Drawings and Etchings

Drawings and Etchings

mas de graviers landscape b by robert fry

Robert Fry

Mas de Graviers Landscape B, 2013

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untitled by voldemärs johansons

Voldemärs Johansons

Untitled, 2009–2011

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dresden by franziska klotz

Franziska Klotz

Dresden, 2013

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ohne titel by christian pilz

Christian Pilz

Ohne Titel, 2013

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Saturday, January 25, 2014Saturday, February 22, 2014

Galerie Kornfeld Kunsthandel GmbH & Co KG
Fasanenstr. 26

Berlin, Germany

GALERIE KORNFELD präsentiert DRAWINGS AND ETCHINGS

Reception for the Artists: Sa., 25. Januar 2014, 18-21 Uhr
Laufzeit: 25. Januar - 22. Februar 2014
Ort: Galerie Kornfeld Bureau, Fasanenstr. 26, 10719 Berlin



in der ersten Gruppenausstellung unserer Galerie zeigen wir aktuelle Grafiken von Robert Fry (GB), Voldemars Johansons (LV), Franziska Klotz (D), Christian Pilz (D), Alexander Polzin (D), Susanne Roewer (D) und Michael Wutz (D).

Das Zeichnen als der Ursprung aller grafischen Künste ist eine der ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Die Zeichnung, die sich mit einfachsten technischen Mitteln realisieren lässt, ist bis heute das Medium, welches den Ideen der Künstler am unmittelbarsten Ausdruck verleiht. Als Ideenskizze, Studie oder Vorzeichnung half sie sowohl bei der Umformung von Gesehenem in eine ästhetische Form als auch bei der Entwicklung ambitionierter Kompositionen. Die Radierung und andere im Laufe der Jahrhunderte entwickelte grafische Reproduktionstechniken dienten zunächst vorranging dazu, die zeichnerisch festgehaltenen Ideen zu reproduzieren, um sie mit ihren Künstlerkollegen und einem stetig wachsenden Kreis von Interessierten zu teilen.

In jüngster Zeit hat sich das Medium von seiner dienenden Funktion als Vorzeichnung und Ideenskizze befreit: Zeichnung und Grafik sind autonom geworden. Mit einer repräsentativen Auswahl von Werken auf Papier und Leinwand umreißt unsere Ausstellung die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten sowie die Unterschiedlichkeit der künstlerischen Stilmittel zeitgenössischer Zeichenkunst.

Die Künstler

Im Schaffen von Robert Fry (*1980) nimmt die Radierung breiten Raum ein. Als autonome Kompositionen vereinen die Werke in unserer Ausstellung unterschiedliche Perspektiven und stellen so die gewohnte Wahrnehmung infrage. Der Künstler arbeitet virtuos mit den unterschiedlichen Modi der Kaltnadelradierung, seine Werke wirken zugleich visionär wie realistisch.

Voldemars Johansons (*1980) zeigt eine Gruppe abstrakter Blätter, die einen Grenzbereich zwischen Fotografie und Zeichnung besetzen: mit Hilfe eines starken Lichtstrahls, der durch Prismen und andere Glaskörper gebrochen wird, zeichnet der Künstler abstrakte, dynamische Strukturen auf ein zuvor mit einer speziellen chemikalischen Flüssigkeit getränktes Blatt. Die Linien auf dem Papier verdanken sich den Handbewegungen des Künstlers. Zufällige und kompositionell gelenkte Strukturen vereinen sich.

Franziska Klotz (*1979) zeichnet, um sich sich der eigenen Wahrnehmung bewusst zu werden und diese in bildhafte Kompositionen zu transferieren. Das Medium ist bei ihr beides: vorbereitende Studie und autonomes Kunstwerk. In ihrer farbigen Reduziertheit sind ihre gegenständlichen Zeichnungen von starker visueller Kraft.

Die Zeichungen und Radierungen von Christian Pilz (*1978), der ausschließlich im Bereich der Grafik arbeitet, geben Einblick in visionäre Parallelwelten, die zwischen Zukunft und Vergangenheit angesiedelt scheinen. Die kleinformatigen Radierungen unserer Ausstellung konstruieren mittels feiner Linien Strukturen, die ebenso an Zellen und biologisch Gewachsenes wie an Explosionszeichnungen und damit an von Menschenhand Geschaffenes erinnern. Allen Werken des Künstlers wohnt ein katastrophisches Element inne: die wohldurchdachte kompositonelle Ordnung ist bereits in Auflösung begriffen.

Alexander Polzin (*1973) setzt sich in einer Grafikserie mit dem "Totentanz" von Hans Holbein auseinander. In einem ersten Schritt paraphrasiert er in seinen Monotypien Motive aus Holbeins Holzstichserie. Diese werden gedruckt und in einem zweiten Schritt mit floralen Motiven in roter Farbe übermalt. Die tanzenden Skelette auf seinen Blättern werden von den Blumen in den Hintergrund gedrängt. Das Leben überwindet den Tod.

In den grafischen Werken von Susanne Roewer (*1971) ist die Zeichnung nur ein Element unter vielen. Fundstücke, bedruckte Papiere, Zeichnungsfragmente und farbige (Aquarell-)Malerei verbinden sich bei ihr collagehaft zu einem neuen Bildganzen. Der Betrachter ihrer Blätter ist dazu eingeladen, den teils divergierenden Spuren in ihren Kompositionen zu folgen.

Der deutsche Künstler Michael Wutz (*1979) arbeitet nahezu ausschließlich mit grafischen Techniken. Verlassene Räume, Totenschädel, Figuren mit geschlosenen Augen, die ebenso Schlafende wie Tote darstellen könnten ¬- in seinen Zeichnungen und Radierungen greift der Künstler auf literarische Vorlagen ebenso wie auf die Zeugnisse vergangener und fremder Kulturen zurück.