Galerie Commeter / Persiehl & Heine

Stephan Heggelke: Reiz der Stille (Galerie Commeter)

Stephan Heggelke: Reiz der Stille (Galerie Commeter)

Bergstr. 11Hamburg, Germany Wednesday, August 15, 2012Saturday, September 15, 2012

Bergstr. 11
Hamburg, Germany
Wednesday, August 15, 2012Saturday, September 15, 2012

Stephan Heggelke

“Funk is about what you don't play.” Mit diesem Zitat des amerikanischen Saxophonisten Marceo Parker umschreibt Stephan Heggelke sein künstlerisches Schaffen - Gemälde die ihren großen Zauber im Nicht-Sichtbaren entfalten und gleichzeitig hoch dekorative Portraits betörend schöner Frauen sind, japanischer Geishas. Heggelke lockt uns damit auf die Spur einer Japanbegeisterung, die sich in der Moderne immer wieder in die europäische Kunst eingebrannt hat und auch in der Gegenwartskunst ungebrochen weiter wirkt. Die Frauen in ihren farbenprächtigen Kimonos bleiben in diesen Bildern Verheißung und Verlockung zugleich. Ihre Schönheit und Anmut ist der Ausdruck einer perfekten Illusion, die sich aber nur in unserer Phantasie vollenden kann, denn sie haben sich uns ab- und einer Welt zugewandt, die wir für uns selbst entdecken müssen. Sie öffnen uns dadurch den Blick für das Verborgene, das Geheimnis, die Stille, einen Ort, der auf uns selbst zurückweist, einen Ort, an dem die Zweifelsfälle des Lebens aufgehoben sind in der Gewissheit, dass es keine Gewissheit gibt, noch nicht einmal für einen Augenblick. Die Form ist sichtbar, doch das Erhabene, das uns Anrührende und Bewegende können wir, frei nach Kant, in diesen Bildern für uns selbst finden. Und das ist doch eine große Freiheit.

Stephan Heggelke, 1963 in Hamburg geboren, studierte an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und erhielt 1992 den Xaver Fuhr Preis. Er wird seit 1996 durch die Galerie Commeter in Hamburg vertreten.