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Inna Batisheva-Kitáeva: Die schöne Frau und die große Stadt    Jun 27 - Sep 1, 2012

Medea
Inna Batisheva–Kitáeva
Medea, 2010
 
  
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Innas Frauen - Die Schöne und die große Stadt

Inna Batisheva-Kitaevas Frauen sind allesamt sinnlich-schön - urban geprägt – intelligent-intellektuell – erotisch-überlegen – distinguiert-verführerisch und kraftvoll mondän-modern.

Das Thema der Gegenüberstellung der Frau in ihrer Schönheit und der urbanen Welt als solche beschäftigt die Künstlerin Inna Batisheva-Kitaeva seit langem. Sie wurde 1939 in Moskau geboren und wuchs im historischen Zentrum der Metropole auf - in unmittelbarer Nähe des Bolschoi-Theaters, der Kunstgalerien und Museen, welche die kulturelle Entwicklung der Stadt prägten.

Zunächst leitete sie ihr schon recht früh erkanntes und gefördertes malerisches und zeichnerisches Talent in die Richtung der Haute Couture. Sie entwarf Kleider und Roben für vornehme Damen und Kostüme für Schauspieler, vor allem für jene des Bolschoi-Theaters. Dort war sie über Jahre hinweg auch für die Entwürfe außergewöhnlicher Kostüme und Kleider verantwortlich.

Ihre Bekanntheit als Modezeichnerin begann in den 1970er Jahren im Moskauer Ausstellungszentrum Sokolniki, wo jährlich ein Modefestival stattfand, zu welchem Inna nicht nur ihre eigenen Modekollektionen vorführen ließ, sondern auch mit Kunstwerken ihrer Modelle – als Gemälde oder Zeichnung - kombinierte.

Das Hauptsujet der Kunst von Inna Batisheva-Kitaeva ist, mitunter beeinflusst durch ihre Tätigkeit in der Mode- und Theaterwelt, immer die Frau – die elegante, moderne, mondäne und erotische Frau.

Die stellt Frau dar, welche die edelsten Roben so selbstverständlich und nonchalant trägt wie ihren eigenen Körper. In ihren Gemälden und Zeichnungen erblicken wir immer Frauen, die nicht nur schön im rein ästhetischen Sinne sind, sondern überdies eine selbstbewusste und einprägsame Aura haben. Sie scheinen aus einer anderen Epoche zu kommen – einer Epoche, in der starke Frauen sich nicht genierten, ihre Schönheit und Weiblichkeit zur Schau zu stellen, sondern dies sogar betonten und zugleich als Stärke präsentieren.

Innas Frauen wirken wie die legendären Filmstars der 1920/30er Jahre – und so manch eine könnte auch der Ära des Jugendstils entsprungen sein.

Wir blicken in laszive Augen, schauen auf rot bemalte sinnlich Münder, weiche, auch im Ruhezustand bewegte Körper und auffallende Frisuren – all das umspielt von teils antikisierenden, teils aus der Mode der Zeit um 1900 inspirierten und teils an der bunten Theater- und Revuewelt orientierten Gewandungen.

Sie blicken uns an, Innas Frauen, meist sogar direkt – und doch sind sie über uns erhaben. Sie wirken unterkühlt-lasziv und unnahbar wie einst die Stars der vergangenen Zeit. Wir dürfen sie bewundern, uns an ihrer Schönheit erfreuen, aber dennoch bleiben sie entfernt. Sie sind erotisch und in einer gewissen Weise verführerisch, doch nie sexuell aufdringlich – eine Kunst, die heute nur sehr wenige Frauen, noch nicht einmal Filmstars beherrschen.

Die Künstlerin bedient sich für ihre Frauendarstellungen anderer Quellen, als jener, die wir heute in den Modezeitschriften finden. Sie sucht die Vorbilder ihrer Schönheiten zum einen in vergangenen Epochen und zum anderen in der Welt der Modegeschichte und der Kostümierung. Inna verbindet durch ihre Ausbildung eine Synthese von Mode, Theater, Geschichte und Gesellschaft. Ihre Bilder zeugen einerseits von einem künstlerisch technischen Vermögen, zudem von einem Wissen um die Welt der Mode, um die Welt der Revue bzw. des Theaters sowie über die Rolle der Frau, wie diese gesehen wird und wie sie sich gern selbst sieht ....und vielleicht noch heute gern sehen würde ....

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