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Dieter Kraemer 'Alltägliches'    Mar 13 - May 22, 2010


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Dieter Kraemer
„Alltägliches“
Bilder und Aquarelle

Ausstellungsdauer: 13. März bis 22. Mai 2009
Eröffnung: Freitag, den 12. März, 19 Uhr, in Anwesenheit des Künstlers

„Unbeeindruckt von den künstlerischen Entwicklungen der letzten Dekaden malt Dieter Kraemer seit mehr als zwanzig Jahren Stilleben. Neben Alltagsszenen, Stadt- oder Landschaftsansichten sind es damit vor allem die täglichen Dinge des Lebens, die der Maler auf die Leinwand bannt und sie der Gewöhnlichkeit entreißt. Das Banale und Vergängliche weist in der künstlerischen Aneignung über sich hinaus und wird zum Gegenstand zweckfreier Wahrnehmung, zum Bedeutungsträger für das Einzigartige und Unvergängliche.“
Ulli Seegers, Auszug aus: Dieter Kraemer, Natura morta, Köln 1999

Dieter Kraemer, 1937 in Hamburg geboren, nimmt dort 1957 sein Studium an der Hochschule für bildende Künste auf, das er ab 1959 an der Hochschule für bildende Künste Berlin fortsetzt und als Meisterschüler von Hann Trier beendet. Kraemer war Anfang der 60er Jahre, als das deutsche Informel in Hochblüte stand, einer der ersten, der sich auf die Neue Sachlichkeit bezog - jene kurze, fast vergessene Epoche Ende der 20er und 30er Jahre, die 1933 mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten endete. Kraemer orientierte sich statt an Pollock an Beckmann und anderen Malern der neuen Sachlichkeit, die er sich als Vorbild für seinen in dieser Zeit inopportunen Realismus nahm, und ebnete damit den Weg für den sogenannten Neuen oder Kritischen Realismus in Berlin. 1963 wird er an die Kölner Werkschule berufen, wo er 1973 eine Professur an der Fachhochschule Köln im Fachbereich Kunst erhält. Von 1993 bis 2003 wirkt er ebenfalls als Professor an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Der Künstler lebt und arbeitet in Köln.

Kraemers Arbeiten zeigen konkrete Darstellungen im alltags- und freizeitorientierten Kontext; er malt, was ihn umgibt und bewahrt es in einer stillebenhaften Inszenierung: Käse, Brot, Blicke aus dem Fenster, Maschinen und Menschen, die er mit einer Portion Ironie und Gesellschaftskritik in Szene setzt. Seine Bilder sind Zeitzeugen und Zeitdokumente. So erzeugt der Künstler als Chronist seiner Zeit eine dichte Authentizität in seinen direkten und unprätentiösen Darstellungen.

Das Stilleben gibt der Gattung Malerei heute zwar scheinbar keine neuen Impulse, doch sie führt sie zurück zu ihren Wurzeln: zur Beobachtung und stillen Wiedergabe der Dinge. Und genau dies ist in einem Zeitalter, das geprägt ist von Schnellebigkeit und multimedialer Kunst und Kommunikation, umso mehr ein aktuelles und vor allem dankbares Motiv. ___________________________________________________________________________________

Dieter Kraemer was born in 1937 in Hamburg.

His artworks show things and situations of our every-day life. He paints all kinds of objects which surround him: cheese, bread, bottles of wine, machines and people that he stages with subtle irony and criticism of society. His paintings are contemporary witnesses and documents. In this way the artist acts like a chronicler of his time with a high authenticity by making unpretentious illustrations.

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