Emil Nolde 'Farbe ist Kraft. Kraft ist Leben.'

Emil Nolde 'Farbe ist Kraft. Kraft ist Leben.'

frau n (frau ada nolde) by emil nolde

Emil Nolde

Frau N (Frau Ada Nolde), 1911

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selbstbildnis by emil nolde

Emil Nolde

Selbstbildnis, 1911

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Sunday, January 17, 2010Saturday, August 28, 2010


Düsseldorf, Germany

1. Etage / 1st Floor

Emil Nolde
Farbe ist Kraft. Kraft ist Leben
17 January – 28 August 2010

Es ist uns eine große Freude, Sie auf unsere kommende Ausstellung des Werks Emil Noldes aufmerksam zu machen, die wir am Sonntag, den 17. Januar 2010, von 12 bis 14 Uhr in unseren Galerieräumen auf der Königsallee 22 in Düsseldorf eröffnen.

Emil Nolde gilt als einer der herausragenden Künstler des deutschen Expressionismus. Ihm ist es gelungen, den Farben außergewöhnliche Leuchtkraft zu verleihen und seine Emotionen unmittelbar und radikal im Werk auszudrücken. Die Einzelausstellung vereint bedeutende Gemälde, Aquarelle und Druckgraphiken und bietet einen umfassenden Überblick über Noldes vielfältiges Schaffen.

Noldes frühe Sensibilisierung für die Verwurzelung des Menschen in der Natur und die tiefe Verbundenheit mit seiner norddeutschen Heimat sind für seine künstlerische Entwicklung von zentraler Bedeutung. Wie kein anderer Maler seiner Zeit fängt er die Atmosphäre der friesischen Tiefebene mit ihren weiten und einsamen Landstrichen ein und bringt diese in leuchtender Farbigkeit auf den Bildträger auf. Ein überragendes Beispiel ist das zwischen 1920 und 1925 entstandene Aquarell „Marschlandschaft mit Mühle“, welches die Mühle im Licht der Abendstunden virtuos in Szene setzt.

1913/14 nimmt Nolde an einer Expedition in die Südsee teil, die sich prägend auf sein künstlerisches Schaffen auswirkt. Er ist beeindruckt von der Ursprünglichkeit und der natürlichen Ausdruckskraft der dort lebenden Naturvölker und hält seine Eindrücke in zahlreichen Werken fest. Unser Aquarell „Kopf eines Javaners“ zeigt das Antlitz eines jungen Insulaners aus nächster Nähe. Es sticht aus der Reihe der so genannten „Südseeköpfe“ hervor, weil es Nolde gelingt, über das flüchtige Festhalten der äußeren Erscheinung hinaus, einen sehr nahen, beinahe intimen Blick auf den Portraitierten zu werfen.

Manfred Reuther, der Direktor der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde, beschreibt im Katalog zur Ausstellung Noldes druckgraphische Arbeiten als äußerst variantenreich. „Die Vielschichtigkeit von Noldes graphischem Werk reicht von tiefgründiger, erdhafter Schwere bis zu ausdrucksstarker Dramatik und äußerster Raffinesse, zugleich janusgesichtig von unbekümmerter Einfalt, gar spielerischer Leichtigkeit bis ins Abgründige und Unheimlich-Phantastischste.“

Emil Nolde wird 1867 als Emil Hansen im Dorf Nolde in Nordfriesland geboren. Im Anschluss an eine Ausbildung zum Holzschnitzer und nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Flensburg ist er zunächst als Möbelzeichner und Zeichenlehrer tätig. Nach seinem Entschluss, als freischaffender Künstler tätig zu werden, geht er im Jahr 1900 nach Paris, um an der renommierten Académie Julian zu studieren. Zurück in Deutschland lässt er sich mit seiner Frau Ada, die er 1902 heiratet, im deutsch-dänischen Grenzgebiet nieder. Nolde stirbt 1956 in Seebüll.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem einführenden Essay von Prof. Dr. Manfred Reuther, dem Direktor der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde.

Die Eröffnung findet am Sonntag, den 17. Januar 2010 von 12.00 bis 14.00 Uhr statt. Um 12.30 Uhr spricht Dr. Tayfun Belgin, Direktor des Karl-Ernst-Osthaus Museums in Hagen zum Werk Emil Noldes.

Die Ausstellung kann bis zum 28. August täglich von Dienstag bis Freitag von 10-18 Uhr und Samstag von 11-14 Uhr besichtigt werden.