Galerie Henze & Ketterer & Triebold

Expressionismus, insbesondere Brücke

Expressionismus, insbesondere Brücke

sitzende, von blattwerk umgeben (helle fassung) by otto mueller

Otto Mueller

Sitzende, von Blattwerk umgeben (helle Fassung), 1923

Price on Request

Saturday, June 5, 2010Saturday, August 21, 2010


Riehen, Switzerland

Expressionismus, insbesondere „Brücke“
Kubach-Kropp: Steinskulpturen
5. Juni – 21. August 2010

„Mit dem Glauben an Entwicklung an eine neue Generation der Schaffenden wie der Geniessenden rufen wir alle Jugend zusammen und als Jugend, die die Zukunft trägt, wollen wir uns Arm- und Lebensfreiheit verschaffen gegenüber den wohlangesessenen älteren Kräften. Jeder gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht das wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt.“

1905 gründen die Architekturstudenten der Technischen Hochschule in Dresden Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff die Künstlergruppe „Brücke“. Emil Nolde, Max Pechstein, Cuno Amiet und Otto Mueller treten der Künstlergruppe später bei, sowie eine beträchtliche Anzahl an Passivmitgliedern. 1911 übersiedelt die Künstlergruppe nach Berlin und löst sich dort 1913 wieder auf.

Der im Programm der „Brücke“ geäusserte Aufruf, sich von der Tradition zu befreien, um ohne Zwänge arbeiten und sich äussern zu können, war ein notwendiger Befreiungsschlag gegenüber den akademischen Lehren und Vorstellungen. Dieser war durchaus extrem und führte zu einer völlig neuartigen künstlerischen Ausdrucksweise. Die Mitglieder der Künstlervereinigung arbeiteten sehr eng miteinander während dieser acht Jahre. Sie teilten Ateliers, schlossen sich mehrmals zu intensiven Malaufenthalten zusammen, brachten gemeinsam jährliche Graphikmappen heraus und nahmen an Gruppenausstellungen im In- und Ausland teil. Obwohl sich bei einigen von Ihnen besonders während der „Brücke“-Zeit grosse Übereinstimmungen im Schaffen beobachten lassen, bewahrten die Künstler weitgehend ihre Eigenständigkeit. Und gerade diese Bewahrung der Individualität machte es möglich, dass nach der Auflösung der Künstlervereinigung, die sich eben nicht einen gemeinsamen Stil, sondern die Freiheit der künstlerischen Äusserung zum Ziel gesetzt hatte, ein jeder seine eigene künstlerische Sprache weiterentwickeln konnte.

Nach verschiedenen Ausstellungen zu den zeitgenössischen Künstlern unserer Galerie greifen wir zeitgerecht zur Art Basel 2010 auf unser klassisches Programm zurück und zeigen die Fortsetzung der Ausstellungsreihe „Expressionismus, insbesondere „Brücke“. Gezeigt werden wieder eine exklusive Auswahl an Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgraphik von Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Hermann Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff als Mitglieder der Künstlergruppe „Brücke“. Zu den Höhepunkten der diesjährigen Ausgabe zählen unter anderem die Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner „Weg zur Staffel“ (1919) und „Harem“ (1922).

Begleitend zeigen wir eine Ausstellung zu den Steinskulpturen von Kubach-Kropp. Wie bereits die Eltern widmet sich Livia Kubach (geb. 1966) gemeinsam mit ihrem Ehemann Michael Kropp (geb. 1960) der Steinbildhauerei in Bad Münster am Stein. Wurden bei Kubach-Wilmsen sämtliche Gesteinsarten unter dem künstlerischen Ziel, den Stein und seine Eigenschaften zu ergründen, durchdekliniert, konzentrieren sich Kubach-Kropp auf dunkle Sorten, vorzüglich Granit aus unterschiedlichen Regionen der Erde. Ihre gestalterische Umsetzung mündet aber genauso in Werken jeden Ausmaßes, von kleinsten Handschmeichlern bis hin zu monumentalen Skulpturen für den Außenbereich.

Oftmals wird die ursprüngliche Form des Blockes in einer handwerklichen Perfektion aufgelöst. Anstelle von Material und Masse werden neben Oberflächenstrukturen und Farbe zunehmend Leere, Licht, Schatten zu bestimmenden Gestaltungselementen. Verschiedene Steinsorten werden kombiniert, verschiedene Teile durch Bohrkerne miteinander verbunden. Dies führt zum kinetischen bzw. akustischen Aspekt der Arbeiten: Die Steinskulpturen von Kubach-Kropp fordern den Betrachter auf, aktiv zu werden, die Skulpturen zu berühren, sie in Bewegung zu setzen, zum Klingen zu bringen oder ihre Zusammensetzung neu zu strukturieren. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.kubach-kropp.de.

Den aktuellen Katalog Nr. 79 „Expressionisten, insbesondere die Maler der „Brücke“ können Sie für CHF 20,- (EUR 15,-) zzgl. Porto über uns bestellen.

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Expressionism – especially “Die Brücke”
Kubach-Kropp: Stonesculptures
5th June – 21st August 2010

“With faith in progress and in a new generation of creators and spectators we call together all youth. As youth, we carry the future and want to create for ourselves freedom of life and of movement against the long-established older forces. Everyone who reproduces that which drives him to creation with directness and authenticity belongs to us.” (Quoted from: Charles Harrison and Paul Wood, Art in Theory 1900-2000, Blackwell Publishing, 2002)

In 1905, the students of architecture at the Dresden Technical School, Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner and Karl Schmidt-Rottluff founded the artists’ group “Die Brücke”. Emil Nolde, Max Pechstein, Cuno Amiet and Otto Mueller joined the group some time later, as did a remarkably large number of non-active supporting members. The group moved to Berlin in 1911, but then broke up two years later, in 1913.

The group’s programmatic plea for “freedom of life and of movement“, for liberation from tradition, was a necessary reaction against prevailing academic teachings and notions. It was an extreme reaction and one that led to the development of a completely new form of artistic expression. The members of the group worked together very closely during the eight years of its existence. They shared each other’s studios, joined each other on many an intensive painting excursion, jointly produced annual portfolios of their prints and took part in group exhibitions both in Germany and abroad. Although their work manifested considerable similarities, especially during the “Brücke” years, they largely retained their individuality of style. Indeed, it was precisely this individuality, this absence of any common style but rather the group’s emphasis on absolute freedom of artistic expression, that enabled each one of these Brücke artists to continue to develop his own characteristic language of form after the group’s ultimate dissolution.

Following various exhibitions of the works of the contemporary artists represented by our gallery, we are now returning – in time for Art Basel 2010 – to our classical programme of exhibitions entitled Expressionism – especially “Die Brücke”. We shall again be showing an exclusive selection of the oil paintings, watercolours, drawings and prints of Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde, Hermann Max Pechstein and Karl Schmidt-Rottluff as members of “Die Brücke”. Among the highlights of this year’s exhibition will be Ernst Ludwig Kirchner’s paintings “Weg zur Staffel” (1919) and “Harem” (1922).

At the same time we are presenting an exhibition of stonescultpures by Kubach-Kropp. As already the parents of Livia Kropp (born 1966) together with her husband Michael Kropp (born 1960) she is dedicating her work to sculpting in Bad Münster am Stein (DE). Kubach-Wilmsen considered different sorts of rocks for their art. Kubach-Kropp stick to dark stones, especially granite from all over the world, and transfer it to designs in all sizes, from smallest pieces up to monumental outdoor sculptures.

Often the original form of the block is broken up with artisan perfectness. In place of material and weight not only surface texture and colour are creative elements but especially void, light and shadows. Different sorts of rocks are combined, different parts are connected by using cores. Which leads to the kinetic and acoustic aspect of the works: Sculptures by Kubach-Kropp invite their viewer to galvanise, to touch the stones, to move them and to make them sound or to puzzle them into a new composition. For more information please have a look: www.kubach-kropp.de.