Galerie Wilma Tolksdorf

Laurenz Berges // Bernhard Fuchs // Jitka Hanzlová

Laurenz Berges // Bernhard Fuchs // Jitka Hanzlová

untitled by jitka hanzlová

Jitka Hanzlová

Untitled, 1998

Price on Request

obstbäume by bernhard fuchs

Bernhard Fuchs

Obstbäume, 2010

Price on Request

düsseldorf-eller 1 by laurenz berges

Laurenz Berges

Düsseldorf-Eller 1, 1996

Price on Request

Saturday, May 24, 2014Saturday, July 19, 2014
Opening Reception: Friday, May 23, 2014, 7 p.m. (EST)

Hanauer Landstraße 136
Frankfurt am Main, 60314 Germany

(Please scroll down for English version.)

ERÖFFNUNG 23. MAI 2014 19-21 UHR

Galerie Wilma Tolksdorf freut sich eine Auswahl von Arbeiten der Künstler Laurenz Berges, Bernhard Fuchs und Jitka Hanzlová zu präsentieren, die zuvor in einer gemeinsamen Ausstellung im FOTOHOF Salzburg gezeigt wurden. Alle Arbeiten eint der poetische Blick, der sich besonders in der subtilen Lichtchoreografie der Sujets widerspiegelt, sowie das Vermögen der Künstler die spezifische Atmosphäre und das Gefühl des jeweiligen Ortes in das Medium der Fotografie zu transformieren. Die aus dem subjektiven Blickwinkel der Künstler festgehaltenen Szenen des alltäglichen Lebens kondensieren in den Bildern zu allgemeingültigen Aussagen über das menschliche Leben.

In den Jahren 1996 bis 1999 entsteht der Werkzyklus von Laurenz Berges in der weiteren Umgebung von Düsseldorf, Essen und Aachen. Dabei handelt es sich um Vororte im Rheinischen Braunkohlerevier. Während die einzelnen Arbeiten sich durch Ausschnitthaftigkeit und Flachheit auszeichnen, lässt die Werkreihe ein Gesamtbild entstehen, welches weniger mit Nostalgie oder Sentimentalität zu tun hat, sondern vielmehr die typologischen Charakteristika und vor allem die jeweilige farbliche Grundstimmung der Vorstädte herauskristallisieren lässt.

Die Motive für seine Werkreihe "Höfe" fand Bernhard Fuchs in seiner "Herkunftsgegend", im oberösterreichischen Mühlviertel. Die Arbeiten zeigen kleinbäuerliche Betriebe und die umgebende, sich im Wandel der Jahreszeiten verändernde Landschaft. Indem Bernhard Fuchs in diesem Zyklus bewusst auf die Darstellung von Personen verzichtet, rückt er einerseits die Beziehung zwischen Natur und den von Menschen geschaffenen Häusern und Stallungen in den Vordergrund; andererseits thematisieren die Arbeiten die strukturellen und sozialen Veränderungen einer von Bevölkerungsabwanderung gekennzeichneten Gegend.

Jitka Hanzlová beschäftigt sich in ihren Arbeiten nahezu leitmotivisch mit der autobiografisch bedingten Frage nach Identität. In der Werkgruppe "Hier", die 1998 ihren Anfang nimmt und zwischen 2005 und 2010 vollendet wird, widmet sie sich ihrer Wahlheimat Essen und deren Umgebung. Die Aufnahmen von Landschaft, Architektur und Menschen lassen eine Art mentales Portrait vom industriegeprägten Ruhrgebiet entstehen, wobei der doppelte Blickwinkel von Jitka Hanzlová - als Einheimische und Fremde zugleich - stets präsent ist. Dabei entfaltet sich eine wechselseitige Beziehung zwischen der Künstlerin, der fotografierten Umgebung und den Einwohnern, die zu einer Typologie der Region kulminiert: "Hier" ist ein Ort, ist Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

----------------------------------------------------------------------

OPENING 23. MAY 2014 7-9 PM

Galerie Wilma Tolksdorf is pleased to present a selection of works by the artists Laurenz Berges, Bernhard Fuchs and Jitka Hanzlová which were previously exhibited in a collaborative show at FOTOHOF Salzburg. All works have in common the poetical perspective which is particularly reflected in the subtle choreography of light and also in the capacity of the artists of transforming the specific atmosphere and the mood of a certain place into the medium of photography. The scenes of the everyday life taken from the subjective view point of the artists condense into universal statements on human life.

Between 1996 and 1999 Laurenz Berges develops a series of works in the area of Düsseldorf, Essen and Aachen. The photographed places are the peripheries of the brown coal fields in the Rhine area. While the single works are characterized by its fragmentation and flatness, the work cycle as a whole originates an general view which is neither nostalgic nor sentimental, but which instead makes evident the typological characteristics and especially the particular prevailing mood of the suburbs.

Bernhard Fuchs has found the subjects for his series “Farms” in his “point of origin” in Mühlviertel being part of Upper Austria. The works show farms of peasants and the surrounding landscape with its changes throughout the seasons. In this cycle Bernhard Fuchs deliberately avoids the presence of persons. By doing so he emphasizes the connection between the nature and the man-made buildings and stables. The works also refer to the structural and social transformations in an area which is marked by the out-migration of the population.

One of the leitmotifs Jitka Hanzlová deals with in her works is the autobiographical determined question regarding identity. The series “Here” which started in 1998 and was accomplished between 2005 and 2010 is dedicated to her adopted hometown Essen and its surroundings. The images of the landscape, architecture and humans create a kind of a mental portrait of the industrial Ruhr area. However the view point of the artist oscillates between being native and alien at the same time. The alternating relation between the artist, the photographed surrounding and its inhabitants culminates in a typology the region: “Here” is a place, is history, presence and future.