Galerie Ewald Karl Schrade Karlsruhe & Mochental

Uwe Lindau: In einem tiefen kühlen Grunde (1. Obergeschoss)

Uwe Lindau: In einem tiefen kühlen Grunde (1. Obergeschoss)

Sunday, April 6, 2014Sunday, June 1, 2014

Galerie Schrade Schloss Mochental
Ehingen, Donau, Germany

6. April bis 1. Juni 2014
Uwe Lindau
In einem tiefen kühlen Grunde


Einladung zur Eröffnung und zum Besuch der Ausstellung

Die Ausstellung wird am Sonntag, 6. April, 11 Uhr eröffnet.
Es spricht: Julia Uti, Kunsthistorikerin, Karlsruhe

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Galerie Schrade,

an der Malerei des 1950 in Groß-Barnitz geborenen Künstlers Uwe Lindaus fasziniert der expressive malerische Gestus mit vielschichtigem Farbauftrag in leuchtenden, kräftigen Farben. Die Grenzen zwischen Abstraktion und Figuration sind fließend. Auf den ersten Blick wirken die Bilder bunt und chaotisch, beim erneuten Hinsehen erkennt man Struktur und Poesie. Lineare und skripturale Elemente wie auch gezeichnete und geritzte Linien können entdeckt werden. Seine Titel lassen vielfältige Assoziationen zu. Auch die scheinbare Spontanität ist irreführend: Lindaus Bilder sind oft erst nach mehreren Jahren wirklich fertiggestellt.
Ungewöhnlich sind auch die Bildträger: Lindau malt auf Fenster, Bettendbretter und Leinwände mit Öl, Acryl und Kreide. Zur Bearbeitung der Bildträger verwendet er nicht nur den Pinsel, sondern auch Schrubbhölzer, Korken und andere Werkzeuge. Im Mittelpunkt seiner Malerei steht immer der Mensch: Und dem Menschlichen begegnet man in seinem Werk philosophisch und ironisch.
Seit einiger Zeit schafft Lindau auch Skulpturen, die genauso farbig und vielschichtig sind wie seine Bilder.
Lindaus Werk ist fröhlich und nachdenklich zugleich, schwungvoll und immer kurzweilig.

Prof. Wolfgang Hartmann zu Lindaus Malerei: „Uwe Lindau ist ebensowenig ein reiner Abstrakter wie ein bloßer Realist - auf formaler wie auf inhaltlicher Ebene; er ist vielmehr beides, und das in einer für ihn so charakteristischen Durchdringung von Figur und Abstraktion. Es gibt für diese Stilrichtung den Begriff der »Freien Figuration«: das bedeutet, dass das Figürliche zwar erkennbar ist, aber frei, assoziativ-abstrahierend erscheint...“

Über einen Besuch würde ich mich sehr freuen.

Ihr Ewald Schrade