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CUT
CONCEPTUAL WORKS BY
VICTOR BURGIN / HANNE DARBOVEN / PETER DOWNSBROUGH
ANDREA GEYER / ANTHONY McCALL / LARRY SULTAN / MIKE MANDEL
7. Mai - 25. Juni 2011
Eröffnung: Sa, 7. Mai, 16 Uhr
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-18, Sa 12-18 Uhr & nach Vereinbarung
In der aktuellen Gruppenausstellung CUT präsentiert die Galerie Thomas Zander konzeptuelle Arbeiten der
Künstler Victor Burgin, Hanne Darboven, Peter Downsbrough, Andrea Geyer, Anthony McCall und Larry
Sultan / Mike Mandel. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf eine gleichnamige Wandinstallation /
Wandarbeit des Künstlers Peter Downsbrough (geb. 1940 in New Brunswick, USA). Das Werk des in
Brüssel lebenden Künslters umfasst überwiegend raumbezogene Arbeiten, die aus Linien, Buchstaben,
Schnitten und Zwischenräumen bestehen und die Linearität von Raum wie auch von Sprache in Frage
stellen. Seine Arbeiten verkörpern visuelle Strenge und Klarheit, wobei der Fokus mehr auf der Struktur als
auf der Wirkung und Beschaffenheit von Oberflächen liegt.
Der britische Künstler Victor Burgin (geb. 1941) hat sich in seiner bereits über 30 Jahre währenden
Schaffenszeit als Konzeptkünstler und Theoretiker etabliert. Wie kein Zweiter behauptet Victor Burgin seit
den 1960er Jahren in Kunst und Theorie gleichermaßen eine einflussreiche Position. Burgin steht für eine
Ästhetik, die psychoanalytische und strukturalistische Motive ineinander blendet und sich auf den
Spannungslinien zwischen politischem Konflikt und ästhetischem Begehren bewegt. In der Ausstellung ist
er mit mit der mehrteiligen Arbeit "VI" von 1973 vertreten.
Die Konzeptkünstlerin Hanne Darboven (1941-2009) wurde in den 1960er Jahren durch ihre sogenannten
Schreibzeichnungen bekannt, die auf Zahlenoperationen, rhythmischen Linien und Durchstreichungen
beruhen. Auch Darbovens 16-teilige Arbeit auf Zentimeterpapier Dostojewski, die in der aktuelle
Ausstellung präsentiert wird, beruht auf der Einbeziehung von Ziffern und Kalenderdaten. Die Arbeit
thematisiert das Festhalten von Gedanken, die Strukturierung von verrinnender Zeit und Erinnerung.
Darbovens Werk knüpft an die Structures von Sol LeWitt und die historische Dimension der Date Paintings
von On Kawara an, künstlerische Weggefährten, die Hanne Darboven in den 60er Jahren im Rahmen ihres
Studiums in New York kennenlernte.
Andrea Geyer (geb. 1971) widmet sich in ihren formal-ästhetischen und theoretisch komplexen Arbeiten
Themen, die eng mit kulturtheoretischen Diskursen verbunden sind. Im Raum von Politik, Geschichte und
Ideologie reflektiert sie, wie nationale Identitäten und Zugehörigkeiten beschaffen sind. Gezeigt wird die
Arbeit „Evidence (Criminal Case 40/61)" von 2010, die auf Recherchen zu dem Prozess um Adolf
Eichmann von 1961-62 basiert. Der Gerichtsraum wurde zu einer weltweit beobachteten Bühne für
Auseinandersetzungen über Justiz, Wahrheit und Geschichte. Die Arbeit besteht aus sieben digitalen CPrints,
welche die mediale Präsenz, die dieser Fall bis heute hat, vor Augen führt.
Anthony McCall (geb. 1946) beschäftigt sich bereits seit Anfang der 1970er Jahre mit dem Medium Film
und setzt sich dabei mit Raum, Architektur und Zeit auseinander. Die Arbeiten des in New York lebenden
Künstlers sind Hybridformen aus Performance und Experimentalfilm, die das Verhältnis von Zuschauer und
Werk untersuchen und erweitern. Seine in der Austellung präsentierten Arbeiten reflektieren solche
Themen ebenso wie sie die mediale Vielfalt, die McCall immer wieder in einem einzigen Akt vereinigt, vor
Augen führen.
Die amerikanischen Künstler Larry Sultan (1946-2009) und Mike Mandel (geb. 1950) arbeiteten über 30
Jahre an gemeinsamen Kunstprojekten, beschritten aber auch getrennt künstlerische Wege. Arbeiten wie
"Evidence", "Newsroom", die "Billboards" oder die hier gezeigte Arbeit „How to Read Music in One
Evening" sind wegweisend für die Konzeptkunst der amerikanischen Westküste, aber außerhalb der USA
noch vergleichsweise wenig rezipiert. Während das 1977 entstandene Werk „Evidence" bereits in
Sammlungen bekannter europäischer Museen wie dem Museum für Moderne Kunst in Frankfurt, der TATE
Modern in London oder im Fotomuseum Winterthur vertreten ist, gelten die "Billboards" zusammen mit
Arbeiten wie „How to Read Music in One Evening" als Wiederentdeckungen.
Weitere Informationen zur Ausstellung und Bildmaterial senden wir Ihnen gerne zu!
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