Galerie Hans Mayer Home Artists Exhibitions Art Fairs Inventory Gallery Info

 Back To Current Exhibitions   

Jon Kessler: 'The Palace at 4 A.M.'    May 30 - Aug 10, 2007

Installationsansicht von 'The Palace at 4 A.M.'
Jon Kessler
Installationsansicht von 'The Palace at 4 A.M.', 2007
 
Installationsansicht von 'The Palace at 4 A.M.'
Jon Kessler
Installationsansicht von 'The Palace at 4 A.M.', 2007
 
Installationsansicht von 'The Palace at 4 A.M.'
Jon Kessler
Installationsansicht von 'The Palace at 4 A.M.', 2007
 
Installationsansicht von 'The Palace at 4 A.M.'
Jon Kessler
Installationsansicht von 'The Palace at 4 A.M.', 2007
 
Installationsansicht von 'The Palace at 4 A.M.'
Jon Kessler
Installationsansicht von 'The Palace at 4 A.M.', 2007
 
 
View :    Current Exhibitions   Past Exhibitions      
 
Jon Kessler: ‘The Palace at 4 A.M.’
30. Mai – 10. August 2007

Mit einem Theater der medialen Illusionen beginnt die Galerie Hans Mayer den ereignisreichen Kunstsommer 2007. Parallel zur documenta, der Biennale in Venedig, den Skulpturprojekten Münster, der ArtBasel und der Eröffnung der Videokunstsammlung Stoschek in Düsseldorf, inszeniert der New Yorker Künstler Jon Kessler sein höllisches Spektakel bei Hans Mayer: The Palace at 4 A.M. Als logische Fortsetzung der frühen Ausstellungen von Jean Tinguely und Nam June Paik in den 60er und 80er Jahren, die wohl bizarrste Show der 40jährigen Galeriegeschichte.

Bekannt wurde der 1957 in Yonkers, N.Y. geborene Kessler mit seinen kinetischen Skulpturen, in denen er massenkulturelle Fundstücke in zwanghafte Bewegung versetzt. Ausgelöst durch die Ereignisse des 11. September erweitert Kessler seine mechanischen Bilderwelten um das Medium Video und reagiert damit analog auf die Bildmaschinerie des Bush Regimes. Inhaltlich folgt er damit der dadaistischen Motivation, auf die Absurdität von Krieg und Zerstörung künstlerisch zu antworten.

Der Ausstellungstitel The Palace at 4 A.M. bezieht sich auf Alberto Giacometti, dessen gleichnamige Skulptur im MoMA an ein Bühnenbildmodell für Traumszenen erinnnert. In der Fortführung dieser surrealistischen Idee verwandelt Kessler The Palace at 4 A.M. in ein begehbares Szenario aus knatternden Bildmaschinen, verschlungenen Kabelsträngen, Monitortürmen und maßstabsentfremdeten Bildtafeln von Bushfratzen, Kriegsaufnahmen und Pornographie. In diesen Bühnenräumen wird der Besucher zum Statisten eines kraftvoll inszenierten Mikrokosmos: Maschinen, bestückt mit Nachrichtenbildern und Werbung, Puppen und Postkarten, Modellbausätzen und Überwachungskameras produzieren unentwegt Bilder, die zeitgleich, wie ausgespuckt, auf diversen Monitoren erscheinen.

Kesslers Aufbauten sind roh. Verkabelungen, Verschraubungen, Mechanik und Technik werden offen gezeigt und fordern den kritischen Blick hinter die manipulierende Kulisse von Bilderzeugung und Bildwiedergabe, von realer und virtueller Welt.

Mit diesem medialen Overkill erklärt Kessler seinen „War against Terror“: toternst und ironisch, provokant und hochkomplex, anarchistisch und subversiv.

Jon Kessler lebt und arbeitet in New York und lehrt seit 1994 visuelle Kunst an der Columbia University.

artnet—The Art World Online. ©2014 Artnet Worldwide Corporation. All rights reserved. artnet® is a registered trademark of Artnet Worldwide Corporation, New York, NY, USA.