Vincent Fecteau (Fasanenstr. 30, 10719 Berlin)

Vincent Fecteau (Fasanenstr. 30, 10719 Berlin)

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Invitation

Wednesday, September 12, 2012Saturday, October 20, 2012


Cologne, Germany

Vincent Fecteau

14. September 2012 – 20. Oktober 2012
Eröffnung am Freitag, 14. September, 2012
19.00-21.00 Uhr

Wir freuen uns mit dieser Ausstellung die zweite Einzelausstellung von Vincent Fecteau in der Galerie Buchholz ankündigen zu dürfen, die erste Einzelausstellung des Künstlers in Berlin.

Vincent Fecteau (*1969, lebt in San Francisco) arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre an Skulpturen, die zunächst aufgrund ihrer räumlichen Anmutung und der verwendeten Materialien (Karton, Kapa Board, gefundene Objekte), ihrer Maße und nicht zuletzt durch die von ihm favorisierte Präsentation auf Display-Tischen an rätselhafte Architekturmodelle erinnerten.
Seit Anfang der 2000er Jahre verwendet Vincent Fecteau fast ausschließlich Papier-Mâché. Die Skulpturen haben sich seitdem mehr und mehr von einem definierbaren Raumbezug entfernt und zu komplizierten, in sich verstrickten Einheiten entwickelt.
In den letzten Jahren war Vincent Fecteau außerdem dazu übergegangen, seine Skulpturen auch auf Sockeln zu präsentieren, wodurch sie noch deutlicher von einem ambivalenten Modellcharakter distanziert werden, ohne diesen vollständig aufzugeben. 2010 zeigte Vincent Fecteau einen Zyklus von Skulpturen, den er mit speziellen Hängevorrichtungen so an den Wänden des Ausstellungsraum installierte, dass Vorder- und Rückseite, Oben und Unten reversibel wurden. Die Arbeiten wurden während ihrer Ausstellung umgehängt und so von unterschiedlichen Seiten gezeigt.

Bislang arbeitete Vincent Fecteau stets an einer Gruppe von Skulpturen zur gleichen Zeit und über einen längeren Zeitraum hinweg. Seine Formen entstehen aus dem Umgang mit dem Material und nur selten und ansatzweise anhand vorkonzipierter Ideen oder Skizzen. Bedingt durch das verwendete Material ging der Entstehungsprozess in der Vergangenheit stets von einer Kernform aus, beispielsweise einem aufblasbaren Ball oder auch Kisten, die mit Schichten von Papier-Mâché überzogen wurden. Diese ersten Schichten wurden abgelöst, zerteilt, neu zusammengesetzt und so zum Ausgangspunkt zahlreicher weiterer Form-Modifikationen, bis das endgültige Erscheinungsbild der Skulptur erreicht war.
Auch die Einfärbungen der Skulpturen durchlaufen unterschiedliche Stadien. Zu bemerken ist hierbei, dass Vincent Fecteau seine Skulpturen weniger bemalt als vielmehr anstreicht, so wie man Wände oder Räume streicht. Dafür werden zumeist relativ gedämpfte, stumpfe Dispersionsfarben verwendet. Räumliche Effekte, Schatten oder auch zugelassene Beschmutzungen scheinen dabei dem Repertoire der Bühnenbildmalerei zu entstammen.