Galerie Rupert Pfab

summer time. Frauke Dannert, Monica Ursina Jäger, Vera Lossau, Helmut Schweizer, Christine Streuli

summer time. Frauke Dannert, Monica Ursina Jäger, Vera Lossau, Helmut Schweizer, Christine Streuli

Saturday, July 30, 2011Friday, September 2, 2011


Düsseldorf, Germany

Frauke Dannert (*1979) präsentiert Collagen, die sie zum Teil bei ihrer Abschlußpräsentation am Goldsmiths College in London gezeigt hat. In ihren Arbeiten verwendet die Künstlerin Architekturelemente aus Zeitschriften, vervielfältigt diese und setzt sie zu abstrakten Gebilden zusammen. In der Wahl der Materialität rekurriert Frauke Dannert ebenfalls auf bautypische Werkstoffe. Sie bezieht Holzplatten, Kupfer- und Pressspannstücke mit ein und misst der Beschaffenheit der Farben und Oberflächenstruktur eine große Bedeutung bei.

Bei dem Diptychon von Monica Ursina Jäger (*1974) wird der Betrachter regelrecht in eine futuristische Landschaft hineingezogen. Die Bildtiefe der großformatige Tuschezeichnung entsteht durch den bewussten Kontrast von Schwarz und Weiß. Licht als Hoffnungsschimmer fällt in die bedrohlich wirkende Dunkelheit. Die menschenleere Szenerie wirft politische und soziale Fragestellungen an unseren Umgang mit den Orten, an denen wir leben auf.

Die skulpturale Installation Vera Lossaus (*1976) spannt sich über den gesamten vorderen Raum. An Drahtschnüren präsentiert sie Boxhandschuhe aus Bronze. Die Wahl der Materialität potenziert den brachialen Akt, die Hängung an der Decke lässt an einen surrealen Boxring denken. Zudem zeigt sie Totenköpfe und den Schädel eines Säbelzahntigers, die während eines Stipendiums in Südafrika entstanden sind.

Helmut Schweizer (*1946) der sich beständig mit den Errungenschaften und Folgen der Wissenschaft auseinandersetzt, bezieht sich in seinen Installationen seit den 60er Jahren auf Atomenergie. Tanz der Atome, so der Titel der Arbeit, kann als Tanz auf dem Vulkan verstanden werden. Die Bedrohung, die von der uns umgebenden Radioaktivität ausgeht, wird deutlich sichtbar. Auf fragilen Laborflaschen, die mit giftgelbem Uranin gefüllt wurden, sind Texte gedruckt, die verdeutlichen, wo Radioaktivität in unserem Alltag eingesetzt wird.

Die großformatigen Gemälde von Christine Streuli (*1975) sind mehrschichtig aufgebaut, wobei sich die Künstlerin der unterschiedlichsten malerischen Verfahren bedient. Sie sprüht, schüttet oder spritzt die Farbe auf die Leinwände oder bedient sich drucktechnischer Verfahren. Sie benutzt Rechen, Schablonen, Kratzer oder andere Gegenstände. Das klassische Malerwerkzeug, den Pinsel, verwendet die Künstlerin selten. Die Biennaleteilnehmerin von 2007 sucht nach neuen Ausdrucksformen in der Malerei, die sich weder eindeutig der Gegenständlichkeit noch der Abstraktion zurechnen lassen.