Eröffnung: Freitag, 11. Mai 2012, 18.00 Uhr.
Es spricht: Prof. Dr. Bernhard Serexhe (Kurator des Medienmuseums im ZKM)
Dauer der Ausstellung: 11. Mai - 23. Juni 2012
Ausstellungsort:
Galerie Schrade · Karlsruhe
Zirkel 34-40, 76133 Karlsruhe
www.galerie-schrade.de
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kunst,
Bodo Korsig ist bekannt geworden durch seine eigenwilligen Skulpturen, Wandobjekte,
Installationen und die verblüffend großformatigen, mit der Straßenwalze gedruckten Holzschnitte.
Aber er hat auch über dreißig Künstlerbücher mit Texten internationaler Autoren geschaffen.
Sein Interesse an menschlichem Verhaltensmuster unter Extrembedingungen und an neurologischen
Prozessen zeigt sich in der künstlerischen Auseinandersetzung mit Tod, Zwang, Angst und Gewalt.
Er beabsichtigt damit eine neue Wahrnehmung von wissenschaftlich nur schwer darstellbaren
Denkprozessen in Gang zu bringen.
Seine bildnerische Formensprache setzt dabei auf scheinbar vertrautes. Die von ihm geschaffenen
Formen sind inspiriert aus Gestaltungsmustern der Natur, von biomorphologischen, molekularen
und neuronalen Strukturen und erinnern an archaische, figurativ-symbolische Darstellungen von
Höhlenmalereien.
Seine Verbindungen von kurzen Statements mit grafischen Bildelementen wirken auffordernd und
doch rätselhaft. Der Betrachter wird geradezu zum Assoziieren, zum Nachdenken verführt.
Seine Slogans sollen sich, wie der Künstler in einem Interview sagte, „ins Gehirn fressen“.
Seine fragilen, schwarzen Skulpturen ähneln Scherenschnitten. Farbe setzt Bodo Korsig bei seinen
Bildern und Drucken reduziert ein, sie erscheint als einfarbiger Hintergrund oder als balkenartige
Fläche, wobei die Töne intensiv und deckend aufgetragen sind, Schrift und Formen darauf in
schwarz. Die grafische Formensprache verstärkt den Aufforderungscharakter der kurzen
Aufschriften, lässt den Betrachter zwischen Identifikation und Befremden zurück und wirkt lange
nach.
Bodo Korsig stellte 1992 erstmalig in der Galerie Schrade, Schloß Mochental aus. Seitdem gehört
er zu den ständig von der Galerie vertretenen Künstlern.
Über Ihren Besuch würde ich mich sehr freuen.
Ihr Ewald Schrade
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