Amparo Sard 'At the Impasse'

Amparo Sard 'At the Impasse'

untitled by amparo sard

Amparo Sard

Untitled, 2009

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untitled by amparo sard

Amparo Sard

Untitled, 2009

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Amparo Sard

Untitled, 2010

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untitled (l-g-029) by amparo sard

Amparo Sard

Untitled (L-G-029), 2010

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untitled (l-g-032) by amparo sard

Amparo Sard

Untitled (L-G-032), 2010

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Friday, September 3, 2010Saturday, October 9, 2010


Düsseldorf, Germany

Die spanische Künstlerin Amparo Sard (* 1973) nutzt für Ihre Arbeit unterschiedliche Ausdrucksmedien: Zeichnung, Video, Installationen und Skulptur. In ihren „Zeichnungen“ bestickt Sard Papier mit Geschichten und gibt plastischen Formen Korpus zur Entweihung der Bidimensionalität der Unterlage. Ein vollkommener Monochromatismus, weiß, an Schweigen und Einsamkeit erinnernd und Themen der Identität und Einschränkung erkundend bzw. erforschend. Indem sie eine einzigartige Form von Pointillismus verwendet, erschafft Sard Werke auf Papier, als auch z.T. raumfüllende Skulpturen aus den unterschiedlichsten Materialien. Ihre Arbeiten bestehen aus tausenden von Nadeleinstichen, durch die komplexe bildliche Darstellungen entstehen die als „ gepixelte Stickereien“ bezeichnet werden können.

“Meine Arbeiten auf Papier”, so Amparo Sard, “können von zweierlei Sichtweisen betrachtet werden. Einerseits erklären die Bilder (Koffer, Rohr, Stuhl, Fliege, Frau, usw.) etwas innerhalb des durch das Papier vorgegebenen Rechtecks. Dies kann von jedem frei interpretiert werden. Aber auf der anderen Seite gibt es die Sprache, der ich mich bediene, eine erhabene Sprache. Es ist eine Sprache, die über das Schöne spricht, die aber auch mit dem Bösen kommuniziert. Die Erfahrung eines unheimlichen Gefühls findet sich beispielsweise dann, wenn etwas lebendig erscheint, aber in Wirklichkeit tot ist, wie beispielsweise bei Wachsfiguren oder Robotern. Oder umgekehrt, wenn etwas am Leben sein sollte, was zum Objekt geworden ist, wie beispielsweise ein amputierter Arm.” Die beunruhigende Fremdheit in Amparo Sards Arbeiten hat etwas – so Freud – mit Verdrängtem und Wiederaufgenommenem zu tun: Das Häuslich-familiäre kann letztendlich nicht seine Pulsdimension und zugleich seine Abgrundsdimension verbergen. Auf Amparo Sards Papierarbeiten und in ihren Videos herrschen nicht gerade fröhliche Spiele vor, sondern Gefahr, Einsamkeit und Stille. Man könnte fast sagen, dass diese Vorstellung nahe am Erfundenen ist. Diese emotionalen Impulse vermögen die makellose Oberfläche zu durchdringen, um mit einem nahezu “fühlbaren” Plädoyer Angst durchschaubar zu machen.

Arbeiten von Amparo Sard befinden sich u.a. in Sammlungen des MOMA, New York, des Guggenheim Museums, New York und der Deutschen Bank, Berlin und New York.

Die Galerie Voss würdigt das Werk von Amparo Sard erstmals in einer Einzelausstellung in Deutschland.