in einen Dialog mit neuen Skulpturen von Hubert Kiecol (*1950, Bremen), dessen Werk zu den bedeutendsten Positionen der deutschen Gegenwartskunst zählt.

Reinhold Krüger (*1949 – 1989, Bremen) studierte an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und war bis zum seinem Tod im Jahre 1989 in Bremen tätig. Das vielversprechende Werk des Künstlers fand durch diese kurze Schaffenszeit bislang nicht die Würdigung, die ihm kraft seiner Qualität in der deutschen Kunst der Gegenwart zukommen sollte.
Die »Sprach-Bilder« Reinhold Krügers zitieren vielschichtige Bedeutungsebenen und stimulieren die Assoziationslust des Betrachters. Meist verwendet der Künstler Begriffe aus der Alltagssprache, oft mit kritischem, provokativem, bisweilen auch ironischem Unterton. Im Zusammenspiel von Text und Bild, Sprache und Bildraum eröffnen sich Bedeutungsebenen von einzigartiger Poesie. Der konzeptuelle Ansatz verbindet Krügers Schaffen mit Vertretern der »Art & Language« Gruppe, wobei sein Werk zutiefst malerisch geprägt ist: Krüger schreibt seine Botschaften nicht – er malt sie in betont handschriftlichem Duktus. Aussagen wie »Geldverdienen ist keine Kunst« (1986) werden somit nicht nur über das Wort sondern gleichermaßen durch Farbe, typografische Gestaltungsmittel sowie durch die Bildkomposition vermittelt. Durch die Verwendung von Sprache fügt Krüger der Sinnlichkeit seiner Malerei eine konkrete gedankliche Ebene hinzu: Die Text-Bild-Relation schafft Bedeutung, Widersprüchlichkeit, Irritation.

Das Interesse an alltäglichen Motiven, aber auch an Sprache manifestiert sich im Schaffen von Reinhold Krüger wie auch von Hubert Kiecol. Beide Künstler waren seit ihrer gemeinsamen Studienzeit in Hamburg befreundet. Während sich das Thema Sprache bei Krüger in den Textelementen auf der Bildebene niederschlägt, setzt Kiecol den Werktitel dazu ein, das Wechselspiel zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit zu unterstützen und weitere Bedeutungsebenen zu eröffnen. Dieses Element tritt in seinen neuesten Arbeiten in den Vordergrund, die Häusler Contemporary exclusiv präsentiert.

Die Arbeiten von Hubert Kiecol (*1950, Bremen) sind geprägt von einer selbstverständlichen Klarheit und erscheinen in ihrer reduzierten Form zeitlos und allgemein gültig. Seit den achtziger Jahren hat Hubert Kiecol ein skulpturales Vokabular entwickelt, das trotz seiner Strenge eine eindrucksvolle Vielfalt aufweist. Kiecol bezieht sich in seinen Werken auf architektonische Formen, wie Treppen, Häuser oder Fenster, die er aus ihrem gewohnten funktionalen Kontext nimmt. Diese Elemente verdichtet der Künstler in verkleinertem Maßstab zu puristisch-reduzierten Skulpturen. Zu seinen bevorzugten Materialien gehört Beton – ein moderner, allgegenwärtiger Baustoff, den er zum künstlerischen Material erhebt.
Hubert Kiecols Arbeiten treten stets in Beziehung zur Architektur und eröffnen im Spannungsfeld zwischen Schwere und Leichtigkeit, Offen- und Geschlossenheit vielfältige Bedeutungsräume.

Neueste Arbeiten wie »Bundesbank« und »Depot« (beide 2010) entwickeln in Ergänzung zur formalen Reduktion einen bildhaften, erzählerischen Schwerpunkt. Dabei eröffnet sich ein breites Bedeutungsspektrum, das eine Vielzahl an Assoziationen für den Betrachter bietet. Durch diese Strategien gewinnen seine Werke eine lakonische Monumentalität, die jedoch nicht überwältigt, sondern ein poetisches Element enthält

Innerhalb der zeitgenössischen Skulptur nimmt Hubert Kiecol seit Jahren eine prominente Stellung ein, die in zahlreichen Museumsausstellungen gewürdigt wurde. Nach dem Saarlandmuseum (2009) zeigt aktuell das Museum für Gegenwartskunst Siegen sein Schaffen vom 18. April bis 22. August 2010 mit der Einzelausstellung »Golden« (museumfuergegenwartskunstsiegen.de/index.php?mid=2).

Für weitere Informationen sowie Bildmaterial wenden Sie sich bitte an Hanna Kaiser: hk@haeusler-contemporary.com

Neue Sommeröffnungszeiten
ab Juni 2010 samstags von 11 bis 14 Uhr geöffnet