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STEPHAN BALKENHOL    Apr 25 - Jun 1, 2013

STEPHAN BALKENHOL - Invitation
STEPHAN BALKENHOL - Invitation
 
  
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Stephan Balkenhol

Vernissage: Donnerstag, 25. April 2013, 18-20 Uhr
Ausstellungsdauer: 26. April - 1. Juni 2013

Stephan Balkenhol, geboren 1957 in Fritzlar, Deutschland, ist Anfang der Achtziger Jahren der Neubegründer figurativer Skulptur. Sein Oeuvre steht für eine Abwendung von Künstlern seiner Generation wie beispielsweise Cindy Sherman, Thomas Schütte und Katharina Fritsch von der abstrakten, konzeptuellen und spätminimalistischen Kunst, wie sie etwa durch Balkenhols Lehrer Ulrich Rückriem vertreten wird. Balkenhols Arbeiten reichen von Vollplastiken zu installativen Werken und Reliefs bis zu Fotos und Zeichnungen. Er zählt heute zu den bedeutendsten Bildhauern seiner Zeit. Seit 1992 ist er Professor an der Staatlichen Akademie der Künste in Karlsruhe, lebt und arbeitet dort sowie in Meisenthal, Frankreich. Seit 1989 wird Stephan Balkenhol von Mai 36 Galerie vertreten. Er ist mit seinen Werken weltweit in bedeutenden Museen und Sammlungen und Ausstellungen vertreten.

Am liebsten sei ihm das Material Holz da es bei der Arbeit den für ihn richtigen Widerstand leiste. Ton sei zu schnell und Stein würde zu lange brauchen. Das Bild vom Menschen steht dabei im Mittelpunkt. Tiere, Mischwesen und auch Architekturen kommen hinzu. Allen Skulpturen ist eine starke Präsenz bei eigentümlich neutralem Ausdruck eigen.
Er wolle das Menschenbild von Funktionen und Rollen, den ganzen Konnotationen lösen. Es sind Bilder von der Welt, die ihn als Skulpturen interessieren und nicht die Welt als solche. Seine Form der darstellerischen Abstraktion dient dazu die Abbilder lebendiger erscheinen zu lassen, Uneindeutigkeit zuzulassen. Das Handwerkliche ist zu sehen und der rauen Oberfläche ist der Entstehungsprozess eingeschrieben, die polychrome Bemalung der Skulpturen tut ein Übriges dazu. All dies dient der Bewahrung der Autonomie seiner Skulpturen ohne Überfrachtung durch Inhalte und weist gleichzeitig doch auf solche zurück und hält die Hintergrundgeschichten und Bedeutungsmöglichkeiten offen. Es geht laut Balkenhol darum, nicht nur die Skulptur mit der Wirklichkeit zu vergleichen, sondern sich auf die neue Wirklichkeit der und durch die Arbeit einzulassen.
Seine Werke werden zum Zentrum ihres Ortes. Der Ort wird durch Balkenhols Arbeiten erst richtig bemerkbar und sichtbar, ja Balkenhols Werke wirken konzentrierend auf ihn und vermeiden gleichzeitig jedes Gefühl von Pathos. Die Autonomie seiner Kunst bedeutet nicht zuletzt auch die Beibehaltung der Autonomie des Betrachters.
Die für die Ausstellung allesamt neu entstandenen Skulpturen und auch die in der Ausstellung gezeigten Zeichnungen unterwerfen sich nicht illustrativen Aufgaben sondern nehmen sich und insofern auch den Betrachter ernst und fordern ihn heraus. Letztlich geht es bei Stephan Balkenhols Arbeiten um Existentielles, um die Ermöglichung von Besinnung anhand seiner Arbeiten und das konkrete Erlebnis mit ihnen im Raum den sie einnehmen. Es ist diese Haltung Balkenhols, die seinem seit Anfang der Achtziger Jahre bis heute immer fortschreitenden Werk so grosse Gültigkeit erhält.

Vernissage ist am Donnerstag, 25. April von 18 bis 20 Uhr. Stephan Balkenhol wird anwesend sein.

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