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Rolf Rose 'Zum 80. Geburtstag' (Hamburg)    Mar 14 - Apr 20, 2013


Zur Eröffnung der Ausstellung
in Anwesenheit des Künstlers
am Donnerstag, dem 14. März 2013
18 - 20 Uhr laden wir Sie herzlich ein.

Ich muss das Bild als eigenständiges Objekt begreifen (...). Die Fertigstellung ergibt sich, wenn die Forderung des Bildes an den Maler als Aufgabe gelöst ist. Und genau dann bin ich dem Bild verhaftet und ich sehe das zum Schluss ganz genau.“ (Rolf Rose in einem Interview mit Claus Friede, März 2011)

Rolf Rose hat sich schon früh der abstrakten Farbfeldmalerei zugewandt. Er baut Farbe Schicht um Schicht mit unterschiedlich breiten Spachteln und Messern auf den Bildgrund auf. Die Oberflächen der meist monochromen Arbeiten entstehen durch diese übereinanderliegenden Farbschichten, die Rose mit Rakeln oder Stäben aufbricht. Es entstehen reliefhafte Strukturen, deren horizontal oder vertikal gezogenen Furchen den gesamten Bildträger überziehen. Die so bearbeiteten Flächen ermöglichen unterschiedliche Lichtreflexionen und bilden, je nach Material- und Mischungsverhältnis, glänzend-schillernde oder matt-duffe Farbräume. Seine Farbpalette scheint reduziert auf Schwarz, Anthrazit, Weiß oder dunkle Rot-, Blau oder Brauntöne. Doch verzichtet Rose in der letzten Zeit immer weniger auf Farben. Sie liegen manchmal unter einer dunklen letzten Schicht und kommen über die Oberflächenstrukturierung zum Vorschein.

Rolf Roses großformatige, monochrome Bilder entwickeln einen Objektcharakter, der nicht allein durch den wie gebaut erscheinenden Farbauftrag hervorgerufen wird. Die Bildträger, zentimetertiefe Holzbretter und -Kisten oder auf dicke Keilrahmen aufgespannte Leinwände, sind für sich objekthaft und werden von ihm oft wie Module behandelt und zu Reihen oder größeren Einheiten zusammengesetzt bzw. -gebaut. Es entstehen Diptychen, Triptychen, Tetraden ...

Rolf Rose wurde 1933 in Halberstadt im Harz geboren. Er zog im Alter von 20 Jahren nach Hamburg und schlug sich mit verschiedenen Arbeiten durch. Erst Mitte der 1960er Jahre entschied sich Rolf Rose als Künstler zu arbeiten. Der Autodidakt arbeitete zunächst gegenständlich und später mit strukturierten Objekten, wie z.B. Linoliumkacheln, bis er über das Werkzeug des Spachtels zu dem gleichmäßigen, radikalen und minimalistischen Farbauftrag kam, der seine Malerei bis heute charakterisiert.

Rolf Roses Arbeiten finden sich in verschiedenen öffentlichen Sammlungen, so z. B. im Kunstmuseum Bonn; Museum Weserburg, Bremen; Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen; Hamburger Kunsthalle; Sammlung Falckenberg, Hamburg; Neue Galerie, Kassel; Kieler Kunsthalle; Museum der bildenden Künste, Leipzig; Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen; Lenbachhaus, München.

Rolf Rose lebt und arbeitet in Krempe.


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