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Imi Knoebel, Ody C
 
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TITLE:  Ody C
ARTIST:  Imi Knoebel (German, b.1940)
WORK DATE:  1995
CATEGORY:  Sculptures
MATERIALS:  Acryl auf Aluminium
MARKINGS:  Signiert, "95" datiert und "C" bezeichnet auf der Rückseite
SIZE:  h: 38 x w: 36.5 x d: 15.5 cm / h: 15 x w: 14.4 x d: 6.1 in
STYLE:  Contemporary
PRICE*:  Contact Gallery for Price
GALLERY:  Galerie Ludorff  +49 (0)211 32 65 66  Send Email
DESCRIPTION:  Nach einem Studium an der Werkkunstschule Darmstadt, wechselt Imi Knoebel (Pseudonym für Klaus Wolf Knoebel) gemeinsam mit seinem Freund Imi Giese 1964 an die Kunstakademie in Düsseldorf. Im Folgejahr werden sie in der Klasse von Joseph Beuys aufgenommen, wo Knoebel später Meisterschüler wird. Inspiriert von seinem progressiven Lehrer sucht Knoebel nach einer völlig andersartigen Formensprache und findet eine abstrakte Ausdrucksform, die installativ zwischen Malerei und Skulptur wandelt. Schnell wird er gemeinsam mit Imi Giese und Blinky Palermo zu den Vorreitern einer Minimal-Art Bewegung unter den Schülern der Akademie.
Knoebel benutzt in seinen Werken vorrangig industriell hergestellte Farben und Materialien, wie beispielsweise Türblätter, Hartfaserplatten, Pappe oder wie im Fall der vorliegenden Arbeit Aluminiumschienen. Diese Materialien ordnet er meist schichtweise im Raum, was ihnen einen Objektcharakter verleiht und an Skulpturen oder Installationen denken lässt. Dennoch sind sie für Knoebel als Bilder zu verstehen, die in der Tradition der Tafelmalerei interpretiert werden können und die von Künstlern wie Kasimir Malewitsch oder Piet Mondrian inspiriert sind. Knoebel verwendet alles, was bisher in der Kunst gemacht wurde als sein Repertoire, als sein Material.
Das Schichtungssystem, das im Werk Knoebels immer wieder auftaucht, entsteht erstmals 1976 in den sogenannten „Mennigebildern“, bei denen er Holzplatten und andere Bildträger mit der rotbraunen Rostschutzfarbe „Mennige“ bemalt. Bezug nimmt er dabei auch auf die traditionelle Tafelmalerei, bei der Farbschichten übereinander auf den Malgrund aufgetragen werden, kehrt diesen Vorgang jedoch um, indem er stattdessen farbige Bildträger übereinander montiert. Dabei erweitert er die Interaktion zwischen Raum, Farbe und Bild um die Beziehung zum Betrachter, der in seiner Vorstellung eine „Verweisungsganzheit“ herstellt, indem er die verdeckten Stellen mitdenkt.
Farben spielen bei Knoebel eine wichtige, wenn nicht zentrale Rolle, weshalb er sie mit großer Sorgfalt wählt und sucht. So durchstreift er auf der Suche nach dem perfekten Grünton in den 1970er Jahren gemeinsam mit Blinky Palermo sämtliche Farbengeschäfte ohne Erfolg. 1977 widmet er seinem früh verstorbenen Freund das Werk „24 Farben für Blinky“. Nicht umsonst nennt ihn Rudi Fuchs einen „Magier der Farben – Farben, die außerordentlich sinnlich sind“.
Aus der 1995 entstandenen, sechsteiligen Werkgruppe „Ody“ liegt uns das Exemplar „Ody C“ vor. In dieser Werkgruppe spielt Knoebel unterschiedliche Varianten einer Bildstruktur mit verschiedenen Konstanten und Variablen durch. Die „Ody“-Reihe besteht aus Weiß und den drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau, aus denen sämtliche weiteren Farben gemischt werden können. Er wählt also Mondrians Farben und begreift das Quadrat im Sinne Malewitschs als Ur- bzw. Nullform4). Es ist jedoch auffällig, dass er in seinen Werken dieser Gruppe mit der strengen Symmetrie des Quadrats bewusst bricht. Sowohl in der Komposition als auch im Farbauftrag sind es diese kleinen Abweichungen, die der gesamten Werkgruppe wie auch dem Einzelwerk ihre Strenge nehmen und die Werke für den Geist des Betrachters öffnen. Dieser wird ja schließlich benötigt, um diejenigen Stellen des Bildes in Gedanken mitzubetrachten, die von den Aluminiumschienen verdeckt bleiben. In „Ody C“ bringt Knoebel die Strategien und Ausdrucksformen seiner bedeutendsten Vorbilder zusammen, findet aber seine eigene, neue Interpretation zentraler Themen der Malerei.
PROVENANCE:  Atelier des Künstlers
Sammlung Piet und Ida Sanders, Niederlande (seit 1997)
ONLINE CATALOGUE(S):  Galerie Ludorff Inventory
Neuerwerbungen Herbst 2013  Oct 13, 2013 - Mar 22, 2014
LITERATURE:  Ludwig Forum für Internationale Kunst (Hg.), 'Imi Knoebel. Rot Gelb Weiß Blau', Auss.-Kat., Köln 1996, S. 60 mit Abb.
EXHIBITION HISTORY:  Stedelijk Museum Schiedam, 'Collectie Pieter en Ida Sanders. Leven met kunst', Schiedam 2012; Stedelijk Museum, 'Imi Knoebel. Works 1968-1996', Amsterdam 1997
 
*Prices subject to change

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