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Gunter Damisch (Thoman modern Innsbruck)    May 4 - Aug 3, 2012


Gunter Damisch
Malerei 1982-2012

04.05.2012 - 03.08.2012

INNSBRUCK Thoman modern

Freitag 4. Mai 2012 19 Uhr
Es spricht Univ. Prof. Dr. Markus Neuwirth, Universität Innsbruck

Die Galerie Elisabeth & Klaus Thoman freut sich ihre elfte Ausstellung mit Gunter Damisch bekannt geben zu dürfen. Gunter Damisch Malerei 1982-2012 versammelt Werke aus einigen der bedeutendsten Werkgruppen des Künstlers. Felder von 1985 ist eines der Bilder, die in der prominenten Ausstellung Hacken im Eis Kunsthalle Bern und Museum moderner Kunst Museum des 20. Jahrhunderts Wien 1986, kuratiert von Ulrich Loock, Wolfgang Drechsler, Peter Weibel und Denys Zacharopoulos gezeigt wurde, Dunkler Aufstieg von 1984 war das Auftaktbild von Damischs Einzelausstellung In meinem Leben ist nichts genau im Kunstverein Braunschweig 1987. Eine Gruppe von Bilder wie Weltwegdichte 2004 oder Wegverschränkungsnetz 2005 sowie die Tusche auf Papier Werkgruppen Weltverschlingungen waren Teil der Ausstellungen Neue abstrakte Malerei aus Österreich im Shanghai Art Museum, National Art Museum of China Beijing, Shaanxi Art Museum, Guangdong Museum of Art Guangzhou und und wurden 2005 im MUMOK Wien gemeinsam mit Malerei von Bohatsch, Brandl, Scheibl, Vopava und Zitko in China retour präsentiert. Die aktuellsten Malereien von 2011 und 2012 lassen einen neuen Akzent in Damischs Malerei deutlich werden, den der Künstler auch in den jeweiligen Titel reflektiert. Damisch bedruckt die Leinwand, beklebt sie dann mit eigenen Drucken auf Japanpapier um anschließend mit Ölmalerei die Komposition zu vollenden, zum Beispiel Weltcollagenfeld 2011. Eine Reihe neuer Bronzeskulpturen, zart strukturiert und teilweise hoch aufragend, ergänzen die Ausstellung.

Gunter Damisch *1958, lebt in Wien und Freydegg. 1978-83 Akademie der Bildenden Künste, Wien bei Max Melcher und Arnulf Rainer, zahlreiche Preise u.a.: 1985 Otto Mauer Preis und Max Weiler Preis. Seit 1992 Professor an die Akademie der Bildenden Künste Wien.
Für Damischs künstlerische Entwicklung ist die Wechselbeziehung zwischen Malerei und Zeichnung, zwischen den Möglichkeiten der in mehreren Schichten pastos aufgetragenen Farbe und jenen der Linie als erzählerisches Element bedeutend. Sein vitaler Umgang mit der Farbe verbindet sich mit einer durchaus unorthodoxen, deutlich von der Zeichnung herkommenden Formentfaltung. Mit der Entzerrung des Farbkonglomerates seiner
Bilder der achtziger Jahre gewinnt Damisch im Wesentlichen zwei Bildelemente: die meist zu einer insularen Form zusammengezogene Fläche und die mäandrierende Linie. Flächen- und Linienelemente werden gewöhnlich in größerer Zahl und ornamentaler Ordnung mehr oder weniger gleichmäßig über das Bildfeld verteilt, isoliert oder zu größeren Figuren aneinander gehängt, deckend auf einen sich differenzierten Grund gesetzt. … Dadurch, dass Damisch die Überlagerung von Bildschichten mit der Entzerrung des bildlichen Inventars verbindet, erreicht er für seine neuen Bilder eine Kompaktheit, die derjenigen der älteren entspricht, und kann dennoch seinem Hang zu geordneten und analytisch nachvollziehbaren Verhältnissen nachkommen. Gleichzeitig nimmt er eine eigenartige Interpretation der einzelnen Farbpartikel seiner früheren Bilder vor: In dichter Reihung besetzt er die Konturen von Farbflecken ebenso wie die das Bildfeld durchziehenden Lineaturen und sogar gestische Markierungen oder die Spuren herabgelaufener Farbe regelmäßig und nach außen weisend mit miniaturisierten Zapfen, durch die er die verschiedenen Bildebenen einerseits miteinander "vernäht", und die andererseits als Menschen gelesen werden können. Ein bedeutender Unterschied zwischen den Bildern der achtziger und neunziger Jahre ist der Unterschied zwischen Bildlichkeit und Schriftlichkeit - Damischs Bilder sind nicht figurativ, sondern skriptural. Sie verbinden die umfassende Ansicht des malerischen Feldes mit der Lesbarkeit von bildlichen Chiffren, die ihrerseits den Feldcharakter des Bildes (seine abstrakte Seite), reduziert auf den Kontext einer Schrift. Sobald die Lesbarkeit einmal festgestellt ist, werden alle Elemente des Bildes zu Gegenständen einer potentiellen Lektüre. (Ulrich Loock, Das Zeitgenössische in heutiger Malerei, Katalog China retour, Mumok, Wien 2005). Gunter Damisch gilt aufgrund seines unverwechselbaren, überzeugend und konsequent formulierten Farben- und Formenrepertoires zu den international bedeutendsten Vertretern österreichischer Gegenwartskunst.

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