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Chris Hipkiss 'Visionäre Landschaften'    Sep 24 - Oct 24, 2009

Could a Swift Fake
Chris Hipkiss
Could a Swift Fake, 2005
 
Danse de la guerre en mai
Chris Hipkiss
Danse de la guerre en mai, 1992
 
FST 1
Chris Hipkiss
FST 1, 2009
 
FST 2
Chris Hipkiss
FST 2, 2009
 
FST 3
Chris Hipkiss
FST 3, 2009
 
Juillet
Chris Hipkiss
Juillet, 1992
 
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Chris Hipkiss
Visionäre Landschaften
24.9. – 24.10.2009
Eröffnung: Donnerstag, 24.9.2009, 18-20 Uhr

Die Galerie Michael Haas zeigt in ihrer ersten Einzelausstellung neuste Arbeiten des britischen Fantasten und Visionärs Chris Hipkiss. Immer wieder erhält Hipkiss´ Kunst unberechtigterweise das Label „Outsider Art“, vor allem seit seiner Teilnahme an einer Gruppenausstellung der Tate Britain in London (2005). Der Stempel wird dem Schaffen von Chris Hipkiss jedoch nicht gerecht. In Amerika und Großbritannien stellen sehr spezialisierte Museen seit den frühen 1990 Jahren Hipkiss´ Werk aus, während es in Deutschland – weil nicht dem Trend folgend – bisher relativ unbekannt ist.

Die bis in kleinste Details ausgearbeiteten, oft versponnenen Szenen wirken so surreal wie apokalyptisch. Es sind von Witz und bitterem Ernst, Fantasie und Realitätsbezug lebende Visionen unserer Welt. Unterschwellige, nie eindeutig ausformulierte politischen Aussagen des Umweltaktivisten Hipkiss tragen insbesondere die jüngeren Werke. Immer wieder klingt der rücksichtslose Umgang mit der Natur an. Verdorrt oder zu gefährlichen Werkzeugen verkommen, steht sie lebensfeindlicher Architektur und bedrohlichen Kriegsschauplätzen gegenüber. Hipkiss stutzt die Natur zu säuberlichen Plantagen, die auch Friedhöfe sein könnten. Riesige Grashalme verwandeln sich in Speere und Geschütze auf kampfbereiten Kriegsschauplätzen, Fabrikgebäude zu übermächtigen technoiden Landschaften. Vogelschwärme mutieren zu Kampfflugzeugschwadronen unter denen sich komische, zu Symbolen abstrahierte Frauenfiguren räkeln. Diese einzigen Wesen in Hipkiss´ Bildern stehen als Alter Ego des Künstlers .

Chris Hipkiss wird 1964 in der Nähe von London geboren. Trotz guter Leistungen bricht er die Schule ab und arbeitet zunächst im väterlichen Tischlerbetrieb. Eine künstlerische Ausbildung erhält er nicht. Als Autodidakt zeichnet Hipkiss kontinuierlich, findet jedoch erst 1990 zu seinem typischen Stil. Die meist großformatigen Blei-, Silber- und Goldstiftzeichnungen entspringen nicht einer durchkomponierten Idee sondern breiten sich im Verlauf der Arbeit über die Unterlage aus. Seit 2001 lebt Hipkiss in Südfrankreich.



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