Oliver Dorfer 'hole in one / the pulpproject' (schultz contemporary)

Oliver Dorfer 'hole in one / the pulpproject' (schultz contemporary)

the pulpproject / para nada 2 by oliver dorfer

Oliver Dorfer

the pulpproject / para nada 2, 2009

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the pulpproject / aservantstale by oliver dorfer

Oliver Dorfer

the pulpproject / aservantstale, 2008

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the cgn-files / knitted landscape (master) by oliver dorfer

Oliver Dorfer

the cgn-files / knitted landscape (master), 2010

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the cgn-files / myfrogheart by oliver dorfer

Oliver Dorfer

the cgn-files / myfrogheart, 2010

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Saturday, January 22, 2011Monday, February 28, 2011


Berlin, Germany

Oliver Dorfer
hole in one / the pulpproject

Eröffnung/opening: Jan 22, 2011 19.00h / 7pm
22.01.11–28.02.11

Der Linzer Künstler Oliver Dorfer liefert uns in seiner ersten Berliner Einzelausstellung mit großformatigen, fast uniform quadratischen Werken ein donnerndes visuelles Multikulti. Er verwendet geschichtete bildnerische Zitate aus verschiedensten Kulturkreisen und fasst diese zu feuerwerksartig geschachtelten Bildsammlungen innerhalb eines Formats zusammen. Es ergibt sich daraus ein kulturelles crossover durch Gefüge und Neukombination von Bildinhalten und Zitaten – die Protokolle eines modernen Kulturnomaden. Rekombination findet hier statt wie im Inbegriff des schöpferischen Denkens – Neu-Zusammenstellung alten Materials, das dadurch eine andere Bedeutung erfährt, was durchaus den kulturellen Gewohnheiten des modernen medienkonsumierenden Individuums entspricht, die eigenen persönlichen Assoziationen immer mit im Gepäck.

Die althergebrachte Technik der traditionellen Hinterglasmalerei ist hier in Umsetzung und Material unzweifelhaft kontemporär ausgeführt, krachend, aber nicht dissonant. Nervosität in der Komposition führt über die strikte Kontrolle des Formats zu Dynamik innerhalb der strengen Form. Das Kontinuum des Formats mit variablen Komponenten ermöglicht dem Künstler dabei den Transfer zwischen seinen Quellen und erleichtert auch Eigenzitate der Bildgegenstände.

Die so erreichte Übertragbarkeit als handlungsfaden unterstreicht den Charakter der Serie. Durch die piktogrammhafte Erscheinung sind die dargestellten Zeichen nicht unbedingt losgelöst vom ursprünglichen Kontext, aber in unterschiedlichen Kulturkreisen lost (and found again) in translation.

Die wenigsten Titel von Oliver Dorfers Werken sind bilderklärend, sie geben zumindest nicht redundant den Inhalt wieder, sondern beziffern vielmehr die Inspiration, die diesem Image zugrunde liegt, oder erinnern an eine während des Arbeitsprozesses für den Künstler selbst augenscheinliche Assoziation.
So impliziert the cgn-files / myfrogheart gleich zwei assoziative Ansätze: die (deutsche) Redensart ‚sei kein Frosch’, und weist darüber hinaus auf die speziellen biologischen Eigenschaften des Amphibienherzens hin – sich während der Wintermonate auf Sparflamme zu schalten um im gefrorenen Teich überleben zu können. Die tatsächlichen Elemente des Bildes auf Hinweise dazu abzusuchen, überlässt der Künstler wieder seinem Komplizen, dem assoziierenden Konsumenten.

Die glatte und hochglänzende Oberfläche hält den Betrachter stets auf respektvollem Abstand zu den Darstellungen – und zieht ihn damit noch stärker in die Verschachtelung der Motive und Inhalte hinein.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.