Franz Gertsch 'Holzschnitte'

Franz Gertsch 'Holzschnitte'

silvia blau in blau by franz gertsch

Franz Gertsch

Silvia Blau in blau, 2002

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gelber enzian türkis by franz gertsch

Franz Gertsch

Gelber Enzian Türkis, 2003

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gelber enzian blau by franz gertsch

Franz Gertsch

Gelber Enzian Blau, 2003

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bagatelle i<br>waldweg mittelblau by franz gertsch

Franz Gertsch

Bagatelle I
Waldweg Mittelblau,
2002

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Thursday, May 26, 2011Friday, July 15, 2011


Zurich, Switzerland

Eröffnung: Donnerstag 26. Mai 2011, 17-20 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Franz Gertsch, Holzschnitte

Parallel zur Ausstellung im Kunsthaus Zürich Franz Gertsch – Jahreszeiten, Werke von 1983 bis 2011 zeigt die Galerie Haas AG vom 26. Mai bis 15. Juli 2011 Franz Gertsch - Holzschnitte.

Franz Gertsch ist der bekannteste realistische Maler der Schweiz. Er malt monumentale fotorealistische Bilder und fertigt großformatige monochrome Holschnitte an. Wie sehr seine Arbeiten geschätzt werden, zeigt der Verkauf eines seiner Werke im letzten Jahr in New York für weit mehr als 2 Millionen Schweizer Franken. Doch viel mehr weiß man von Franz Gertsch nicht. Er ist ein diskreter Mensch, der nicht viel Aufhebens von sich macht.

Franz Gertsch wurde 1930 in Möringen im Kanton Bern geboren. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet er in Rüschegg. Zu seinem realistischen Malstil fand der Maler 1969, die Idee zu den Holzschnitten entstand 1986, als Gertsch in Basel gemalten Frauenporträts ausstellte und plötzlich merkte: «Vier grossformatige Porträts in einem Raum, die einen anschauten, das war zu intensiv.» Mit der Holzschnitttechnik konnte Gertsch in den folgenden Jahren etwas Intensität wegnehmen, die Frauengesichter wurden «fast verschleiert, aber hinter dem Schleier blieb diese Präsenz.» Dazu kam, dass sich mit dieser Technik auch die schon länger herbeigesehnte Monochromie des Bildes verwirklichen liess – Bilder nur in einem Farbton. So entstehen die einfarbigen Holzschnitte von Franz Gertsch in immer wieder neu auszulotenden Farbpigmenten, die ihre Faszination mit ausmachen.
Mit 14 Holzschnitten zeigt die Galerie Haas AG Zürich einen Überblick über das motivische und farbliche Spektrum von Gertschs druckgrafischem Werk. Sowohl Frauenporträts, als auch Landschaften und Landschaftsdetails werden gezeigt. Der Künstler, der seine Motive aus seiner Umgebung nimmt, beschäftigt sich bis zu einem Jahr mit einem Holzschnitt und ist sich bewusst, dass jeder seiner Lichtpunkte mit dem Hohleisen, also jede seiner Einstiche eine Sekunde seines Lebens beansprucht.

Die Arbeiten werden dann auf eigens für den Künstler in Japan hergestellten Papieren im Handdruckverfahren hergestellt und zwar mit konvexen Glaslinsen in langwierigen Einzelschritten, meist mit Hilfe eines Assistenten und seiner Frau Maria.
Solange sich Gertsch mit einem Werk beschäftigt, ist er völlig von seiner Arbeit und dem Motiv absorbiert, ja er nimmt teilweise deren Wesen an, wie er sagt. Nach Vollendung des Drucks lässt er uns, den Betrachtern den Vortritt und zieht sich wieder in den Hintergrund zurück.

Zur Ausstellung bei der Galerie Haas erscheint ein Katalog mit 40 Abbildungen und einem einleitenden Text.