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Back to the Future / Zurück in die Zukunft    Aug 25 - Oct 15, 2011

Ohne Titel
Lucia Coray
Ohne Titel, 1983
 
  
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Neue Ausstellung zur Saisoneröffnung der Zürcher Galerien (Innenstadt)

Back to the Future / Zurück in die Zukunft

Künstler – 6 Werdegänge – 6 Highlights
mit Lucia Coray, Maria Eitle-Vozar, Dieter Kränzlein, Esther Roth, Judith Trepp und Peter Wechsler

25. August - 15. Oktober 2011
Vernissage: 25. August 17-20 Uhr - Einführung von Professor Helge Bathelt um 19 Uhr
Die Künstler sind anwesend

Ute Barth lädt Sie ein auf eine Zeitreise: Back to the Future / Zurück in die Zukunft! Werke von 6 Künstlerinnen und Künstlern der Galerie - progressiv, wegweisend und avantgardistisch - aber aus der Frühzeit ihres künstlerischen Schaffens. Topaktuell und doch nicht von heute, wie soll das gehen? In beständiger Auseinandersetzung mit dem eigenen Werk, angetrieben von der Suche nach neuen Formen und Inhalten, streben diese Künstler nach steter Entwicklung und sind ihrer Zeit immer einen Schritt voraus. Auch im heutigen Kontext wirken ihre 10-, 20- oder 30-jährigen Werke noch frisch und aktuell.

Lucia Coray (*1957) befasst sich bereits in den 80ern mit der grafischen Inszenierung und Abstrahierung der menschlichen Form. In ihren Bildern reiht sie bevorzugt Gesichter in schier unendlicher Zahl aneinander. Im Laufe der Zeit werden die Werke farbiger und unbeschwerter, die Thematik des repetitiven Menschen in seiner Massenhaftigkeit aber bleibt und ist heute aktueller denn je.

Verdichtete Bleistiftstrukturen und gestische Kreidelinien kennzeichnen Peter Wechslers (*1951) Werk. Seine Zeichnungen übersetzt er in verschiedene Medien wie Kaltnadelradierungen und zuletzt sogar Glas. Vor über 30 Jahren von Zürich nach Wien ausgewandert, fasziniert ihn zunächst die Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Später befasst er sich intensiv mit Rothko, Hans Hartung und Henri Michaux. In der Ausstellung zeigen wir insbesondere Werke aus seiner frühen Wiener‐Zeit (70er und 80er Jahre), in denen die unverwechselbaren, gitterartigen Strukturen bereits erkennbar sind.

Auch die New Yorkerin Judith Trepp (*1941) arbeitet mit linearen Formen, jedoch reduzierter und tänzerischer. Sie lebt und arbeitet seit vielen Jahren in der Schweiz und reist regelmässig nach Japan, New York und Indien. In ihrem Frühwerk dominieren Farbflächen ‐ mal kräftig, mal fein nuanciert ‐ durchbrochen von geometrischen Figuren. Die Flächen und Linien werden im Laufe der Zeit zunehmend reduziert, die Formen und Farben finden schliesslich in minimalistischen, schwarzen Linien einen Höhepunkt. Die aktuelle Ausstellung bietet eine einmalige Gelegenheit, die Ausgangswerke dieser Entwicklung zu sehen.

Der Stil der Zürcherin Esther Roth (*1943) findet von der gestischen Malerei der 70er Jahre im Laufe der Zeit zu einem von Ruhe und Regelmässigkeit geprägten Ausdruck. In unserer Zeitreise zeigen wir ihre vom Abstrakten Expressionismus der New Yorker Schule beeinflussten Bilder. In den 90er Jahren verändern Aufenthalte in Indien und Nepal ihre Arbeit nachhaltig. Auf das Gestische folgt die Reduktion. Agnes Martin wird eines ihrer grossen künstlerischen Vorbilder.

Schon vor 20 Jahren hat sich Maria Eitle‐Vozar (*1952 ) einem Thema gewidmet, das heute allgegenwärtig ist: Hörner, Geweihe, Krallen – Fragmente einstiger Lebewesen – beflügeln die Gedanken, inspirieren die Fantasie und motivieren Erzählungen und Legenden. Ihre Arbeiten fertigt die in Zürich wohnhafte Künstlerin bevorzugt aus Ton: Von Ton‐Leitern, eine Spielerei mit der wortwörtlichen Bedeutung des Materials Ton und des Tons in der Musik, bis zu tönernen Schrifttafeln reizt sie dieses Material bis zur statischen Limite aus.

Der Stuttgarter Bildhauer Dieter Kränzlein (*1962) spielt in seinen Skulpturen mit dem Gegensatz von Material und optischer Erscheinung. Schon in seinen frühen Arbeiten fräst er feine Strukturen in massive Muschelkalk‐Blöcke, wodurch beinahe zeichenhafte, entmaterialisierte Skulpturen entstehen. Eine Ziehharmonika, die in Bewegung zu sein scheint und noch leise Musik spielt oder scheinbar übereinander geschichtete Platten, die statisch unmöglich so verharren könnten, überraschen den Betrachter und fordern die Wahrnehmung heraus.

Die sechs gezeigten Künstler und Künstlerinnen sind heute etabliert und in Museen oder ausgewählten Sammlungen vertreten. Die Ausstellung „Back to the Future“ zeigt eine bedeutende Momentaufnahme aus ihrer künstlerischen Geschichte. Dabei wird klar: Die Arbeiten überraschen auch noch nach zehn, zwanzig oder dreissig Jahren. Gute Kunst ist zeitlos, immer aktuell und spannend für uns Betrachter.

Besteigen Sie die Zeitmaschine - Kunstgeschichte hautnah - die Künstler werden bei der Vernissage am 25. August alle anwesend sein!

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