Alejandra Seeber
Yes Yes
31. März 2011 – 04. April 2011
Eröffnung: 31. März 2011 18 bis 21 Uhr
Die Künstlerin ist anwesend.
Häusler Contemporary München zeigt in der Ausstellung »Yes Yes«
erstmals in München eine Einzelpräsentation der argentinischen
Künstlerin Alejandra Seeber (geb. 1968, lebt und arbeitet in New
York).
Exklusiv für den Galerieraum entwirft Alejandra Seeber eine Bildwelt,
die dem Besucher ein Universum an Gedankenbildern eröffnet. Die
interieurartigen Motive entwickeln sich wie ein innerer Monolog in
prozesshaften, assoziativen Arbeitsabläufen.
Alejandra Seeber erkundet das Feld malerischer Möglichkeiten
zwischen den Polen des Figurativen und Abstrakten. Ihre ambivalente
Bildsprache ist nicht linear zu entschlüsseln, denn in ihren gegenstandslos-
expressiven Bildern tauchen unvermittelt narrative
Referenzen auf. Diese Gegensätzlichkeit und das Aufeinandertreffen
sehr unterschiedlicher Motive machen ihr Werk facettenreich und
vielschichtig.
Konkrete Versatzstücke aus ihrer persönlichen Erfahrungswelt sind
wiederkehrende Bildelemente in Alejandra Seebers Werk. In den vergangenen
Jahren enthielten ihre Kompositionen oft Elemente aus der
Welt des Theaters, die in kulissenartigen Bildräumen auftauchten. Die
Neuformulierung alltäglicher Motive in spontaner Geste bleibt auch in
ihren neuesten Werken zentrales Thema. Wirklichkeitsverweise werden
nun jedoch oft in ihrer Eindeutigkeit verschleiert. In »Legend Box«
dominieren komplexe, grellfarbige Strukturen. Die abstrakten
Bildelemente lassen sich in Verbindung mit den konkreten als
explosionsartige Energiefreisetzung lesen. In »Before Things Are« wird
der Betrachter in eine farbenprächtige Welt entführt, in der auf den
zweiten Blick einige farblose, amorphe Gebilde zum Hauptmotiv
werden: noch unbestimmt in Form und Funktion versinnbildlichen sie
das Unfertige, potentiell Mögliche.
Über ihre Malerei sagt Alejandra Seeber: »Meine Bilder erklären sich
nicht selbst. Vielmehr möchte ich Fragen offen lassen und dem
Betrachter einen entscheidenden Einstiegspunkt bieten«.
2009 präsentierte Alejandra Seeber ihre dynamischen, expressiven
Gemälde mit großem Erfolg bei der Biennale von Mercosul in Porto
Alegre, Brasilien.
2010 wurde sie zur Teilnahme an der Ausstellung »Ambigu« im
Kunstmuseum St. Gallen eingeladen. Die wegweisende Schau
beleuchtete den Bereich postmoderner Malerei zwischen Abstraktion
und Narration. Seit den 1970er Jahren ist »diese aktuelle Form unreiner
Abstraktion« im Schaffen von Raoul De Keyser und Mary Heilmann
exemplarisch vorweggenommen, »die im Grunde erst die
›Repräsentation‹ fiktiver Welten mit wesentlich bildeigenen Mitteln
ermöglicht«1. Alejandra Seeber findet in dieser Tradition
zeitgenössischer Malerei zu einer unverwechselbar eigenständigen
Bildsprache – vielschichtig, poetisch, expressiv.
Alejandra Seebers Werk wurde im Kunstmuseum St. Gallen und auf
internationalen Ausstellungen, u.a. in New York, Madrid und Buenos
Aires gezeigt. Seit 2009 ist sie in der Graphischen Sammlung München
vertreten.
Hanna Kaiser
Für weitere Informationen sowie druckfähiges Bildmaterial wenden
Sie sich bitte an Hanna Kaiser: hk@haeusler-contemporary.com
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