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Gustav Kluge 'Türkenschatz'    Feb 10 - Mar 10, 2012

Abbruch der Beziehungen
Gustav Kluge
Abbruch der Beziehungen, 2011
 
Han am halic
Gustav Kluge
Han am halic, 2011
 
 
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Eröffnung: Freitag 10. Februar 2012, 19 -21 Uhr
Der Künstler ist anwesend

Der Reiz der Stadt am goldenen Horn, zwischen Orient und Okzident, glitzert in den neuen Arbeiten von Gustav Kluge. Die Galerie Michael Haas in Berlin zeigt 14 aktuelle Werke in Öl auf Leinwand des 1947 geborenen deutschen Malers. Moscheen, schwarze Materie und auch Gespenster kommen in seinen stets figurativen und doch sehr eigenen Gemälden vor.

Inspiriert von einem mehrwöchigen Aufenthalt in Istanbul manifestieren sich Eindrücke, Blicke, Farben und Gedanken in Kluges Malerei. Die Auseinandersetzung des Künstlers mit der dortigen Kultur spiegelt sich einerseits in seinen Motiven des türkischen Alltags, wie dem Angesicht Mustafa Kemal Atatürks oder einem mit Pailletten besetzen Morgenmantel. Anderseits schleicht sich jener Zauber der Stadt am Bosporus in seinen Malstil ein, der eigentlich durch sehr pastose Farbschichten und gedämpfte Töne gezeichnet ist. Seine neuen Werke leuchten in ihrer Farbigkeit in hellem rot bis tief orange und zeugen von einer ungewohnten Leichtigkeit durch ihren lasierten Farbauftrag. Nach Kluges Rückkehr mischen sich die Erinnerungen von vor Ort mit Hamburger Heimat, wie den neuen Zwillingstürmen von Hadi Teherani oder der Oberhafenkantine. Dies sind die wahren Schätze solcher Reisen, die sich im zurückgekehrten Alltag erhalten und fortsetzen.

Sehen, Erkennen, Aufklären, was wir bisher von Gustav Kluges Malerei kennen ist oft sperriger, direkter und rätselhaft tiefgründig, meist ohne konkreten Ort. Schicksal, Schmerz und Leid sind wichtige Themen in seinem Oeuvre. Günther Gercken schreibt: "Die Leinwände sind Sehgründe, die den Blick in die Hintergründe und Abgründe ziehen." Seit Mitte der 1990er Jahre setzt Kluge sich intensiv in Einzel- und Gruppenportraits mit dem menschlichen Antlitz und dem jeweiligen Verhältnis zur Gesellschaft auseinander in einem Balanceakt zwischen Intimität und Achtung vor seinem Gegenüber. Neben der Malerei arbeitet er auch als Bildhauer und im Medium des Holzschnittes.

Gustav Kluge studierte 1968-72 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. 1974 gründete er mit die Produzentengalerie in Hamburg. Nach kurzer Lehrtätigkeit am Gymnasium, wechselte er 1978 an die Hochschule für bildende Künste nach Karlsruhe, wo er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste seit 1996 eine Professur inne hat. Er lebt und arbeitet in Hamburg und Karlsruhe. Seit den frühen 1980er Jahren ist Gustav Kluge in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Daniela Gregori.

Hinweis: Am 23.03.2012 eröffnet im Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen am Rhein, die Ausstellung: "Gustav Kluge, EgoCinema" um 19 Uhr mit einer Performance. Laufzeit bis zum 28.05.2012.

Pressetext: Anna Hellner

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