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Katsumi Hayakawa, Jahrgang 1970, konstruiert dreidimensionale Welten aus Papier. Seine Arbeiten sind abstrahierte Abbildungen unserer entindividualisierten Metropolen, in denen wir auf engsten Raum unserem Tun nachgehen und Beziehungen nicht zustande kommen. Die Gebäude unserer Städte sind die Behälter und Kulissen der “Abwesenheit der Existenz, der Abwesenheit des Nichts und der Abwesenheit der Abwesenheit der Abwesenheit”.
Hayakawas Arbeiten können interpretiert werden als urbane Landschaften oder auch als die integrierten Schaltkreise von Mikrochips. Es sind die beiden Enden desselben menschgemachten Universums, die sich dem Betrachter erschließen. Der Kontrast zwischen dem Realen und dem Virtuellen, der simulierten Wirklichkeit.
Es steckt viel vom buddhistischen Konzept, dass alles im Universum miteinander verbunden ist, in Hayakawas Arbeiten. Aber man muss kein Buddhist sein, um diese Werke verstehen und schätzen zu können. Sie erschliessen sich durch ihre universelle Mitteilungskraft.
Hayakawa wurde bekannt durch seine geometrischen Malereien, die er “virtuelle Abstraktionen” nannte. Aber er war unzufrieden mit dem Medium, welches ihm nicht ausreichte, seine Konzepte künstlerisch umzusetzen. Deshalb widmete er sich der Skulptur als Medium für seine jüngeren Arbeiten. Er verwendet Papier-Kuben oder Würfel, die er auf Aquarellpapier anbringt. Diese Arbeiten scheinen zufällig arrangiert und doch erinnern sie uns, wie schon erwähnt, an Landschaften, Schaltkreise oder Labyrinthe und lassen den Betrachter trotzdem im Zweifel, ob er das, was er sieht, auch das repräsentiert, was er zu denken glaubt. Hayakawa schafft es damit, uns auch auf die Informationsflut hinzuweisen, die uns schon lange überrollt hat.
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Katsumi Hayakawa, born 1970, constructs tri-dimensional worlds made of paper. His works are abstract representations of our deindividualised cities, in which we live and work but do not manage to establish relationships. The buidlings of our cities are the containers and décor of the “absence of existence, the absence of nothingness and the absence of the absence of absence”.
Hayakawa’s works could be interpreted as urban landscapes or as integrated circuits of microchips. These are both ends of the same man-made universe that reveal themselves to the viewer. The contrast between the real and the virtual, simulated reality.
There is a lot of the Buddhist concept of all things being connected in the universe in Hayakawa’s paper works.
Hayakawa is more commonly known for his geometric paintings, which he calls “virtual abstractions”. But he was dissatisfied with the medium, which was not suited to fully express his artistic concepts, so he decided to to shift to sculpture for his more recent works. Hayakawa uses paper cubes and squares that he pastes onto watercolor paper. These works seem casually arranged but they remind us of landscapes, integrated circuits or labyrinths but still leave us in doubt if what we see represents what we mean it is. This is Hayakawa’s way to remind us of the information tsunami that has overrun us a long while ago.
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