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Dominic Wood 'Morphogenesis of the Infinite'    Mar 26 - May 22, 2010

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Eröffnung / Opening Freitag, 26.03.2010, 19 - 22 Uhr

„Aber der Mensch ist nicht bloß ein denkendes, er ist zugleich ein empfindendes Wesen. Er ist ein Ganzes, eine Einheit vielfacher, innig verbundener Kräfte, und zu diesem Ganzen des Menschen muß das Kunstwerk reden, es muß dieser reichen Einheit, dieser einigen Mannigfaltigkeit in ihm entsprechen...“ J.W. Von Goethe aus ‚Der Sammler und die Seinigen‘ 1798/99

Der Gestaltwandel des Unendlichen nimmt seinen Lauf in der ersten Einzelausstellung „Morphogenesis of the Infinite“* von Dominic Wood in Galerie Reinhard Hauff. Dort werden vom 26. März zum 22. Mai 2010 Bilder, Skulpturen und Zeichnungen zu sehen sein.

Die dichten Bilder von Dominic Wood entstehen auf dem Boden. Der Maler sitzt im Bild und entwickelt dieses von oben nach unten. Es baut sich langsam auf, wie ein Gebäude das vom Himmel auf die Erde wächst. Übermalungen finden dabei keine statt. Der Künstler taucht ab und ein in einen langsamen Malprozess und schafft dabei eine Tiefe von mehreren Farbebenen. Auch bei den Tuschezeichnungen bleibt alles im Fluss. Wenn hier Papier überzeichnet wird, dann um zu verdichten. Die Verdichtungen schaffen die Tiefe und den Raum. Die Skulpturen setzen sich aus Teilen zusammen, die einmal Vierkanthölzer waren. Eine Axt gibt den einzelnen Elementen die Form ihrer Bestimmung und näher betrachtet, offenbaren sie die Spuren des Werkzeugs. Die Spuren verbinden sich mit den inneren Masserungen und ergeben, steht man direkt davor, immer neue Detail-Ansichten. Auch die Skulpturen-Elemente entstehen auf dem Boden. Dort werden sie bearbeitet und zusammen gesteckt, dann aufgerichtet, manchmal auf Sockeln.

Der Schaffensprozess ist hier, in jeder der drei Diszipline, eine wichtige Angelegenheit. Die Aura des Prozesses verbindet die Zeichnungen mit der Malerei, mit den Skulpturen und stellt eine Beziehung her. Dies ist eine gewagte Beobachtung. Aber nicht viel gewagter als von eigentlicher und gefühlter Temperatur zu sprechen, oder Goethe zu zitieren. Dominic Wood veranschaulicht die Relevanz des Entstehungsprozesses bei einer Zeichnung, Bildes, einer Skulptur, indem die Intensität der Geste sichtbar wird. Die Hand führt aus, was der Augenblick diktiert. Hand und Geist bringen die Formen, Farben, Flächen und Tiefen zum Ausdruck. Der Weg zwischen Auslöser und Umsetzung verursacht eine Art meditativen Zustand, den der Künstler nicht verdrängt, sondern bewusst durchlebt. Bei den Zeichnungen wird dies am anschaulichsten: wie das Werk eines Detektors werde sie durch den Strich zu Papier gebracht. Die Hand, wird zum Seismographen. Sie überträgt Wellen, Empfindungen und Ausdruck, die aus dem Haupt-Quartier (dieser Begriff ist wörtlich zu nehmen!) empfangen werden. Wood selbst nennt die Stilrichtung seiner Werke „Romantic Abstraction“.

*Gestaltwandel des Unendlichen

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