Nick Brandt: Across the Ravaged Land (Kantstraße)

Nick Brandt: Across the Ravaged Land (Kantstraße)

Saturday, October 19, 2013Saturday, November 30, 2013

Kantstrasse 149
Berlin, Germany

Nick Brandt
Across the Ravaged Land
Ausstellung vom 19. Oktober bis 30. November 2013


CAMERA WORK ⋅ Kantstraße 149 ⋅ 10623 Berlin Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag ⋅ 11–18 Uhr CAMERA WORK freut sich, ab dem 19. Oktober 2013 die Ausstellung »Across the Ravaged Land« des Künstlers Nick Brandt zu präsentieren. Die Einzelausstellung zeigt eine exklusive Auswahl von neuen Werken aus dem dritten und finalen Teil der Trilogie, in der Nick Brandt mit seiner charakteristischen Bildsprache die atemberaubende Monumentalität der Tierwelt Afrikas und dessen Bedrohung aufzeigt. Sämtliche Werke wurden erst kürzlich veröffentlicht und sind nun erstmals in Deutschland zu sehen.

Majestätisch-anmutende Löwen in der Serengeti oder das friedlich-liebevolle Beisammensein einer Elefantenmutter und ihrem Kind in Kenia scheinen mit qualvoll verendeten Singvögeln in Tansania oder als Trophäen glorifizierten Stoßzähnen nichts gemein zu haben. Doch Nick Brandt erzählt mit den Werken im finalen Teil seiner weltbekannten Trilogie die offene und ergreifende Geschichte des Wandels der Natur- und Tierwelt Afrikas. Die schwindenden Lebensgebiete von Giraffen, Elefanten, Löwen oder Büffeln und die direkt durch Wilderung gefährdete Einmaligkeit der afrikanischen Tierwelt verändern das Gesicht des afrikanischen Kontinents. Ein Löwe oder Elefant dokumentiert dabei nicht nur die Landschaft, vielmehr sind sie Inhalt des Bildes, geben ihm Gestalt und Bedeutung und bilden zugleich ein Äquivalent des Weiten und Erhabenen. Jedes einzelne Werk mutet geheimnisvoll an und drückt zugleich die Traurigkeit und gar Morbidität dieser Welt in unglaublicher Schönheit aus. Nick Brandts Arbeiten sind somit eine ergreifende Reise in die unberührte Wildnis und zugleich eine erschreckende Momentaufnahme der massiven Bedrohung, um die Zukunft offen und zugleich für den Rezipienten bestimmbar erscheinen zu lassen.

Die hoch geachtete Bildsprache von Nick Brandt unterstreicht die Monumentalität der Bildinhalte. Ein dynamisches Spiel mit Licht und Schatten oder ikonografische Elemente verstärken in den Arbeiten jeweils den Eindruck der Schönheit der Natur und deren Gefährdung durch den Eingriff des Menschen. Die bei der Aufnahme unmittelbare Nähe zwischen dem Künstler und den Löwen oder Elefanten intensiviert die magische Beziehung zwischen Vertrautheit und Unberührbarkeit zur Tierwelt. Gebrochen wird die Nähe des Rezipienten zu den Tieren durch die besondere Farbigkeit und die magische Stimmung der teilweise düsteren Schwarz-Weiß-Arbeiten. Dadurch erschafft Nick Brandt eine Atmosphäre, der sich der Rezipient nicht entziehen kann.