ALEXANDER OCHS PRIVATE

SVEN DRÜHL | SHIN – HANGA PROLOG

SVEN DRÜHL | SHIN – HANGA PROLOG

h.y. by sven drühl

Sven Drühl

H.Y., 2014

t.y. by sven drühl

Sven Drühl

T.Y., 2014

k.h.h.y. (bastard) by sven drühl

Sven Drühl

K.H.H.Y. (Bastard), 2013

Saturday, May 3, 2014Saturday, June 21, 2014

Besselstraße 14
Berlin, 10969 Germany

SVEN DRÜHL | SHIN – HANGA PROLOG
3. Mai – 21. Juni 2014

Die Eröffnung wird am Freitag, den 2. Mai 2014 von 19:00 – 21:00 Uhr anlässlich des Gallery Weekends stattfinden. Prof. Dr. Andreas Bee, HBK Braunschweig, wird eine Einführung geben.

ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN freut sich, die zweite Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Sven Drühl eröffnen zu dürfen. SHIN-HANGA PROLOG ist die dialogische Gegenüberstellung seiner aus Ölfarbe, Lack und Silikon geschaffenen Bilder mit japanischen Farbholzschnitten, die ihm als Vorlage und Inspiration dienen. Seit vielen Jahren ist Drühl fasziniert von der Kunst dieser Shin-hangas, einer in den 1910 und 20er Jahren entstandenen Bewegung, die den Farbholzschnitt als typisch japanische Kunstform wiederbelebte und ihm neue Impulse gab. Drühl ist zudem ein passionierter Sammler der japanischen Druck-Kunst und nimmt die von ihm erworbenen Werke als Anregung wie Vorlagen für seine Bilder. In der Ausstellung wird eine Auswahl der entstandenen Werke nun den Originalen des Shin-hanga gegenüber gestellt.

Shin-hanga Künstler wie Kawase Hasui und Hiroshi Yoshida bezogen sich auf die Tradition des japanischen Holzschnitts seit Hokusai und Hiroshige. Sie waren von der westlichen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts stark beeinflusst und so unter anderem an der Motivik der deutschen Romantik und der Lichtsetzung des Impressionismus interessiert.

Die künstlerische Arbeit Sven Drühls wird seit vielen Jahren bestimmt wird von seiner intensiven Auseinandersetzung mit Landschafts- und Architekturmotiven der Kunstgeschichte wie der zeitgenössischen Kunst. Der Künstler bezieht sich nun mit seinen ‚Remixen‘ auf diese vermeintlich ‚romantische‘ japanische Kunst.

Sven Drühl geht es gleichermaßen um das Nutzbarmachen der vorgefundenen Werke wie auch um die Konstruktion neuer Bilder. Die gezielt ausgesuchten motivischen Versatzstücke und Fragmente werden neu arrangiert, kombiniert, dekonstruiert oder collagiert. Ihm gelingt es, über den konzeptuell - programmatischen Ansatz hinaus, die Vorlagen in seinen eigenen, unverkennbaren Stil zu transformieren. Es entsteht ein für Malerei ungewöhnlicher Materialmix von hohem Wiedererkennungswert.

So versucht Sven Drühl den schon fast vergessenen Werken des ‚New Print Movements‘ neue Akzeptanz zu verleihen und macht damit Bedingungen und Beziehungen zwischen der japanischen wie europäischen Kunst in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts deutlich. Freilich wäre der ‚Forscher‘ Drühl nicht auch der hervorragende Künstler, als den wir ihn kennen, entstünden in diesem retrospektiven Zusammenhang nicht solche radikal neuen Werke, die einen Blick in die Zukunft der Malerei des 21. Jahrhunderts erlauben.

Zuletzt widmete die Von- der- Heydt Kunsthalle, Wuppertal, Drühl eine umfangreiche Einzelausstellung unter dem Titel ‚Sven Drühl: Werke 2001 – 2013‘, seine Arbeiten wurden und werden in nationalen und internationalen Gruppenausstellungen, unter anderem aktuell im Bonnefantenmuseum Maastricht, gezeigt. Zahlreiche Museen und Institutionen wie die Berlinische Galerie oder die Kunsthalle Emden haben Werke des Künstlers in Ihre Sammlungen aufgenommen.

Zeitgleich eröffnen wir im Salon unserer Berliner Galerieräume:

YOUNG-JAE LEE | VASES | 3. Mai – 21. Juni 2014