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Akiko Sato: Touching Time (Zurich)    Jan 8 - Feb 21, 2014

Petrifief Wave - White
Akiko Sato
Petrifief Wave - White, 1994-1995
 
  
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Akiko Sato
Touching Time


8. Januar - 21. Februar 2014
Vernissage in Anwesenheit der Künstlerin:
Mittwoch, 8. Januar 2014, 18-20 Uhr

Die Galerie Kashya Hildebrand freut sich, mit Skulpturen und Radierungen der japanischen Künstlerin Akiko Sato eine letzte Ausstellung in Zürich auszurichten. Nach zehnjähriger erfolgreicher Tätigkeit in Zürich schliesst Kashya Hildebrand Ende Februar ihre Galerie an der Talstrasse, um sich fortan auf ihren neuen Galeriestandort in London zu konzentrieren.

Die seit vielen Jahren in der Schweiz und in Italien lebende Bildhauerin bezeichnet auch heute noch Japan als ihre geistige und kulturelle Heimat. Die Auseinandersetzung mit dem Thema der Zeit bildet eine Hauptkomponente in ihrem Schaffen. Im Buddhismus wird Zeit nicht als lineares, chronologisches Konzept verstanden, sondern als kurzen Augenblick – als gegenwärtige Augenblicklichkeit, losgelöst vom Widerspruch menschlichen Freiheitsdenkens und deterministischer Vorausbestimmung. In der Ausstellung ‘Touching Time’ zeigt Akiko Sato Arbeiten der letzten zwanzig Jahre und lässt die Betrachtenden unterschiedlichste Aspekte von Zeit erfahren.

Akiko Sato hält flüchtige Erinnerungen und ephemere Momente gestalterisch fest, wobei insbesondere die Elemente Himmel, Erde, Feuer, Wasser ihr künstlerisches Vokabular prägen. Im Vordergrund stehen jedoch keine Assoziationen mit konkreten Formen und Objekten, sondern die Betrachterinnen und Betrachter sollen aufgrund der frei interpretierbaren Gestalt der Werke aktiv mit einbezogen werden. Vergängliche oder nicht greifbare Phenomena wie Wellen, Flammen, Wolken und Wind werden in Stein gehauen oder auf Papier gebannt, ohne deren flüchtigen Charakter zu verlieren. Die Skulpturen aus Marmor oder Granit strahlen eine Anmut und Schwerelosigkeit aus, werden zu physisch erfahrbarer Poesie, verharrend in einem Moment schwebenden Gleichgewichtes. “Ich möchte meine Skulpturen die Schwerkraft überwinden lassen und sie in einen Zustand des Schwebens versetzen”, so die Künstlerin über ihre Werke aus Stein. Was beim Medium Marmor, Onyx oder Granit monatelange Arbeit erfordert, verlangt in der Graphik die Konzentration eines Bruchteils einer Sekunde. So verschieden die Materialien auch sein mögen, Akiko Sato widmet sich über Gattungsgrenzen hinweg denselben essentiellen Gedanken und lässt dadurch eine enge Seelenverwandtschaft zwischen Skulptur und Graphik aufscheinen.

Akiko Satos Skulpturen laden die Betrachterinnen und Betrachter zu einem nicht nur visuellen, sondern auch taktilen Dialog ein. So ist es der ausdrückliche Wunsch der Künstlerin, dass ihre Skulpturen berührt und ertastet werden.

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