Neue Wände
Eröffnung Freitag 27. Januar 19 Uhr Theresienstr. 48
27.1. bis 28.2.2012
2010 gründeten Patricia Kaiser und Alex Rath, beide freischaffende Künstler, das
Ausstellungsprojekt Avantrash. Ihr Ziel ist es, junge KünstlerInnen unterschiedlicher Städte
miteinander, aber auch mit dem jeweiligen Kunstpublikum bekannt zu machen. Die
Ausstellungen finden an verschiedenen, teils ungewöhnlichen Orten wie einem Dachboden
oder einer Küche, statt. Immer sind sie raumbezogen inszeniert, die Arbeiten werden in ein
überraschendes künstlerisches Raumkonzept integriert.
Diesmal bespielt Avantrash einen „offiziellen Kunstraum“, den Projektraum der Galerie Knust
und Kunz in der Theresienstraße. Indem Knust und Kunz eine Kooperation mit Avantrash
eingehen, fokussieren sie die Gesamtwirkung des Raumes, ziehen sie das
Ausstellungskonzept der Präsentation einzelner Arbeiten vor. Außerdem ist es der Versuch
jungen, teils sperrigen Positionen eine professionelle Plattform zu bieten.
Hervorzuheben ist, dass die Installation für den Projektraum das Umfeld, in diesem Fall das
Münchner Museumsareal, miteinbezieht.
In die Räumlichkeiten wurde von Alex Rath eine Art Studiolo, also eine Raum im Raum
Installation eingebaut. Hier wird entgegen unserer Wahrnehmungsgewohnheiten das Innen
zum Außen. Die Kunst wird nicht wie sonst im „Innenraum“ gezeigt, sondern an den
Außenwänden. Das Innere der Installation wurde in Anlehnung an die Fassade des direkt
gegenüber liegenden Museums Brandhorst gestaltet, der Fußboden in der Installation ist mit
Straßenpflaster bedeckt und lädt zum Betreten und Verweilen ein.
Die Arbeiten, alle auf Papier, stammen von Künstlerinnen aus dem Rheinland (Andreas
Breunig, David Ostrowski, Max Schulze, David Zahnke), aus München (Michael Biber, Georg
Fuchssteiner, Raymond Gantner, Patricia Kaiser, Rut Massó, Alex Rath, Agnieszka
Stoszek), Berlin (Tjorg Douglas Beer, Pola Sieverding) und London (Tomaz Kramberger).
Die Erprobung kuratorischer Konzepte, hier mit Kaiser und Rath, steht in der Folge einer
Reihe von Ausstellungen, die unter kooperativer Beteiligung entstanden sind: so z.B.
Festival des Beaux Arts (Mai 2010, kuratiert von Michael Neff), Informellnatur (Mai 2011,
kuratiert von Olaf Holzapfel), Jasmin – Oriental Summer (Juli 2011, kuratiert von Eva
Karcher).
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