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Horst Antes 'Vorstellung Band 6 des Werkverzeichnisses' May 31 - Aug 13, 2011
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Horst Antes – Vorstellung des Werkverzeichnisses (Band 6)
Horst Antes zählt unbestritten zu den bedeutendsten Künstlern der Nachkriegszeit. Sein Werk findet auf institutioneller sowie privater Ebene höchste Anerkennung. Die wissenschaftliche Erarbeitung eines ganzen künstlerischen Lebens ist nur wenigen Künstlern beschieden. Horst Antes malerisches Schaffen der Jahre 1958 bis 2008 wird in einem 10-bändigen Werkverzeichnis veröffentlicht. Der Swiridoff Verlag, Künzelsau hat den Band 6 mit Bildern, die zwischen 1984 bis 1987 in Karlsruhe, Berlin und Italien entstanden sind fertig gestellt.
Anlässlich der Vorstellung des sechsten Bandes widmet die Galerie Utermann dem Künstler eine Ausstellung (31. Mai. – 25. Juni 2011) mit einer Auswahl von Bildern aus derselben Schaffensperiode.
Die achtziger Jahre gelten im Werk von Horst Antes als wichtige Umbruchphase. Seine berühmte „Kunstfigur“ weicht sukzessive den reduzierten Häuser-Darstellungen. Wie kein zweites Motiv steht der „Kopffüßler“ in der Kunstgeschichte für den Aufbruch der neuen figurativen Malerei in der deutschen Nachkriegszeit. Konsequent bearbeitet Antes seine Figur, in welche er seine hohen moralischen Vorstellungen und Empfindungen zu gesellschaftlichen Themen manifestiert. Mit dem Beginn des Falklandkrieges 1982 zwischen Großbritannien und Argentinien kommt die Zäsur. Der Künstler sieht sich durch die militärische Auseinandersetzung zweier „aufgeklärter westlicher“ Nationen desillusioniert!
Er wendet sich vom menschlichen Motiv seiner „Kunstfigur“ ab und gelangt in einer Transformationsphase zum Sujet des Hauses. Er schafft damit ein Gleichnis archaischer sowie aktueller menschlicher Bedürfnisse. Das Haus spendet Schutz, ist Ausdruck von Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, ist zivilisatorisch und verkörpert Sesshaftigkeit. Die kritische Auseinandersetzung mit seiner Umwelt zeigt sich auch in den Tiermotiven in seinen Bildern. Sie gelten als unschuldig und mahnen den Betrachter vor dem destruktiven Verhalten des Menschen.
Über die Jahrzehnte entwickelt Horst Antes eine vielfältige Zeichensprache, mit welcher er seine Umwelt malerisch virtuos beschreibt.
Horst Antes lebt und arbeitet in Sicellino, Italien.
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