Licht. Dan Flavin, Francois Morellet, Keith Sonnier

Licht. Dan Flavin, Francois Morellet, Keith Sonnier

untitled (to lucie rie, master potter) 1j by dan flavin

Dan Flavin

untitled (to Lucie Rie, master potter) 1j, 1990

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untitled (to annemarie and gianfranco) 4 by dan flavin

Dan Flavin

untitled (to Annemarie and Gianfranco) 4

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Friday, November 29, 2013Saturday, February 15, 2014

Türkenstrasse 16
Munich, Germany

Passend zum Beginn der dunklen Jahreszeit zeigen wir in der Galerie Thomas Modern Lichtobjekte drei international bekannter Künstler, die in ihrer Formensprache den herkömmlichen Skulpturenbegriff erweitern und unsere Räume zum Leuchten bringen. Den Positionen von Dan Flavin, François Morellet und Keith Sonnier wird jeweils ein einzelner Raum gewidmet, so dass die unterschiedlichen künstlerischen Konzepte deutlich werden.

Dan (Daniel Nicolas) Flavin (1933 - 1996 in New York City, USA) zählt mit seinen Lichtobjekten zu den Ikonen der "Minimal Art". Für die Untersuchungen der Wechselwirkungen zwischen Objekt, Licht und Raum in seinem Werk nutzt er industriell gefertigte Materialien und normierte Leuchtkörper in festgelegten Farben, die sich als "neutral" verstandene Werkstoffe von den traditionellen Materialien der Kunst entfernen. Größere Raumkontexte und Architekturensembles bespielt Flavin in den 1990er Jahren u. a. mit seiner Arbeit Untitled (for Ksenija), die 1994 zur Eröffnung des Kunstbaus im Münchner Lehnbachhaus entsteht, 1996 realisiert er im Berliner Museum für Gegenwart im Hamburger Bahnhof eine den Innen- und Außenraum verbindende Lichtinstallation.

François Morellet (geboren 1926 in Cholet, Frankreich) wiederum gilt als einer der wichtigsten Vertreter der geometrischen Abstraktion. Stets auf der Suche nach neuen Materialien beginnt er auf der Biennale in Paris 1963, nach dem Vorbild von Dan Flavin, Neonröhren in sein Werk einzuflechten. Ihn interessieren die spezifischen Eigenschaften der Röhren: die Leuchtkraft, die automatische Schaltung und die maschinelle Herstellung. Seine architekturbezogenen Arbeiten setzen seitdem Akzente in und an öffentlichen Gebäuden weltweit, darunter eine Neoninstallation im Debis-Komplex am Potsdamer Platz in Berlin von 1998.

Keith Sonnier, der jüngste der drei ausgestellten Künstler (geboren 1941 in Mamou, Louisiana, USA), wurde international bekannt durch seine Skulpturen und eindrucksvollen Licht-Installationen aus farbigen Neonröhren. Von der solitären Lichtskulptur entwickelte sich sein Werk hin zu großen permanenten Raum-Licht-Installationen, wie beispielsweise - eines seiner spektakulärsten Werke - die ein Kilometer lange Arbeit Lichtweg auf der Verbindungsebene des Terminal 1 am Münchener Flughafen.