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25 Jahre Meisterwerke - Georg Baselitz.
Unsere Ausstellung widmet sich dem großen deutschen Maler Georg Baselitz, und spannt damit einen Bogen zur
Ausstellung, mit der wir 1999 unsere Galerie hier in Berlin erstmals eröffneten.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Zeichnungen und sein graphisches Werk der letzten 25 Jahre.
"Was man in großen Stil tut, kann man sicher mit Zeichnungen belegen, auf den Weg bringen und etwas
anschieben", so Baselitz 2000, "Aber man kann auch etwas ganz anderes mit Grafik machen, was mit Bildern oder
ähnlichen Großgebilden nicht möglich ist". "Bei der Graphik geht es um Schärfe, vorne, hinten und in der Mitte
scharf, und scharf und präzise die Methode als Idee. Das was sein soll, wird aufgezeichnet [...]". „Schnell und mit
wenig Kratzern, leicht, fast frivol, sehr bescheiden, verborgen auf kleinen weißen Blättern, gibt es dieses
Linienspiel eines Entwurfs mit der deutlichen Absicht endgültig etwas zu machen, was gar nicht dem Zweck dient,
die Feste und Paläste zu schmücken bzw. sich durch ein Täuschungsspiel besonders herauszustreichen.“
"So ist die Grafik intim und doch anschaulich für jene und unsere Zeit und auch präsent."
Wie kein anderer seiner Generation setzte Georg Baselitz sich in den letzten vier Jahrzehnten mit dem Medium der
künstlerischen Graphik auseinander und brachte seit den 60iger Jahren als Einziger die Graphik ins 21.
Jahrhundert. Georg Baselitz hat sich nie künstlerischen Strömungen angepasst oder sich internationalen Stilen
ergeben, er schuf sein Werk selbst neu, dies nicht zuletzt auch nach seinem graphischen Werk, den "Schlafenden
Hunden", die u. a. hervorragenden Arbeiten auch Teil dieser Ausstellung sind. Deutlich erkennbar ist seine
Auseinandersetzung mit seinen frühen Werken. "Bilder beißen nicht in die Wade wie der Hund. Aber etwas tun sie
schon: sie können den Kopf verdrehen." so Georg Baselitz, 1997.
“Die Graphik ist eben wegen ihrer Besonderheiten imstande, Themen und Probleme der Malerei hervorzuheben
und genau zu umreißen – Malerei verstanden als Aufdeckung, als “Idée fixe”. Die Ausdruckskraft von Baselitz, die
sich auf eine nur scheinbar explizite Darstellung stützt, ist das Ergebnis einer eingehenden intellektuellen Suche,
die aktiv erlebt und gegliedert wurde und schwer durchdrungen werden kann. Kraft und Härte des Ausdrucks
ergeben gemeinsam mit der Farbsetzung eine deutliche expressive Distanzierung des Bildes und zwingen – bei
Ausschluss von Unterscheidung zwischen Absicht und Interpretation – zu einer Deutung des Werkes, die
gleichzeitig sinnlich und intellektuell ist” (Roberto Ferrari, Kunstdirektor, Trient).
Georg Baselitz wurde 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz geboren. 1961 nahm er seinen Künstlernamen
an. International seit den 80er Jahren erfolgreich, erhielt er zahlreiche Professuren. Georg Baselitz lebt in Bayern
und arbeitet seit 1990 mit der Werkstatt von Niels Borch Jensen zusammen.
Besonderer Dank gilt zwei Privat-Sammlungen aus Berlin und Hamburg für Ihre Leihgabe der frühen Werke.
Bei Fragen zu Bild- bzw. weiteren Infomaterial wenden Sie sich bitte an mail@berlin-kopenhagen.de oder rufen
Sie uns an: 030/61 50 74 48.
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