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R.B. KITAJ: HOME TRUTH    Nov 8, 2013 - Jan 18, 2014

Boys and Girls
Ronald Brooks Kitaj
Boys and Girls, 1964
 
Home Truths
Ronald Brooks Kitaj
Home Truths, 1967
 
Kenneth Rexroth (aus: Some Poets 1966 - 70)
Ronald Brooks Kitaj
Kenneth Rexroth (aus: Some Poets 1966 - 70), 1969
 
Vernissage-Cocktail
Ronald Brooks Kitaj
Vernissage-Cocktail, 1967
 
  
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R.B. KITAJ.
HOME TRUTH

Graphik aus den 60er Jahren

Eröffnung am Freitag, den 8. November 2013 ab 18 Uhr

Vortrag von Dr. Daniela Stöppel am 4. Dezember 2013 um 19:00h

Ausstellungsdauer: 8. November bis 18. Januar 2014

In direktem Anschluss an die umfassende Retrospektive Obsessionen. R.B. Kitaj. 1932–2007 im Jüdischen Museum Berlin und in der Hamburger Kunsthalle zeigen wir unter dem Titel Home Truth erstmals seit über vierzig Jahren eine repräsentative Auswahl von Kitajs Siebdrucken aus den 60er Jahren. Sie gelangten 1969 nach München, als Otto van de Loo zusammen mit der Berliner Galerie Mikro und in Kooperation mit dem Künstler dessen erstes Werkverzeichnis der Druckgraphik verlegte, und beeindrucken noch heute durch ihre Aktualität und Frische.

R.B. KITAJ (1932–2007), der ursprünglich aus Cleveland/Ohio stammte, aber über 40 Jahre in London lebte, gilt heute neben Künstlern wie Richard Hamilton und Peter Blake oder seinen damaligen Studienkollegen Allen Jones und David Hockney als einer der wichtigsten Vertreter der britischen Pop Art. In München war Kitaj erstmals mit einigen Arbeiten im Rahmen der Schau Britische Malerei der Gegenwart in der Galerie Friedrich & Dahlem zu sehen, bevor er 1969 dann in der Galerie van de Loo eine seiner ersten Einzelausstellungen im deutschsprachigen Raum zeigte.

Dass er sich dabei ausschließlich auf Druckgraphik beschränkte, zeigt den Wert, den er diesem Medium beimaß, welches im Laufe der 60er Jahre als Mittel zur „Demokratisierung der Kunst“ einen Höhepunkt erlebte. Kitajs Siebdrucke, die in Kooperation mit dem seinerzeit auf diesem Gebiet führenden Drucker Chris Prater entstanden, sind ebenso wie seine frühen Gemälde geprägt von einem explizit fragmentarischen, collageartigen Stil. Verschiedenste Versatzstücke aus Geschichte, Architektur, Literatur und Kunst ergeben anspruchsvolle Bilderrätsel, deren zahlreiche Verweise erst entschlüsselt werden wollen.

Gleichzeitig erweiterte Kitaj die technischen Möglichkeiten des Siebdrucks, indem er nicht nur sehr außergewöhnliche, eigene haptische und optische Qualitäten erzeugende Papiere verwendete, sondern immer wieder auch auf reale Collageelemente zurückgriff, die er nachträglich auf dem Trägerpapier anbrachte. Dies zusammen mit der außergewöhnlichen Farbqualität des Siebdrucks führt dazu, dass die Ergebnisse trotz Auflagen mit bis zu 70 Exemplaren einzigartig wirken.

Zur Ausstellung liegt die in diesem Jahr vom British Museum herausgegebene Neubearbeitung des Werkverzeichnis der Graphik vor, die neben großformatigen Abbildungen aller Drucke von 1952 bis 2007 zahlreiche Hintergrundinformationen enthält.

Am 4. Dezember um 19.00 Uhr wird Dr. Daniela Stöppel (LMU München, Promotion zum Thema: „Visuelle Zeichensystemen der Avantgarden 1910–1950“) im Rahmen eines Galerievortrags in das druckgraphische Werk R.B. Kitajs einführen.

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