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Tamara Kvesitadze: Red    May 25 - Aug 10, 2013

Ancient I
Tamara Kvesitadze
Ancient I, 2013
 
Boat
Tamara Kvesitadze
Boat, 2013
 
Bulb I
Tamara Kvesitadze
Bulb I, 2013
 
Reptilia
Tamara Kvesitadze
Reptilia, 2013
 
Untitled
Tamara Kvesitadze
Untitled, 2013
 
 
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Tamara Kvesitadze: Red

Vom 25. Mai bis zum 10. August zeigen wir erstmals in Deutschland die georgische Künstlerin Tamara Kvesitadze (*1968) mit einer Gruppe neuer, eigens für die Präsentation in Berlin entwickelter Werke.

Tamara Kvesitadze zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen Georgiens. Nachdem sie bereits 2007 im Rahmen einer Gruppenausstellung im georgischen Pavillon auf der Biennale di Venezia vertreten war, kam ihr 2011 die Ehre zu, den Pavillon ihres Heimatlandes in Venedig mit einer erfolgreichen Soloshow zu bespielen.

Das Werk von Tamara Kvesitadze umfasst vorwiegend kinetische Skulpturen und Gemälde. Die Beschäftigung mit dem Menschen ist essenziell. Die meist von Spannungen begleiteten Beziehungen der Geschlechter stehen im Zentrum ihres Schaffens, das in der antiken Kultur und Mythologie ebenso seine Wurzeln hat wie in der Kunst des Surrealismus. Gewalt und Sexualität verbinden sich, Gesichter, Masken und fragmentierte Körper symbolisieren die Zerrissenheit des modernen Individuums, seine Gefühle, sein Streben nach Glück und Erfüllung, seine Ängste und seine Hoffnungen. Fragen nach der Individualität des Menschen werden gestellt, das Verhältnis des Einzelnen zu seinen Mitmenschen und zur Gesellschaft thematisiert.

Bewegung ist ein wesentliches Moment der Skulpturen von Tamara Kvesitadze. Die Künstlerin studierte in den 1980er Jahren Architektur an der Technischen Universität von Tiflis, begann aber schon bald Werke zu schaffen, die eine Verbindung von Kunst und Konstruktion darstellen. Gleichwohl geht es ihr nicht ausschließlich um die Darstellung von Bewegung mit den Mitteln der zeitgenössischen Skulptur. Tamara Kvesitadze befasst sich in einem viel umfassenderen Sinne mit dem Thema “Bewegung“. “Ich interessierte mich schon immer für die Philosophie der Griechen und besonders für Heraklits Aphorismen“, so die Künstlerin. “Nach Heraklit ist alles im Fluss... Angesichts der Tatsache, dass Skulpturen für gewöhnlich nicht zwingend als bewegt betrachtet werden, faszinierte mich die Vorstellung, mit eben dieser Idee zu arbeiten.“

Finissage: Freitag, den 2. August 2013 von 18-21 Uhr in der Fasanenstraße 26 in 10719 Berlin
Wir freuen uns sehr, Ihnen zu diesem Anlass das Katalogbuch "Tamara Kvesitadze" vorzustellen, das unsere Ausstellung begleitet.
Unser Katalog präsentiert auf 32 Seiten und mit 30 farbigen Abbildungen alle Werke der Ausstellung. Ein Aufsatz von Susanne Altmann, die als Kunstjournalistin und Spezialistin für osteuropäische Kunst unter anderem für das ART Magazin schreibt, sowie ein Essay von Marc Lenot, der in Kooperation mit der französischen Tageszeitung "Le Monde" einen Blog zur zeitgenössischen Kunst verfasst, geben einen profunden Einblick in das künstlerische Schaffen von Tamara Kvesitadze.

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