Thomas Florschuetz: Durchsicht

Thomas Florschuetz: Durchsicht

o.t. (wonder valley) #01 by thomas florschuetz

Thomas Florschuetz

o.T. (Wonder Valley) #01, 2010

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Friday, September 21, 2012Saturday, November 17, 2012


Berlin, Germany

Thomas Florschuetz: Durchsicht
Ausstellungsdauer: 22. September - 17. November 2012

Eröffnung: 21. September 2012, 19 - 21 Uhr

DIEHL zeigt exklusiv und erstmalig in Berlin neue Arbeiten von Thomas Florschuetz. In dieser Einzelausstellung mit dem Titel DURCHSICHT werden 8 großformatige Photographien gezeigt (darunter eine dreiteilige Arbeit), die zwischen 2009 und 2012 entstanden. Die Ausstellung bietet dem Betrachter eine Vielzahl an anatomischen Landschaftsbildern und moderner Architektur.
So entstanden z.B. im Jahr 2009 besondere Photographien während der Umbau- und Restaurierungsarbeiten des Neuen Museums unter der Leitung von Sir David Chipperfield. Der obere Gerichtshof in Brasilia von Oscar Niemeyer findet sich unter den Exponaten genauso wie Aufnahmen von Louis Kahn’s Salk Institute in Kalifornien. Florschuetz behandelt die Architektur wie ein Objekt, eine Skulptur mit einem vermenschlichten Körper, mit einer eigenen unverwechselbaren Ästhetik und Physis, losgelöst von seiner eigentlichen Größe oder repräsentativen Funktion als Gebäude. Seine künstlerische Studie erforscht den architektonischen Körper, auf der Suche nach einem persönlichen Zugang, seinem Blick auf das Objekt, der die Eigenschaften und Merkmale des Gebäudes herausarbeitet und hervorhebt. Die Kombination von Linie, Ebene, Textur, Licht und Perspektive.
In dieser Hinsicht sind die Arbeiten von Florschuetz nur entfernt verwandt mit dem was wir als Architektur-Photographie bezeichnen würden. Die schöpferische Quelle seiner künstlerischen Arbeit liegt vielmehr im indirekten Dialog mit großen Architekten der Moderne durch deren gesamtes Oeuvre. In diesem Zusammenhang bietet DURCHSICHT eine etwas andere Perspektive, einen einzigartigen Blick und lädt die Neugierigen ein, einen Blick durch das Künstlerauge zu werfen.

„Wie hier der Bogen zwischen dem Universum und einem Eckzimmer Brasilias geschlagen wird, bauen, so scheint mir, alle Fotografien von Thomas Florschuetz Brücken zwischen winzigen Details und umfassenden Botschaften. Ob er den Rundungsausschnitt eines Jets zum Inbegriff der Flugkraft stilisiert oder die Bauchstütze des Pferdes einer triumphalen antiken Reiterstatue als Metapher der Zerbrechlichkeit allen Lebens sichtbar macht, der Fotograf Florschuetz grenzt aus, um den Blick in verhüllte und verstelle Welten zu öffnen. Ist er ein Architekturfotograf? Unbedingt, denn er legt bloß, was in und jenseits von Volumina und Wänden existiert. Und damit zeigt er mehr als viele Fotografien, die alles zeigen, was ein Gebäude darbietet.“
(Auszug aus dem Katalog IMPERFEKT, Seite 48, „Die Wahrheit des Details“ von Dieter Bartetzko)

Thomas Florschuetz wurde 1957 in Zwickau, Sachsen geboren. Er wuchs in der DDR auf und brachte sich das Photographieren selbst bei. Zwischen 1981 und 1988 lebte er in Ostberlin, bevor er nach Westberlin zog. Seine Arbeiten wurden u.a. ausgestellt im Folkwang Museum, Essen (1987) Recontres d’Arles (1987), im MoMa, New York (1989). Es folgten zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland.

Eine detaillierte Biographie inklusive einer Auflistung aller Ausstellungen ist auf www.galerievolkerdiehl.com einzusehen.