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Stephan Kaluza 'System and Utopia' (schultz contemporary)
    Apr 27 - May 24, 2011

Insystem
Stephan Kaluza
Insystem, 2011
 
Rhineproject (detail 4)
Stephan Kaluza
Rhineproject (detail 4), 2006-2011
 
 
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Stephan Kaluza 'System and Utopia'

27. April bis 24. Mai 2011

In seinen fotografischen Arbeiten komprimiert Stephan Kaluza komplexe Objekte oder geografische Räume, indem er mehrere tausend Fotografien eines Objekts lückenlos horizontal zu einem einzigen Foto aneinanderreiht. Ihn interessieren das Prinzip der Serie und dabei die Frage, wie die Komprimierung von vielen Einzelbildern zu einem Bild den Gegenstand für den Betrachter auf eine neue Art sichtbar macht. Für das Rheinprojekt (complexe 1- rhein) fotografierte der Künstler über acht Monate in 21449 Einzelbildern das linke Rheinufer von der Quelle am Piz Badus in der Schweiz bis zur Mündung in Rotterdam - eine Strecke von 1720 Kilometern – im Minutentakt. Daraus entstanden ist ein vier Kilometer langes, 15 cm hohes vollständiges Bild des Flusses bei dem die räumliche Tiefenwirkung aufgehoben ist. Neben der Komprimierung des fotografischen Raumes, leistet der Künstler auch eine Komprimierung von Zeit. Frühling, Sommer und Herbst scheinen gleichzeitig stattzufinden. Kaluza ermöglicht dem Betrachter eine Sicht, die über das hinausgeht, was der Mensch mit bloßem Auge erfassen kann. Er macht den Fluss auf einzigartige Weise als Ganzes erfahrbar. Auf diese Weise entstanden auch Bilderreihen zur Themse und zur (unsichtbaren) Berliner Mauer.

In seinen Bildstücken wiederum, erzählt Stephan Kaluza Geschichten. Am Anfang steht ein textliches oder bildnerisches Konzept, welches, wie im Theater durch Darsteller in einem Bühnenraum umgesetzt wird. Diese Inszenierung wird von Stephan Kaluza mittels einer zentral positionierten Kamera im Sekundentakt aufgenommen. Die so ent-standenen, mehrere tausend Fotografien werden im An-schluss zu narrativen Bildrei-hen aneinandergesetzt. Die Handlungen der Protagoni-sten gehen so rhythmisch ineinander über und entwickeln einen Handlungs-ablauf. Obwohl die Arbeits-weise filmisch wirkt, sieht Kaluza seine Arbeiten eher als einen Bildraum, in dem die einzelnen Szenen ineinandergreifen. Jedes Bild kann aber auch durch seine individuelle Aussage für sich allein stehen. Stephan Kaluza wurde 1964 in Bad Iburg im Teutoburger Wald geboren. Nach der Ausbildung an der Düsseldorfer Kunstakademie studierte er Philosophie und Kunstgeschichte. Der Künstler lebt und arbeitet in Düsseldorf.

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