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Neue Ausstellung zur Saisoneröffnung der Zürcher Galerien (Innenstadt)
Back to the Future / Zurück in die Zukunft
Künstler – 6 Werdegänge – 6 Highlights
mit Lucia Coray, Maria Eitle-Vozar, Dieter Kränzlein, Esther Roth, Judith Trepp und Peter Wechsler
25. August - 15. Oktober 2011
Vernissage: 25. August 17-20 Uhr - Einführung von Professor Helge Bathelt um 19 Uhr
Die Künstler sind anwesend
Ute Barth lädt Sie ein auf eine Zeitreise: Back to the Future / Zurück in die Zukunft!
Werke von 6 Künstlerinnen und Künstlern der Galerie - progressiv, wegweisend und
avantgardistisch - aber aus der Frühzeit ihres künstlerischen Schaffens.
Topaktuell und doch nicht von heute, wie soll das gehen? In beständiger
Auseinandersetzung mit dem eigenen Werk, angetrieben von der Suche nach neuen
Formen und Inhalten, streben diese Künstler nach steter Entwicklung und sind ihrer
Zeit immer einen Schritt voraus. Auch im heutigen Kontext wirken ihre 10-, 20- oder
30-jährigen Werke noch frisch und aktuell.
Lucia Coray (*1957) befasst sich bereits in den 80ern mit der grafischen Inszenierung und Abstrahierung
der menschlichen Form. In ihren Bildern reiht sie bevorzugt Gesichter in schier unendlicher Zahl
aneinander. Im Laufe der Zeit werden die Werke farbiger und unbeschwerter, die Thematik des
repetitiven Menschen in seiner Massenhaftigkeit aber bleibt und ist heute aktueller denn je.
Verdichtete Bleistiftstrukturen und gestische Kreidelinien kennzeichnen Peter Wechslers (*1951) Werk.
Seine Zeichnungen übersetzt er in verschiedene Medien wie Kaltnadelradierungen und zuletzt sogar
Glas. Vor über 30 Jahren von Zürich nach Wien ausgewandert, fasziniert ihn zunächst die Wiener Schule
des Phantastischen Realismus. Später befasst er sich intensiv mit Rothko, Hans Hartung und Henri
Michaux. In der Ausstellung zeigen wir insbesondere Werke aus seiner frühen Wiener‐Zeit (70er und
80er Jahre), in denen die unverwechselbaren, gitterartigen Strukturen bereits erkennbar sind.
Auch die New Yorkerin Judith Trepp (*1941) arbeitet mit linearen Formen, jedoch reduzierter und
tänzerischer. Sie lebt und arbeitet seit vielen Jahren in der Schweiz und reist regelmässig nach Japan,
New York und Indien. In ihrem Frühwerk dominieren Farbflächen ‐ mal kräftig, mal fein nuanciert ‐
durchbrochen von geometrischen Figuren. Die Flächen und Linien werden im Laufe der Zeit zunehmend
reduziert, die Formen und Farben finden schliesslich in minimalistischen, schwarzen Linien einen
Höhepunkt. Die aktuelle Ausstellung bietet eine einmalige Gelegenheit, die Ausgangswerke dieser
Entwicklung zu sehen.
Der Stil der Zürcherin Esther Roth (*1943) findet von der gestischen Malerei der 70er Jahre im Laufe der
Zeit zu einem von Ruhe und Regelmässigkeit geprägten Ausdruck. In unserer Zeitreise zeigen wir ihre
vom Abstrakten Expressionismus der New Yorker Schule beeinflussten Bilder. In den 90er Jahren
verändern Aufenthalte in Indien und Nepal ihre Arbeit nachhaltig. Auf das Gestische folgt die Reduktion.
Agnes Martin wird eines ihrer grossen künstlerischen Vorbilder.
Schon vor 20 Jahren hat sich Maria Eitle‐Vozar (*1952 ) einem Thema gewidmet, das heute
allgegenwärtig ist: Hörner, Geweihe, Krallen – Fragmente einstiger Lebewesen – beflügeln die Gedanken,
inspirieren die Fantasie und motivieren Erzählungen und Legenden. Ihre Arbeiten fertigt die in Zürich
wohnhafte Künstlerin bevorzugt aus Ton: Von Ton‐Leitern, eine Spielerei mit der wortwörtlichen
Bedeutung des Materials Ton und des Tons in der Musik, bis zu tönernen Schrifttafeln reizt sie dieses
Material bis zur statischen Limite aus.
Der Stuttgarter Bildhauer Dieter Kränzlein (*1962) spielt in seinen Skulpturen mit dem Gegensatz von
Material und optischer Erscheinung. Schon in seinen frühen Arbeiten fräst er feine Strukturen in massive
Muschelkalk‐Blöcke, wodurch beinahe zeichenhafte, entmaterialisierte Skulpturen entstehen. Eine
Ziehharmonika, die in Bewegung zu sein scheint und noch leise Musik spielt oder scheinbar übereinander
geschichtete Platten, die statisch unmöglich so verharren könnten, überraschen den Betrachter und
fordern die Wahrnehmung heraus.
Die sechs gezeigten Künstler und Künstlerinnen sind heute etabliert und in Museen
oder ausgewählten Sammlungen vertreten. Die Ausstellung „Back to the Future“
zeigt eine bedeutende Momentaufnahme aus ihrer künstlerischen Geschichte. Dabei
wird klar: Die Arbeiten überraschen auch noch nach zehn, zwanzig oder dreissig
Jahren. Gute Kunst ist zeitlos, immer aktuell und spannend für uns Betrachter.
Besteigen Sie die Zeitmaschine - Kunstgeschichte hautnah - die Künstler werden bei
der Vernissage am 25. August alle anwesend sein!
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