Valery Koshlyakov 'The golden Age'

Valery Koshlyakov 'The golden Age'

tempel by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Tempel, 2006

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artemis by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Artemis, 2006

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göttlicher wagen by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Göttlicher Wagen, 2006

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untitled (salzburg) by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Untitled (Salzburg), 2001

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salzburg in nacht by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Salzburg in Nacht, 2001

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lost-imperium-palast by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Lost-Imperium-Palast, 2006

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wise man by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Wise Man, 2006

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poseidon by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Poseidon, 2006

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der knabe by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Der Knabe, 2006

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jupiter by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Jupiter, 2006

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apollo by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Apollo, 2006

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alexander`s head by valery koshlyakov

Valery Koshlyakov

Alexander`s Head, 2006

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Friday, October 20, 2006Saturday, November 18, 2006


Vienna, Austria

ERÖFFNUNG FREITAG 20. OKTOBER 2006 UM 19 UHR
Valery Koshlyakov ist anwesend.

Zur Eröffnung der Ausstellung sprechen:
Constantin Bokhorov, Kritiker und Kurator, Moskau
Dr. Richard Vornberg, Vorsitzender des Vorstands und Generaldirektor, VTB Bank (Austria AG), Wien
Mag. Barbara Hagen-Grötschnig, Leitung Unternehmenskommunikation, WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group

VALERY KOSHLYAKOV: THE GOLDEN AGE

Ausstellungsdauer: 20.10. - 18.11.2006

„Das Goldene Zeitalter“ als Reflektion des Klassizismus durch Valery Koshlyakov (*1962, RU) ist getragen von einer Sehnsucht, die keine eigentliche Sehnsucht nach einer vergangenen, besseren Zeit ist, sondern ist vielmehr getragen von einer Nostalgie, die dem Klassizismus mit seiner Widerspiegelung metaphysischer Schönheit gilt. Dabei geht es nicht um eine Verklärung des Klassizismus als allgemeine Lösung oder Rezept für das augenblickliche Globalisierungsproblem, das zunehmend eine Zerrissenheit unserer Persönlichkeiten und Identitäten verursacht. Koshliakov versteht seine Verwendung der klassischen Ideale als persönlichen Gegenvorschlag zu den heute propagierten ästhetischen Idealen. Sein „Göttlicher Wagen“ ist eine Einladung an den Betrachter, den Weg zum Olymp zu nehmen, um sich mit einer Erhabenheit der Ästhetik auseinanderzusetzen, die in Russland lange Zeit als eine Art Religionsersatz galt. Die Objekte der klassischen Architektur und die europäischen Kulturdenkmäler dieser Epochen waren während des Sovjet-regimes für die meisten Sovjetbürger bedingt durch das Reiseverbot nicht erreichbar und rückten somit in ein Reich des Doppeltideellen.

Der Himmelswagen erinnert an den antiken Mythos von Phaeton/Helios, den Sonnengott, der als „kleine Sonne“ mit diesem Wagen täglich über das Firmament fährt (als wandernder Abendstern sichtbar). Sein Sohn, der ebenfalls Phaeton heißt, aber nur Halbgott ist, lieh sich diesen Himmelswagen aus und verglühte dabei, weil er sich der Sonne zu stark näherte. Der Wagen ist ein Bild für den Versuch, sich in den Olymp zu erheben, aber auch für das damit verbundene Scheitern. Dass es sich beim Klassizismus - insbesondere in seiner Version des 19. Jahrhunderts - selber um eine Ideologie handelt, rückte bei Koshlykov in den Hintergrund. Koshlykovs „Tempel“, der aus Kartons und Verpackungsmaterial besteht, bedient sich „armer“ Materialien, um ein Gebäude zu erstellen, dass eigentlich niemand als Einzelperson errichten könnte. Eine Metapher eines hinkenden, jedoch grandiosen Versuchs.

Die Überhöhung der Anlitze griechischer Götter, deren Schönheit aus Sicht des Künstlers nicht mit der Schönheit alltäglicher Passanten konkurrieren kann, wird in seinen gesprühten Protraits thematisiert. High and low - unsere heutigen Schönheitsideale sind für Koshliakov entleert und die Thematisierung der antiken Ideale verweisen auf eine Zeit, in der man noch an die Einheit des Guten, Wahren, Schönen glaubte. Ein großartiger, sehnsuchtsvoller Fluchtversuch!
(Sabine Dorscheid)

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Die Galerie Krinzinger und der Künstler danken der russischen Staatsbank VTB und der Wiener Städtischen für die finanzielle Unterstützung, ohne die das Ausstellungsprojekt und der Katalog zur Dokumentation der Arbeiten nicht zu realisieren gewesen wäre.