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Sébastien de Ganay »Nothing but a transit«
Eröffnung: OPEN ART, Freitag, 09. September 2011, 18–21 Uhr
Dauer der Ausstellung 09. September – 15. Oktober 2011
Sébastien de Ganay (*1962, Boulogne-Billancourt, Frankreich) ist Vertreter experimenteller
Malerei und Skulptur. Er integriert Elemente des Abstrakten und Gegenständlichen, verbindet
Farbe und Motiv zu überraschenden Formulierungen in eigenständiger, sinnlicher Bildsprache.
»Nothing but a transit« bei Häusler Contemporary München zeigt neue Arbeiten, die speziell
für die Galerie entstanden sind.
Das Hinterfragen des Wahrnehmungsprozesses und das Experimentieren mit verschiedenen
Materialien ist seit den Anfängen seiner künstlerischen Tätigkeit in New York zentral für das
Schaffen Sébastien de Ganays. »Mich interessiert bei meinem Arbeiten die Reflexion im
Machen und Sehen, die möglichen Verbindungen zwischen den sensuellen Aspekten, der
Selbstbeobachtung und ihrem rationalen Verarbeiten.« (Sébastien de Ganay)
Sébastien de Ganay ist auf der Suche nach der Struktur hinter den Dingen und versucht
innezuhalten in einer schnellen Welt voll Informations- und Bilderflut. Er focussiert Ausschnitte
der uns umgebenden Realität und sucht durch besonders konzentrierten Blick auf Details das
Besondere im Alltäglichen. Dabei setzt er sich auch mit Entstehung und Gebrauch von
Zeichensystemen wie Gestik oder Sprache auseinander.
In Weiterführung seiner »Dot Paintings«, die auf einer formalen Analyse der Blindenschrift
basieren, erreicht er eine zunehmende Fragmentierung und damit eine Neuformulierung des
vorgegebenen Motivs.
Ausgangspunkt der bei Häusler Contemporary München gezeigten Arbeiten sind historische
Fotos politischer und gesellschaftlicher Brennpunkte. Fotografische Nahaufnahmen vermitteln
stets den Eindruck der Teilhabe an fernen Geschehnissen und eröffnen ein voyeuristisches
Moment. Dies lässt jedoch keinen Raum für den Prozess persönlicher Annäherung. Sébastien
de Ganays Werke suchen diese Barriere zu überwinden, indem sie Teilbereiche des Bildes ins
Zentrum rücken und damit die inhaltliche als auch formale Ebene verdichten. Diese subtile
Ambivalenz der Darstellung ermöglicht anstelle einer neutralen Bildkonsumierung eine neue,
aktive Auseinandersetzung mit dem Bild.
»Kite Project« oder »Palestinan Painting« sind damit einerseits Monumente der Erinnerung,
übersetzen das Thema andererseits in eine von der persönlichen Weltsicht des Künstlers geprägte
Bildwelt. »Uniform Ball«, ein Objekt, dessen äußere Hülle aus einer Militäruniform gefertigt ist,
verbindet kontroverse Bereiche der Gesellschaft in einem scheinbar spielerischen Objekt.
Neben neuen Bildern und Skulpturen zeigt Häusler Contemporary Beispiele aus Sébastien de
Ganays Projekt »Art on Demand«. Darin bietet der Künstler dem Publikum an, aus einem Katalog
Kunstobjekte auszuwählen, die auf Bestellung produziert werden. Auch die Skulptur »Boat«,
ein aus Aluminium gefertigtes Faltboot, ist individuellen Kundenwünschen entsprechend, in
verschiedenen Farben realisierbar.
Sébastien de Ganay studierte an der Columbia University in New York. Seine Werke wurden u.a.
in New York, Paris, Buenos Aires, Wien, London und München gezeigt.
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