Rainer Fetting: Pali Gap - Fotografien aus den 80er Jahren und neue Bilder

Rainer Fetting: Pali Gap - Fotografien aus den 80er Jahren und neue Bilder

Thursday, March 21, 2013Saturday, May 25, 2013


Munich, Germany

Eröffnung: Donnerstag, 21. März 2013, 19 - 21 Uhr

Rainer Fetting ist anwesend.

„Pali Gap“ führt in die Welt des Sex, Drugs and Rock‘n’Roll : Jimi Hendrix‘ legendäres fünfminütiges Gitarrensolo gibt der aktuellen Ausstellung von Rainer Fetting in der Galerie Karl Pfefferle ihren Titel. Die Gegenüberstellung von New York Fotografien aus den frühen achtziger Jahren mit neuesten, größtenteils auf Sylt entstandenen Leinwandbildern erzeugt einen Spannungsbogen, in dem sich das gesamte Schaffen Rainer Fettings (*1949) widerspiegelt.

Eine von Rainer Fetting getroffene Auswahl bisher unveröffentlichter Fotografien, zeigt den Blick des jungen Künstlers auf eine Stadt, in der damals alles möglich zu sein schien: das New York einer ausschweifenden Subkultur, in der Andy Warhol mit seiner factory die Kunstwelt revolutionierte und in dessen Nachtclubs Bands wie Velvet Underground oder The police für einen gig auftraten. Die Fotografien Fettings sind ungestellt, fangen den pulsierenden Rhythmus der Großstadt in ihrer beschleunigten Rastlosigkeit ein. Häufig sind sie in ihrer Unschärfe betont malerisch. Zentrale, immer wiederkehrende Motive wie die allgegenwärtigen taxicabs, wurden von Fetting in energiegeladene Gemälde übersetzt, die heute Ikonen der Malerei der achtziger Jahre sind. Seine Bilder sind durchdrungen vom Sound des Punk, des heavy metal und des nie abreißenden Lärms der Metropole. Es geht um ein gewaltiges Lebensgefühl, glühend, voller Unruhe und Wucht. Wenn Fetting heute die Musik-Helden seiner frühen Tage als Erscheinungen in sein Atelier auf Sylt holt, dann erzählt er keine Anekdoten, sondern thematisiert immer auch das Malen selbst: seine Gemälde sind erfüllt von einer vibrierenden Energie, einem Kraftfeld, das sich beim Hören von harter Musik synästhetisch in Farbräusche und gestisch bewegte Pinselstriche überträgt. Sie sind – so wie die Noten bei Hendrix – unzögerlich und mit großer Schnelligkeit, aber dennoch mit absoluter Sicherheit und Konzentration gesetzt.