Galerie Henze & Ketterer & Triebold Home Artists Exhibitions Art Fairs Inventory Publications Gallery Info

 Back To Current Exhibitions   

Eduard Bargheer: Traumstadt und Südlicher Garten    Nov 17, 2012 - Mar 2, 2013

Watt
Eduard Bargheer
Watt, 1938
 
Afrikanische Vegetation
Eduard Bargheer
Afrikanische Vegetation, 1968
 
Forio d'Ischia (Città meridionale)
Eduard Bargheer
Forio d'Ischia (Città meridionale), 1956
 
Nächtliche Stadt
Eduard Bargheer
Nächtliche Stadt, 1955
 
Oase
Eduard Bargheer
Oase, 1974
 
Opuntien
Eduard Bargheer
Opuntien, 1974
 
View :    Current Exhibitions   Past Exhibitions      
Page:  1 of 2      1  2   Next Next       
 
Eduard Bargheer: Traumstadt und Südlicher Garten
17. November 2012 – 2. März 2013

Vernissage, Samstag, dem 17. November 2012, zwischen 12 und 19 Uhr

„Bargheer gehörte zu der Künstlergeneration Mitteleuropas, die um 1930 zu der ihr eigentümlichen Ausdrucksweise fand, deren reifes Werk dann aber durch die politische und kulturelle Nacht von 1933 bis 1945 sich nicht in einem üblichen Kunstbetrieb entfalten konnte. Er wurde 1901 in Hamburg-Finkenwerder geboren, war weitgehend Autodidakt und fand im Kreis der Hamburger Sezession um Friedrich Ahlers-Hestermann oder Karl Kluth und in Paris zwischen 1930 und 1935 zum eigenen Stil zwischen magischem Realismus und Abstraction-Création. Während weiter Reisen befragte er immer wieder die Landschaft in seiner Bildvorstellung, in zahlreichen Freundschaften das Porträt. Nach 1933 zog er mehr und mehr das kulturell und menschlich freiere Italien vor, das für ihn und für viele andere Kulturschaffende zum Land einer, wenn auch oft prekären, Zuflucht wurde. Florenz wurde seine Stadt und Ischia seine Landschaft, deren Hymne er bis zu seinem Tode sang. Die nach Italien gegangenen Maler blieben eigenartigerweise auch nach 1948 der Figuration treu, so auch Bargheer, und somit war er auch danach wiederum Aussenseiter. Aus seinem Atelierhaus in Forio d’Ischia unternahm er in den sechziger Jahren wieder ausgedehnte Reisen nach Tunesien, Marokko, Ägypten, Mali, Senegal und später Griechenland und Süditalien, die bedeutende Spuren in seinem Werk hinterliessen. Er starb 1979 in seinem Fischerhaus in Hamburg-Blankenese.“

„Eduard Bargheer erlebte im Oktober 1935 auf der Insel Ischia das Wunder des Südens, das er am 20. Oktober so beschrieb: "Jeden Morgen, wenn ich die Läden öffne und auf Sant'Angelo blicke, durchfährt mich wieder der gleiche freudige Schreck, dass alles wirklich existiert, dass ich den Ort nicht träume." Und am 23. Oktober: "Morgen bin ich 10 Tage hier, und ich habe das Empfinden, dass sie wichtig werden für mein ganzes weiteres Leben." Doch ehe Bargheer ab 1948 voll und ganz vom äusseren Schein zur inneren Struktur dieser Insel vordringen konnte, waren ihm nur kurze Aufenthalte möglich, die allerdings Thematik und Stil prägten. Alles Kleinteilige verschwand mehr und mehr aus seinen Kompositionen, er näherte sich den Grundstrukturen von Form und Farbe. Er löste sich von den abstrahierenden Erfahrungen, die er 1933 in Paris machte, vom "nordischen Expressionismus" eines Ahlers-Hestermann und Karl Kluth, von seinen Kompositionen der norddeutschen Küste und des Watts, in denen er die unterschiedlichen Stimmungen des Wetters und der Tageszeiten variiert hatte. Mit den dort gewonnenen Form- und Farberfahrungen und mit schwingendem breiten Pinsel fing er die ganze Stimmung der südlichen Landschaft und des südlichen Lebens ein.“

(Aus einem Text von Wolfgang Henze)

artnet—The Art World Online. ©2014 Artnet Worldwide Corporation. All rights reserved. artnet® is a registered trademark of Artnet Worldwide Corporation, New York, NY, USA.