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Hannah Greely: Little Falls    Aug 31 - Oct 13, 2012

Entanglement with Silver Cup
Hannah Greely
Entanglement with Silver Cup, 2012
 
  
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Hannah Greely: Little Falls
01.09.2012 – 13.10.2012
Saisoneröffnung und Vernissage: Freitag, 31.08.12, 18-20 Uhr

Die Galerie Bob van Orsouw freut sich, die amerikanische Künstlerin Hannah Greely erstmals in der Schweiz zu präsentieren.
Greely erstellt oft Replikate von Dingen aus unserem alltäglichen Leben. In früheren Skulpturen bildete sie unter anderem Nahrungsmittel, Bierflaschen oder Möbelstücke akkurat nach, wobei sie mit dem Einsatz funktionsfremder Materialien eine subtile Bedeutungsverschiebung vornahm und das Vertraute spielerisch verfremdete. In einer ihrer jüngsten Werkgruppen befasst sie sich mit klassischen Werken der Kunstgeschichte. Inspiriert von Jean Siméon Chardins Stillleben „Silver Cup“ aus dem Jahr 1768 erstellt Greely aus Metalldraht eine Skulptur, die die Vorlage massstabsgetreu nachbildet. “Entanglement with Silver Cup” (2012) überführt Chardins Stillleben so in die ursprüngliche Dreidimensionalität. Das relativ sperrige Material erzeugt indes einen Reichtum an Windungen, der die figurativen Komponenten beinahe zum Verschwinden bringt. In spielerischer Auseinandersetzung mit der Bildtradition entwickelt Greely in ihren plastischen Stillleben eine genuine künstlerische Sprache von eindrücklicher Prägnanz.
In der drei Meter hohen Skulptur „Super Cell“ stellt sich Greely der Herausforderung, flüchtige Phänomene skulptural darzustellen. Die buchstäbliche Umsetzung verrät wiederum Greelys feinen Sinn für Humor. Eine grau kolorierte Schaumstoffwolke, die von zahlreichen Stahlstangen getragen wird, evoziert einen Wolkenbruch. Der Sockel besteht aus einer polierten, unregelmässig geformten Stahlplatte, die eine Pfütze suggeriert. Im stählernen Regen sind schattenhafte Umrisse einer menschlichen Figur erkennbar, die in der angeblichen Wasserlache watet. Ihre jüngsten Skulpturen weisen zuweilen anthropomorphe Züge auf. In der Arbeit „Eyewitness“ mimen zwei Kristallkugeln, die von ornamentalen Stahlgewinden umkränzt und sorgfältig auf einem Tisch platziert sind, menschliche Augen und Brauen. Die Spiegelungseffekte der Kugeln suggerieren dem Betrachter, dass die Skulptur ihn mit „ihrem Blick“ verfolgt.
Greely präsentiert in der Galerie Bob van Orsouw überdies einen umfassenden Zyklus von Zeichnungen. Die Künstlerin versteht diese nicht als Vorstudien zu ihren Skulpturen, sondern als eigenständigen Teil ihres Werkes, was die folgenden Ausführungen belegen: „My drawings I make as a way to stay open creatively. I usually draw them just after I wake up so that my mind is open and closer to the dream state. It is then that signs and symbols enjoy looser associations and are freer from run of the mill logic and new ideas can form. They are done in a kind of children‘s book illustrative style to keep them from being taken too seriously as ideas. I would prefer them to be seen as moments or scenes that suggest a narrative but are ambiguous, open ended, and constantly changing.”

Hannah Greelys Werke figurierten an den Biennalen von São Paulo (2011) und Venedig (2003) und an der Whitney Biennial, New York (2010 und 2006) sowie in zahlreichen Ausstellungen, u.a. in der Rubell Family Collection / Contemporary Arts Foundation, Miami (2011), im Astrup Fearnley Museum of Modern Art, Oslo (2008), im Center for Contemporary Art Warsaw (2007), Warschau, sowie im UCLA Hammer Museum, Los Angeles (2005). Greely wurde1979 in Dickson, Tennessee geboren und lebt und arbeitet in Los Angeles.

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